Social Media Marketing

Studie: CEOs meiden Social Networks

Warum tun sich viele Unternehmen mit Social Networks eigentlich so schwer? Ein Grund dafür könnte bei den CEOs zu finden sein.

Foto: M. Fröhlich / pixelio.de

Knapp 50 Prozent der US-Amerikaner sind bei Facebook, mehr als 200 Millionen Tweets werdden jeden Tag veröffentlicht, 30 Prozent davon aus den USA – keine Frage, Social Networks sind aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Doch viele CEOs von US-Unternehmen scheinen mit  Social Networks nichts zu tun haben zu wollen.

Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, über die wir bei blogs.reuters.com eine Zusammenfassung gefunden haben. Für die Untersuchung wurden die 500 größten Unternehmen der USA untersucht. Ein Ergebnis: Weniger als 30 Prozent der betreffenden CEOs haben mindestens ein Profil auf einem Social Network. Die meisten haben gar keins.

Von den Accounts, die existieren, werden manche gar nicht benutzt. Von den 19 CEOs, die einen Twitter-Account haben, haben fünf noch keinen einzigen Tweet veröffentlicht. So richtig doll läuft es auch bei Facebook nicht: Hier haben 38 CEOs ein Profil, 25 davon haben weniger als 100 Freunde. An der Spitze kann es einsam sein…

Tote Hose bei Pinterest

Und sonst so? Wie läuft’s bei Google+? Hier ist kaum was los. Gerade mal vier CEOs haben hier ein Profil. Einer davon ist Googles Larry Page. Und bei Pinterest? Ein Network, das immerhin von zwölf Millionen US-Amerikanern genutzt wird. Aber von keinem einzigen der betreffenden CEOs.

Weitere Ergebnisse: Bei Wikipedia finden sich Profile von mehr als 36 Prozent der CEOs. Bloggen tut übrigens nur ein einziger: John Mackey von Whole Foods. Der letzte Eintrag stammt vom November 2011 und trägt einen Titel, der für einen Unternehmer kaum überraschend ist: „To Increase Jobs, Increase Economic Freedom“.

Murdoch ist der Twitter-König

Wer sind denn die Vorzeige-CEOs? Zum Beispiel Michael Rapino von Live Nation. Der hat mehr als 2000 Facebook-Freunde. Und Medienmogul Rupert Murdoch hat mit 280.000 die meisten Twitter-Follower. Auf Rang zwei liegt Meg Whitman, Dritter ist Warren Buffett, der rund 103.000 Follower hat. Und das, obwohl er gerade mal einen (!) Tweet rausgeschickt hat, im Februar 2009: „Stay tuned!“, heißt es am Ende desselben. Ernsthaft.

Bei LinkedIn sind immerhin 129 der CEOs vertreten. 36 davon haben aber nur einen oder null Kontakte.
Es bleibt festzuhalten: Vorstandsvorsitzende haben in puncto Social Networks noch einiges aufzuholen. Wenn Unternehmen diese nutzen wollen, sollten die CEOs auch mit gutem Beispiel vorangehen. Denn wer weiß, wovon er spricht, wirkt auch gegenüber seinen Untergebenen überzeugender.

Ein Gedanke zu „Studie: CEOs meiden Social Networks

  1. Martin

    Ach ob das wirklich nur an den CEOs liegt…. sicher, die sollten mit gutem Beispiel vorangehen, aber erwarten, dass die Herrschaften sich auskennen und da keinen Blödsinn veranstalten, den du dann als Marketer wieder richten musst, kann man auch nicht.
    Ganz konkret ist es vielfach so, dass die Mitarbeiter, die „social machen“ sollten, ganz oft schlicht keine Lust haben, mit ihrem Klarnamen, Foto usw. nach außen aufzutreten. Und das wird im Zeitalter wachsender Paranoia nicht besser werden. Unter Umständen haben Mitarbeiter auch gar keine große Lust, sich auf ewig in den Tiefen des Internet gespeichert für ihr Unternehmen herzugeben. Mitunter denkt man auch nicht daran, die nächste Dekade beim selben Unternehmen zu bleiben. Was dann noch bleibt sind Max Mustermänner, CEO-Beteiligung hin oder her.

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