Conversion Optimierung

Studie: Montag ist E-Commerce-Tag

E-Commercer verkaufen ihre Ware montags wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Aber warum gerade dann?

Daniel Rennen / pixelio.de

Der weltweit drittgrößte Internethändler Rakuten hat eine Studie herausgegeben, die das Kaufverhalten der Kunden im Internet untersucht. Demnach kaufen in Deutschland, England und den Vereinigten Staaten besonders viele Menschen am Montag virtuell ein.

Rakuten führt die Werte teilweise schlicht auf angesammelte Wochenendmüdigkeit zurück, verweist aber auf den generellen Einfluss landestypischer Gegebenheiten. So verbuchen französische E-Commercer ihre Spitzenwerte am Mittwoch – wenn Eltern mit ihren kleineren Kindern den schulfreien Tag verbringen. In Brasilien dagegen zeigt sich, dass mittags zwischen 12 und 14 Uhr am meisten Online eingekauft wird. Da viele Brasilianer keinen privaten Internetanschluss haben, shoppen sie am Arbeitsplatz während der Mittagspausen.

Mobile Shopping wächst

In diversen Ausprägungen äußert sich auch der vermehrte Gebrauch mobiler Endgeräte für Shopping-Aktivitäten. Beispielsweise weist die Studie auch für Deutschland in den Mittagsstunden eine hohe Aktivität aus. Noch wesentlich deutlicher zeigt sich der mobile Einfluss aber in England und den USA: eine naheliegende Begründung für hohe Verkaufswerte in den Morgenstunden sieht Rakuten in dem Umstand, dass Amerikaner und Briten überdurchschnittlich oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. In Frankreich zeigt sich das gleiche Phänomen – nur, dass die Franzosen lieber auf dem Weg nach Hause shoppen gehen, dort werden Höchstwerte zwischen 18 und 19 Uhr erreicht.

Preis bedingt Verweildauer

Die Studie zeigt außerdem deutliche Zusammenhänge zwischen Warenpreis und Verweildauer der Kunden. Wie wuv.de aus der Studie berichtet, verweilen Online-Käufer länderübergreifend deutlich länger auf einer Seite, wenn es sich um eine kostspielige Anschaffung handelt. Durchschnittlich 4,4 bis 4,7 Minuten lässt sich der US-Bürger Zeit, bis er sich zum Kauf von Elektronik, Kleidung, Taschen oder Computern entscheidet. Bei günstigen produkten hingegen sind es im Mittel nur drei Minuten. Schnellkäufer sind die Briten, in gerade einmal 40 Sekunden fällt der Engländer seine Entscheidung, wenn es um Kleidung oder Bücher geht. Und auch bei teuren Anschaffungen braucht er gerade einmal zwei Minuten Bedenkzeit. Geschlagen werden sie in Punkto Entscheidungsfreudigkeit scheinbar nur von den Brasilianern, die bei teuren Waren sofort zugreifen. Allerdings ist dies dadurch bedingt, dass sich die Brasilianer vor einem Internetkauf sehr genau überlegen, was es sein soll – nur eben offline.

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