Social Media Marketing

Seiten, die Fake News teilen, dürfen auf Facebook nicht mehr werben

Im Kampf gegen die Fake News auf der Plattform verhängt Facebook eine drastische Maßnahme: keine Ads für Seiten, die wiederholt Fake News verbreiten.

Facebook Logo im HQ, © Facebook

Um der Falschmeldungen im Sozialen Netzwerk Herr zu werden, hat Facebook eine Reihe von Vorkehrungen getroffen. Die jüngste untersagt bestimmten Seiten ab jetzt das Werben auf der Plattform – und zwar dann, wenn mehrfach Fake News geteilt wurden. Dieser Schritt soll die Qualität der Inhalte auf Facebook verbessern, selbst wenn es auf Kosten der Werbeeinnahmen geht.

Facebook möchte jeden Anreiz für Fake News und deren Verbreitung verhindern

Dass Facebook sich großen Einbußen bei den Werbeeinnahmen gegenübersehen wird, ist wohl nicht anzunehmen. Immerhin würden die Advertiser wohl eher darauf verzichten, fragwürdige News zu teilen als auf die mitunter lukrative Marketingplattform, die Facebook darstellt. Und genau auf diesen Effekt hofft das Unternehmen. Die Produktmanager Satwik Shukla und Tessa Lyons gaben gestern im Blogpost bekannt, dass eine Advertising-Sperre für die Seiten bestehen wird, die wiederholt als falsch deklarierte Meldungen teilen. So heißt es:

Now, if a Page repeatedly shares stories that have been marked as false by third-party fact-checkers, they will no longer be able to buy ads on Facebook. If Pages stop sharing false news, they may be eligible to start running ads again.

Die Verbreitung von Falschmeldungen vor allem über die Sozialen Netzwerke erfreute sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit und hat auch viele Marketer ob der Qualität und Seriosität der Inhalte, neben denen ihre Werbung auftaucht, stutzig werden lassen. Facebook hat sich seit längerem dem Kampf gegen die Fake News verschrieben und setzt dabei auf eine Prüfung der News auf der Plattform durch Dritte. Dem Blogeintrag zufolge wolle man nun jegliche Anreize für das Erstellen und Verbreiten von Fake News eliminieren, zum Wohle der (Online-)Gesellschaft. Dabei will man vonseiten des Unternehmens:

  • die ökonomische Motivation für die Fake News-Kreation verringern
  • neue Produkte erstellen, die der Verbreitung von Falschmeldungen entgegenwirken
  • den Leuten aktiv dabei helfen, sich bei der Konfrontation mit Fake News angemessen zu verhalten

Insgesamt hofft Facebook mit der neuesten Maßnahme auch eine kritischere Facebook-Community zu formen. Das erhöhte Risiko für Facebook-Seiten dürfte eine stärkere Sensibilisierung für falsche Meldungen auf jeden Fall fördern.

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