Social Media Marketing

Sharen ist sexy: Facebook gestaltet Buttons neu

Alles neu macht der Winter: Facebook überarbeitet das Design seiner Buttons. Leider fällt damit aber auch die eine oder andere Funktion weg.

© econsultancy.com

Bereits vergangene Woche kündigte Facebook auf dem eigenen Entwickler-Blog, dass es an der Zeit wäre, den berühmten Like- und Teilen-Buttons ein neues Design zu verpassen. Laut Facebook werden diese Buttons “über 22 Milliarden mal täglich auf über mehr als 7,5 Millionen Webseiten” gesehen. Aktive Social Sharing Buttons auf einer Website stellen eine simple, aber effektive Möglichkeit dar und erlauben Nutzern, Inhalte, auf den Seiten ihrer sozialen Netzwerke zu teilen. Das führt wiederum zu weiterem Traffic auf der eigentlichen Webseite.

Die meisten Webseitenbetreiber stellen immer wieder fest, dass es genau diese Buttons sind, die den meisten Traffic auf ihre Webseiten bringen. Eine Studie, die kürzlich von Shareaholic anhand von 200.000 Verlagen durchgeführt wurde, ergab, dass der Traffic über Facebook zwischen September 2012 und 2013 um mehr als 58,81 Prozent gestiegen sei. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass Facebook den Buttons irgendwann einen neuen, moderneren Look verpasst. Aber was genau wurde nun geändert?

Einigen ist der Unterschied zwischen dem Like- und Share-Button noch nicht ganz klar, denn wenn man etwas liked, teilt man es ja auch zeitgleich mit seiner Community in seiner eigenen Timeline.

Der Unterschied macht’s

Beim “Liken” einer Webseite oder anderem Beitrag wird das zwar im eigenen Stream angezeigt, aber mehr auch nicht. Wenn man einen Beitrag oder eine Seite teilt, dann gibt es immer die Möglichkeit, noch einen personalisierten Text hinzuzufügen, bevor der Beitrag auf der eigenen Timeline, die eines Freundes, in einer Gruppe oder auf einer Facebookseite erscheint. Es ist sogar möglich, einen Beitrag als private Nachricht zu teilen und diesen mit einer Notiz zu versehen.

Was ist also neu? Die wichtigsten Neuheiten betrifft eigentlich nur das Design der Buttons. Beide sind jetzt in Royal-Blau mit einer weißen Schrift anstatt in der klassischen blauen Schrift und ebenfalls blau umrandet. Sie stehen mehr hervor und man könnte meinen, dass es Absicht ist um mehr Klicks zu generieren. Die vier Varianten des Layouts für beide Buttons sind:

  • Single Button ohne Zähler
  • Single Button mit Zähler auf der rechten Seite
  • Single Button mit Zähler oben
  • Beide Buttons zusammen (mit den oben genannten Optionen)

Die neuen Designs sind ab sofort zu implementieren. Sollten Sie bereits über diese auf Ihrer Website verfügen, werden Sie feststellen, dass sie sich in den nächsten Wochen nochmals verändert werden.

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Senden oder nicht senden, das ist hier die Frage

Viele Webseiten haben den Senden-Button implementiert. Diese nützliche Funktion gibt Nutzern die Möglichkeit, Inhalte an einen oder mehrere Freunden, entweder über eine Facebook-Nachricht, an eine E-Mail-Adresse oder direkt in eine Facebook-Gruppe zu teilen. Das ist insofern sehr praktisch, weil es Nutzern erlaubt, auch Inhalte mit bestimmten Freunden aus ihrer Community zu teilen, die sie nicht direkt auf ihrer Facebook-Timeline für alle öffentlich machen möchten.

Im Rahmen der angekündigten Änderungen bezüglich des Share-Buttons hat Facebook erklärt, dass dieser nun den Senden-Button ersetzt. Er wird automatisch aktualisiert, wenn es soweit ist. Das bedeutet aber auch, dass es nicht mehr möglich sein wird, Inhalte an beispielsweise eine E-Mail zu senden.

Facebook Sharing-Checkliste

Zeitgleich hat Facebook seinen Entwicklern eine Art “Teilen-Checkliste” zur Verfügung gestellt, wie sie ihre Webseite oder Apps optimieren können, um mehr Traffic zu generieren. Auch wenn diese sieben Punkte Liste auf dem Entwickler-Blog geschrieben wurden, ist sie doch auch für Marketing-Experten nicht unwichtig, enthält sie doch einige “Best Practise” Beispiele.

Hier eine kleine Zusammenfassung der sieben Punkte:

  • Like- und Share-Buttons sollten zusammen angezeigt werden. Das lässt dem Nutzer mehr Auswahl.
  • Bilder sollten mindestens 1200×620 Pixel groß sein. Damit sehen Fotos viel besser aus, wenn sie auf hochauflösenden Geräten angezeigt werden. Das absolute Minimum sind Bilder mit 600×315 Pixel Größe, damit sie auch im großen Format gut aussehen. Alles was kleiner ist wird zwar auch angezeigt, hat aber nicht den selben Effekt.
  • Die richtigen Open Graph Tags verwenden. Diese HTML Tags erlauben die Steuerung der Content Darstellung in der Preview wenn es ans teilen geht. Es gibt eine Reihe von grundlegenden Tags, die verwendet werden sollten, sowie optionale Tags, die helfen die Verteilung und das Engagement zu verbessern.
  • Das Open Graph Debug Tool nutzen. Dieses praktische Werkzeug scannt schnell alle Website-URLs und zeigt, wie sie von den Facebook-Crawler wahrgenommen werden. Etwaige Fehler werden schnell erkannt und können dann leichter behoben werden.
  • Insights helfen beliebte Inhalte zu finden. Facebooks Insights Tool ermöglicht es festzustellen, welche der eigenen Inhalte beliebt sind und welche nicht.
  • JavaScript event tracking einbinden, um die Nutzung von Plugins in Echtzeit zu verfolgen. Dadurch kann man in Echtzeit verfolgen, was auf der eigenen Webseite passiert.
  • Die integrierte Übersetzung nutzen. Das ist hilfreich für Websiten, die mehrsprachig sind. Damit werden die Inhalte in die jeweilige Zielsprache übersetzt.

Es lohnt sich auch den Rest der Checkliste durchzugehen und sicherzugehen, dass die Setzung der Buttons auf einer Webseite optimal ist. Das Verstecken am untersten Platz einer Webseite ist eher kontraproduktiv. Am besten sind sie oben neben dem Titel platziert. Dort liefern sie schnell die gewünschten Ergebnisse: Mehr Reichweite und mehr Traffic.

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