Social Media Marketing

Stars und Paid Groups: Facebook liefert Creators neue Monetarisierungsoptionen

Mehr Facebook Creators sollen nun das Monetarisierungs-Tool Stars nutzen können. Updates für den Brand Collabs Manager und das Creator Studio gibt es ebenfalls.

Facebooks HQ in Kalifornien, © Facebook

Creators sind eine extrem wichtige Gruppe für soziale Medien, weil sie das Engagement der Nutzerschaft mitbestimmen. Darüber hinaus sind sie selbst an einer Monetarisierung ihrer Inhalte interessiert. Daher bietet Facebook den Video Creators neue Möglichkeiten an, um Content zu monetarisieren, um mehr Zulauf zu erhalten und langfristig mitzuverdienen. Zu den Optionen gehören unter anderem bezahlte Gruppen und das lukrative Feature ,Stars‘.

Facebook möchte mehr Creators

Das Soziale Netzwerk hat diverse Optionen, um den Creators Reichweite zu bieten. Videospiel-Streamer können bei Facebook Gaming aktiv werden. Über Facebook Live lässt sich zudem der interaktive Echtzeitkontakt mit der Community halten. Der wohl größte Vorteil, den Facebook für Creators bietet, ist die enorme potentielle Reichweite bei der extrem großen Nutzerzahl. Allerdings sind viele davon nicht besonders aktiv. Problematisch ist für die Plattform, dass Creators in der Masse eher bei YouTube oder Twitch auftreten. Dort haben sie die Kombination aus relevanten Zielgruppen und ansprechenden Monetarisierungsmöglichkeiten.

Aus diesem Grund arbeitet Facebook immer wieder an neuen Optionen, mit denen Creators Geld machen können. Eine davon ist die Vergabe von Sternen an die Lieblings-Creators. Dieses Feature war zunächst den Gaming Creators vorbehalten. Mit den Facebook Stars können Zuschauer die Gamer bei Livestreams unterstützen. Sie können im Chat eingesetzt werden und pro Star zahlt Facebook dem Creator einen US Cent. Diese Creators haben ein entsprechendes Zahlungskonto auf dem Dashboard. Die Nutzer und Zuschauer hingegen können die Sterne im Paket erwerben – sodass auch Facebook gut daran verdienen kann.

Facebook Stars für Creators, © Facebook

So erhält der Creator bei 250 gesendeten Sternen 2,5 US-Dollar, der Rest geht an Facebook. Wie The Verge nun berichtet, soll diese Option nun auch anderen Video Creators eröffnet werden; allerdings vorerst nur einer kleinen Gruppe.

Weitere Optionen, um die Beziehung zu Fans zu monetarisieren

Während das Stars Feature bereits eine Chance bietet, um ähnlich wie bei YouTube über die Kommentarfunktion Einnahmen zu generieren, sollen Updates für den Brand Collabs Manager und das Creator Studio den Creators noch mehr Übersicht über die Monetarisierung verschaffen. So kann im Creator Studio geprüft werden, wie sich Einnahmen – zum Beispiel auch durch Ad Breaks – von Facebook, IGTV oder Instagram selbst zusammensetzen.

Einnahmeübersicht im Creator Studio von Facebook (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Facebook, Quelle: The Verge

Eine weitere Neuerung ist, dass die Creators bei ihren Inhalten Werbung integrieren können, die sie für weniger disruptiv halten. Also statt Mid-Roll Ads können Pre-Rolls oder auch Image Ads eingesetzt werden. Zusätzlich wird Facebook Paid Groups einführen, die laut Engadget bereits seit Juni getestet wurden. Ähnlich wie bei Fan Subsciptions müssten die Fans der Creators hier monatlich eine bestimmte Summe zahlen. Auch hier liegt der Preis nach ersten Erkenntnissen bei 4,99 US-Dollar pro Monat. Im Austausch für ihr Geld erhalten sie exklusiven Content, Rabatte bei Merchandise oder exklusiven Zugriff darauf usw.

Subscription Group bei Facebook, (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Facebook, Quelle: Engadget

So haben die Creators bei Facebook mit all diesen neuen Optionen, wenngleich sie zunächst auch manchen kleinen Gruppen vorbehalten sind, mehr Möglichkeiten an die Hand bekommen, um Inhalte zu Geld zu machen. Ob das allerdings tatsächlich Produzenten in der Masse von YouTube weglocken kann, bleibt fraglich. Zu sehr ist die Diskrepanz der Popularität von Facebook selbst und YouTube besonders bei jungen Nutzern spürbar. Wer allerdings die Möglichkeit hat, über verschiedene Plattformen seine Inhalte zu präsentieren, könnte dank all dieser Angebote sehr viel Geld mit Features wie Stars oder Paid Groups verdienen – während etwa bei YouTube weiter monetarisiert wird.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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