Social Media Marketing

9 Social Media-Grundregeln für Fotografen

Viele Fotografen scheuen vor sozialen Medien zurück. Kannst du aber mit den Mechanismen umgehen und weißt, wie du dich als professioneller Fotograf am besten präsentierst, sind die Plattformen eine großartige Angelegenheit um deine Reichweite zu maximieren.

© JC Gellidon - Unsplash

Professionelle Fotografen haben es nicht einfach. Seit hochwertige und kostengünstige Spiegelreflexkameras sowie Smartphones den Markt erobert haben, macht nahezu jeder Fotos. Erschwerend hinzu kommt das Zusammenspiel mit den sozialen Bildernetzwerken wie Instagram, die immer mehr Nutzer anziehen. Fotografen sollten hier gewisse Do’s and Don’ts beachten, um sich bei all dem Grundrauschen auf Social Media mit ihrem Foto-Business durchzusetzen.

Do’s & Don’ts auf Social Media für Fotografen 

Hier erhältst du grundsätzliche Tipps für die Nutzung von Social Media, um dort als Fotograf Erfolg zu haben. Die Do’s and Don’ts richten sich dabei an Fotografen, die es bisher weitestgehend vermieden haben, Social Kanäle zu nutzen, aber auch an solche, die zwar präsent sind, aber noch nicht ganz genau wissen, wie die Mechanismen funktionieren.

Do‘s

#1 Wähle die relevanten Netzwerke

Auch, wenn es eigentlich klar sein sollte: Social Media ist gut nutzbar als Verlängerung deiner Website. Als professioneller Fotograf eignet sich daher Twitter nicht unbedingt für dich, es sei denn du bist extrem mitteilungsbedürftig und witzig. Dann kannst du natürlich von deinen Erlebnissen berichten. Andernfalls kommen etwa Instagram oder Pinterest für dich infrage. Ob Facebook in der Fotografenlandschaft von sehr großer Bedeutung ist, musst du selbst entscheiden. Tendenziell sollte jedes Business heute über einen Facebook-Account verfügen, doch brauchst du hierfür inzwischen eine ausgefeilte Strategie, denn die Facebook User sind Engagement-müde und geizen mit Interaktionen. Da du auf der Plattform jedoch nur sichtbar bist, wenn du für deine Fans relevant bist, kann da ein hartes Stück Arbeit auf dich zukommen.

#2 Bleibe sichtbar!

Stichwort Relevanz: Um für dein Publikum sichtbar zu werden und zu bleiben, musst du schon regelmäßig posten. Die Beiträge sollten dabei qualitativ hochwertig sein und sich in gewisser Weise von anderen Bildern deiner Nische abheben. Die Ansprüche auf Instagram etwa sind extrem hoch. Gelingt es dir nicht, dich hier gut zu positionieren, bleibst du nur einer von mehr als 800 Millionen monatlichen Usern. Das klingt nach einer Herausforderung und das ist es tatsächlich auch. Bewährte Strategien für Instagram sind inzwischen ausgefeilt und sehr umfangreich, da du auf Vieles achten musst. Dies in einem Bulletpoint abzuarbeiten, ist unmöglich. Daher empfehlen wir dir die Lektüre unserer erfolgreichen Insta-Guides:

  1. Der ultimative Instagram Hashtag Guide für 2018
    In diesem Guide räumen wir auf mit populären Mythen, erklären ausführlich die richtige Verwendung von Hashtags, listen gesperrte Hashtags und zeigen auf, wie du mithilfe der Tipps an Reichweite gewinnst.
  2. Für die perfekte Reichweite: Das sind die aktuellen Top Hashtags auf Instagram
    Wie die Headline vermuten lässt, dreht sich in diesem Beitrag alles um Hashtags auf Instagram. Nicht nur, dass wir dir aktuelle Nischenhashtags für einen schnellen Einstieg zur Verfügung stellen, auch bieten wir nützliche Hacks für mehr Erfolg auf der populären Plattform.

Trotzdem, grundsätzliche Tipps finden auch hier Platz: Regelmäßiges Posten auf Instagram beispielweise bedeutet ein bis zwei Beiträge am Tag. Ebenfalls immer wichtiger werden die Stories. Diese solltest du niemals vernachlässigen. Nur auf diese Weise generierst du Relevanz und Relevanz is King. Probiere hier unterschiedliche Zeiten und nutze Instagram mit einem Business-Profil, denn dann werden dir Analytics zur Verfügung gestellt, die dir Einblick über die Onlinezeiten deines Publikums und dessen Demographie geben.

