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Studie: 90% der Bevölkerung sind Multi-Channel-Konsumenten

Konsumenten nutzen unterschiedliche Kanäle für den Erwerb von Produkten und sollten somit nicht über einen Kamm geschert werden.

Logo: IFH Köln

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Eine Kurz-Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) und des Dialogmarketing-Experten AZ Direct hat ergeben, dass rund 90 Prozent unserer Bevölkerung verschiedene Wege gehen, um ein Produkt zu kaufen. Für die Studie wurden rund 4.000 Personen mithilfe des Telefons oder eines Online-Fragebogens interviewt. Dabei stellte sich heraus, dass es aktuell sechs unterschiedliche Konsumententypen gibt:

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Anhand der Auswertung des “Customer-Journey-Typologie 2012” lässt sich erkennen, dass man trotz eines ausgeprägten Cross-Channel-Verhaltens nicht alle Konsumenten über einen Kamm scheren kann. Die Verbraucher kombinieren immer häufiger verschiedene Kanäle um Waren zu erwerben, sodass zwischen der Recherche, der Kaufanbahnung und dem letztendlichen Kaufimpuls teilweise weite Strecken zurückgelegt werden. So informieren sich beispielsweise 65% der Bevölkerung über stationäre Kanäle und kaufen ihre Produkte dann jedoch über das Internet.  Ebenfalls 65% der Konsumenten bevorzugen die umgekehrte Variante und holen sich Informationen über das World Wide Web ein, kaufen ihre Waren dann jedoch im stationären Handel. Aufgrund der unterschiedlichen Typen und der verschiedenen Möglichkeiten einzukaufen, sollten Händler und Onlineshops auf den Multi-Channel-Vertrieb setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für den Geschäftsführer der IFH Köln Dr. Kai Hudetz ist trägt eine vernünftige Strategie im Multi-Channel-Management entscheidend zum Erfolg bei:

Unternehmen sind gut beraten, ihre eigenen Marketing-, Informations- und Sales-Channels bestmöglich im Sinne der Kundengewinnung und Kundenbindung aufeinander abzustimmen und diese mit den Kanälen zu verzahnen, die ihre Zielgruppe nutzen.

Des Weiteren fand man bei der Studie heraus, dass Print-Publikationen immer noch eine wichtige Rolle bei den Verbrauchern spielen. Fast 80% der befragten Teilnehmer gaben an, dass sie sich vorrangig über den Katalog eines Anbieters informieren und die Produkte dann in einem stationären Laden erwerben. Die Quote in Bezug auf einen Onlineshop liegt gerade einmal 10% darunter. Die Studie macht deutlich, das Multi-Channeling für die meisten Konsumenten kein kurzer Trend ist, sondern vielmehr eine Art “Lebensphilosophie”, sodass die Händler sich einen Vorteil verschaffen können, indem sie auf die jeweiligen Zielgruppen und deren Werbeaffinität eingehen.

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