Mobile Marketing

Smartphones – die neuen Conversion-Maschinen?

Kaum zu glauben, dass Smartphones in puncto Conversions Tablets den Rang ablaufen. Eine aktuelle Studie aber scheint genau dies zu belegen.

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(c) morgueFile / anitapatterson

PCs, Smartphones und Tablets – was denkt Ihr: Auf welchem Gerät können im Allgemeinen die höchsten Conversion-Raten erzielt werden? Nur die Wenigsten werden hier vermutlich das Smartphone nennen. Denn die Zahl der User, die wirklich Transaktionen auf ihrem Smartphone abschließen, dürfte in der Realität doch eher gering sein. Der Screen ist im Allgemeinen doch sehr klein und somit nicht für (bisweilen) kompliziertere Kaufvorgänge geeignet. Außerdem werden Smartphones ja in erster Linie “on-the-go” genutzt, und für Produktkäufe gönnt man sich für gewöhnlich doch etwas mehr Ruhe und Zeit.

Anteil der E-Commerce-Transaktionen ist auf Smartphones doppelt so hoch wie auf Tablets

Umso erstaunlicher sind jetzt die Daten, die ComScore in einer Studie zu den Mobile-Commerce-Verkäufen in den USA ermittelt hat. Demnach ist der Anteil der E-Commerce-Transaktionen, die auf Smartphones stattfinden, fast doppelt so hoch wie bei Tablets. Das überrascht auf den ersten Blick. Hinzufügen sollte man an dieser Stelle aber, dass der komplette Mobile-Anteil immer noch unter zehn Prozent liegt. E-Commerce findet also weiterhin vornehmlich am Rechner statt.

ComScore schätzt, dass sich die Einnahmen aus dem M- und E-Commerce im ersten Halbjahr 2013 in den USA auf 10,6 Milliarden Dollar belaufen. Sechs Prozent davon entfallen auf die Smartphones, 3,5 Prozent auf Tablets.

Der folgende Screenshot zeigt die Verteilung der Anteile für die verschiedenen Bereiche. Im Mobile Commerce sind Ticketverkäufe für Veranstaltungen ein erfolgreiches Segment: 15,4 Prozent der Verkäufe entfallen auf diese Kategorie.

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Die Erklärung, warum Smartphones gegenüber Tablets vorn liegen, könnte auch mit den absoluten Zahlen begründet werden. Aktuell sind einfach wesentlich mehr Smartphones als Tablets im Gebrauch. Experten nennen eine Zahl von rund 150 Millionen Smartphone-Nutzern in den USA. Bei den Tablets liegt der Wert demnach etwa bei 85 Millionen. Oder wie erklärt ihr euch die Ergebnisse der Studie?

Ein Gedanke zu „Smartphones – die neuen Conversion-Maschinen?

  1. Michael Marheine

    Ein weiterer Grund wird auch darin liegen, dass man das Smartphone eigentlich den ganzen Tag in der Hosentasche, Jackentasche oder Handtasche bei sich trägt. Selbst in Meetings und ins Auto … zur Mittagspause … immer haben wir es eigentlich direkt in den Händen oder zumindest “am Mann”.

    Wir sind neugierige “Tiere” und brauchen die Informationen zu unserer Umwelt ständig, damit wir ein sicheres Gefühl haben, auf alle Eventualitäten reagieren zu können. Wir wollen alle Infos haben, damit wir immer einen “Fluchtweg” wissen.

    Deshalb schauen wir auch regelmäßig auf die Uhr und auf das Display, ob nicht irgend etwas aus dem Ruder zu laufen scheint.

    Beim Tablet ist dies grundsätzlich anders. Nur ganz wenige nutzen es um Fotos zu schiessen und zu Telefonieren … es wird auch in den Kernzeiten eher ab 17 h bis 21 h eingesetzt, was eigentlich der Zeit zuhause auf der Couch entspricht. Es ist also die kleine und mobile Surfstation für zuhause, ganz entgegen der Rund-um-die-Uhr-Nutzung des Smartphones, welches bei manchen Personen das Festnetz komplett ersetzt hat und nie ausgeschaltet, gar als Wecker genutzt wird.

    So betrachtet gibt es deutlich mehr Kontakte zu Smartphone-Nutzern über den kompletten Tag, als zu Tablet-Nutzern eher nur am Abend.

    Michael Marheine

    Autor bloggt auf eigenen Plattformen zu Social Media und Online-Marketing bzw. ähnlichen Themen mit Berührungspunkten. Unter anderem auf http://www.social-media-online-marketing.com

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