Marketing Strategie

Spenden per Sprachbefehl: Der Google Assistant macht’s möglich

Da Spenden für Non-Profit-Organisationen und Co. über die Sprachassistenz ermöglicht werden, sollten Organisationen zusehends auf ihre (Voice) SEO setzen.

Spenden über den Google Assistant ist nun möglich, Screenshot YouTube, © Google

Der Dezember ist traditionell eine Zeit des Gebens. Doch auch im jungen neuen Jahr lässt sich mancher User zum Spenden bewegen. Mit dem Google Assistant funktioniert das seit Dezember 2018 noch einfacher – per Sprachbefehl. Insgesamt bietet Google wohltätigen Organisationen einige Strategien, um Spenden zu generieren.

Voice soll das Spenden erleichtern

Der Google Assistant ermöglicht seit Dezember ganz simpel über einen einfachen Befehl eine Spende an eine wohltätige Organisation oder Non-Profit-Organisation zu geben. Wie 9to5Google berichtet, kann mit den Formeln „Hey Google, spende für eine Wohltätigkeitsorganisation“ oder „Ok, Google, mache eine Spende“ ein entsprechender Prozess angestoßen werden. Dabei muss natürlich das Payment-System beim Assistant aktiviert, also Zahlungsinformationen müssen hinterlegt sein. Dann können die Nutzer, wie das Beispiel aus den USA zeigt, auf Nachfrage der Sprachassistenz eine Organisation nennen.

Spenden mit dem Google Assistant, Quelle: 9to5Google

Es folgt der Vorschlag von zehn US-Dollar durch den Assistant. Diese Summen kann vom Nutzer dann geändert oder angenommen werden. Eine Zusammenfassung seiner Spende wird nochmals angezeigt, ehe mit der Antwort „Jetzt spenden“ oder „Ja“ der Prozess abgeschlossen wird.

Zusammenfassung zur Spende, Quelle: 9to5Google

Die Zuordnung der Spenden läuft über die Organisation Network for Good, wie Google betont.

Nonprofits are not endorsed by Google. Your donation will go to Network for Good (NFG), a US nonprofit donor advised fund, which makes grants to recommended charities NFG takes exclusive legal control of donations, and will appear on your receipt.

Diese Spenden können über das Smartphone und über Google Home-Geräte ausgeführt werden. Bei letzteren muss jedoch mit dem Smartphone zumindest die Bestätigung der Transaktion durchgeführt werden.

Technologische Spendenoptionen fordern Organisationen

Während Google mit dem Spenden via Sprachbefehl hofft die Hürden bei diesem Schritt zu senken, hatte Amazon für Alexa bereits im April 2018 einen ähnlichen Skill entwickelt. Da dank der vereinfachten Möglichkeiten eine Spende abzugeben möglicherweise auch ein Anstieg der Spendegelder zu erwarten ist, ist es für die Non-Profit- und Wohltätigkeitsorganisationen umso wichtiger digital präsent zu sein. Das heißt, gerade, wenn ein Nutzer eine Spende machen möchte, sich aber über den Nutznießer noch nicht im Klaren ist, wird er sich bei Google und Co. informieren; womöglich ebenso über Voice. Daher ist nicht nur die Suchmaschinenoptimierung extrem relevant für die Organisationen, sondern besonders eine, die sich an die Anforderungen der Sprachassistenzen richtet. Entscheidende Punkte hierfür können unter anderem diese sein:

  • mit Schema.org strukturierte Daten
  • Voice Snippets, beschleunigt durch AMP
  • das Verwalten der für die Ergebnisse relevanten Inhalte
  • ein natürlicher Schreibstil
  • die Konzentration auf die Erwartung der Suchenden

Die Ladegeschwindigkeit der Seite ist gerade im Kontext von Voice zentral. Außerdem ist hier eine simple Sprache vonnöten. Diese hilft zudem dabei, einem potentiellen Spender die eigenen Ziele schnell zu vermitteln.

Mit der Spendenoption über den Assistant erleichtert Google es Nutzern also sich mobil und digital großzügig zu zeigen. Davon können die vielen Organisationen, die Gutes tun, nur profitieren. Ihre Aufgabe besteht schließlich darin, sich den digitalen Rahmenbedingungen bestmöglich anzupassen, um Aufmerksamkeit für das wichtige Tun zu generieren. Hierfür bietet Google aber noch weitere Wege. So hat man im Sommer 2018 YouTube Giving eingeführt. Damit können die Produzenten von Videos oder in den USA qualifizierte Non-Profit-Organisationen Spendenaufrufe bei Videos und Livestreams integrieren. Mit Community Fundraisers etwa können verschiedene Produzenten oder Organisationen zugleich dieselbe Spendenaktion aufrufen.

Spendenaufrufe können inzwischen auch bei YouTube integriert werden, © Google

Mit derlei Möglichkeiten können die Organisationen ihrem Wirken mehr Präsenz – und im Bestfall mehr finanzielle Mittel – verleihen.

Letztlich zeigt sich anhand dieser Entwicklung aber auch, dass Voice-Funktionen in alle Lebensbereiche vordringen und im Jahr 2019 nur weiter an Relevanz gewinnen werden.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Ein Gedanke zu „Spenden per Sprachbefehl: Der Google Assistant macht’s möglich

  1. Dominik Johnson

    Cool Niklas! Wusste gar nicht, dass ihr das Thema Spenden via Voice beleuchtet habt, wurde kürzlich darauf aufmerksam gemacht. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dies für jede Branche von Relevanz sein wird und eine Ergänzung zu den bereits zahlreichen Angeboten bietet. Isabell hat dazu letztes Jahr im Mai auch geschrieben, allerdings die Thematik nicht aus dem Blickwinkel der „Voice SEO“, sondern dass das „Digital Fundraising“ viele Facetten hat und Alexa ein Teil davon ebenfalls ist: https://blog.fundraisingbox.com/spenden-mit-alexa-die-zukunft-spricht Da ich dieses Jahr in die Fundraising Branche gewechselt habe, freut mich dass Du dazu einen Beitrag verfasst hast. Bitte grüße Marc und Thomas von mir. Findest ja auch paar Artikel bei Euch von mir… So vom „Gastauthor“ zum Redakteur wünsche ich Dir und Eurem Team einen tollen Freitag.

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