#3 Interagiere mit deinem Publikum

Social Media ist ein Geben und Nehmen. Um auf dich aufmerksam zu machen und eine loyale Community aufzubauen, musst du dich engagiert zeigen und Beiträge anderer Nutzer liken oder kommentieren.

#4 Bring Traffic auf deine Website

Wie weiter oben schon angedeutet, solltest du Social Media als Verlängerung deiner Website sehen. Hier tummeln sich Millionen Nutzer, die du gezielt erreichen und dein Geschäft ankurbeln kannst. Je mehr Nutzer du mit deiner Arbeit ansprichst, desto mehr Traffic generierst du, was zu einem besseren Ranking führt und dir am Ende bestenfalls Kunden beschert. Aus diesem Grund solltest du einen Link zu deiner Website auf jedem deiner Social Accounts setzen.

#5 Kollaboriere mit anderen

Ebenfalls von großer Bedeutung ist, dass du mit anderen Fotografen zusammenarbeitest und sie nicht als Konkurrenz betrachtest. Kein Mitbewerber wird dir etwas wegnehmen, wenn du dich von ihm inspirieren und andere bestenfalls daran teilhaben lässt. Wertschätzung ist zweiseitig und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch andere deine Arbeit teilen. Schlussendlich profitieren alle von einer Zusammenarbeit und wer weiß, vielleicht kannst du dadurch ja sogar dein eigenes Netzwerk erweitern.

Dont’s

#1 Ändere nie deinen Stil für mehr Interaktionen

Gerade auf Instagram ist fast nichts wichtiger als ein konstistenter Feed. Verfolgen deine Beiträge keine rote Linie, solltest du das natürlich ändern. Was du jedoch nicht tun solltest, ist, dich verunsichern zu lassen. Es hat sich gezeigt, dass Travelfotografie ein sehr viel breiteres Publikum anspricht und entsprechend höheres Engagement fördert als Portraitfotografie etwa. Das solltest du wissen und damit leben, aber nicht deinen Stil ändern, nur weil du ebenfalls mehr Interaktionen haben möchtest. Hast du dir über Monate hinweg eine loyale Audienz aufgebaut, würdest du diese verschrecken, wenn du plötzlich anderen Content postest.

#2 Vermeide populäre Filter

Nur weil sie gerade total angesagt sind, musst du nicht auch die immergleichen VSCO- oder Instagram-Filter verwenden. Denk daran, dass du dich von der Masse abheben willst. Vergiss den Einheitsbrei und geh deinen eigenen Weg mit deinen eigenen Signature Presets. Oder du bist ein Fuchs und machst es wie der WM-Fotograf Paul Ripke: Dieser bietet seine Lightroom Presets neuerdings als App an.

#3 Verschwende nicht zuviel Zeit in sozialen Medien

Zugegeben, soziale Medien solltest du schon ernst nehmen, wenn du dein Business vorantreiben willst. Eine professionelle Präsenz auf Instagram beispielsweise kostet dich wirklich viel Zeit und Herzblut und ist beileibe kein Hobby – dafür hat sich die Plattform inzwischen zu sehr professionalisiert. Trotzdem solltest du dir genügend Zeit freihalten, um deinem Beruf nachgehen zu können. Social Media ist für dein Geschäft heutzutage zwar unerlässlich, aber das bedeutet nicht, dass du dich dem komplett verschreiben solltest.

#4 Verliere nie den Spaß an der Fotografie

Die Dynamiken auf Social Media Plattformen können einem schon von Zeit zu Zeit die Energie aussaugen. Manchmal erwartet man für Bilder mehr Engagement und manchmal reagieren die Follower anders als gedacht. Wenn du mal genug von sozialen Medien hast, gönn dir ruhig eine Pause. Wenn man nichts hat, was man posten könnte, dann muss man es auch nicht auf Teufel komm raus tun, nur um aktiv zu bleiben. Lass dir niemals den Spaß an deinem Job nehmen, bleib bei den Fotos, die dich glücklich machen und verbiege dich nicht für dein Publikum.

Brandbuilding, Reichweite verlängern, Umsätze steigern

Um ein breites Publikum erreichen und deine Brand ausbauen zu können, eignet sich nichts besser als eine Präsenz auf relevanten Social Media Plattformen. Hier kannst du mit deiner Zielgruppe in Interaktion treten, die Netzwerke als Trafficgenerator nutzen und deine Umsätze steigern. Wenn du die genannten Grundregeln für Fotografen auf den Plattformen beachtest, kann soviel eigentlich nicht mehr passieren. Natürlich bedarf jede Präsenz im Internet einer guten Strategie. Aber aller Anfang ist besser als gar keiner. Das Gute an Social ist, dass du im Grunde nicht viel falsch machen und dich ausprobieren kannst, um dich dort selbst zu finden.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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