Suchmaschinenmarketing

Searchless Search: Der Trend zur intelligenten Suche setzt sich 2015 fort

Der Trend zur intelligenten Suche setzt sich Experten nach 2015 fort. Dabei gilt: Je schlauer die Such-Technologie, desto zufriedener der Kunde, desto höher die Verkaufszahlen.

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Die “Searchless Search” ist eine Vision von Google’s Gründer Larry Page. Sein Ideal einer Suchmaschine, das Page vor einigen Jahren definiert hat, liefert nicht nur eine Reihe an Suchergebnissen zu einem bestimmten Keyword, sondern liest dem Nutzer im Idealfall seinen Wunsch bereits beim Tippen von den Fingern ab, bevor seine Suchanfrage überhaupt eingibt. Trotz großer Fortschritte in Richtung virtueller Assistenten und Such-Technologien, die immer besser in der Lage sind, kontextsensitiv zu reagieren, sehen die internen Suchmaschinen von Online Shops mau aus: die Suchleiste ist meist gar nicht bis schwer zu finden – und die Suche selbst ist in vielen Fällen von Larry Page’s Vision weit entfernt.

Die Shop-Suche und die Suchergebnisseiten werden noch immer stiefmütterlich behandelt. Dabei liegt hier eine echte Goldgrube: “Even the biggest online retailers miss the boat when it comes to providing highly relevant results based on a shopper’s search terms. Yet this single page can drive a significant amount of conversions for even the smallest of online stores”, berichtet Pamela Hazelton von PracticalEcommerce.

Darf’s noch etwas mehr sein? Content-Empfehlungen müssen zum User passen

“Die Entwicklung von Searchless Search wird uns 2015 weiter stark beschäftigen. Ob als Hardwarelösung, kontextsensitiver Hinweis oder als Social Media-Feed. Vor allem die klassischen Medien sollten überlegen, wie sie diesen Trend zum absichtslosen Suchen und Finden weiter in ihre Produkte und Dienste integrieren können”. Für Klaus Goldhammer, dem Geschäftsführer der Unternehmensberatung Goldmedia, ist klar, dass die absichtslose Suche im kommenden Jahr noch stärker im Online-Bereich Form annehmen wird.

Was bedeutet das für das Online Marketing und die User Experience in Shops und Portalen? Zunächst einmal ist es wichtig, den User möglichst proaktiv abzuholen, während er sich noch sehr früh in der Informationsphase befindet. Leichter gesagt als getan, denn wenn der Nutzer auf die Unternehmensseite kommt, ist er von Google’s Searchless Search bereits so verwöhnt, dass er voraussetzt, hier ebenfalls den gleichen Komfort geboten zu bekommen. Auto Complete Vorschläge und eine Krümelpfad-Navigation (Breadcrumb) sind dabei nur der Anfang. Dabei darf es einerseits ruhig etwas mehr sein – je granularer ein Filter zur Eingrenzung der Suchergebnisse desto besser – allerdings dürfen sowohl die Content- und Produktempfehlungen als auch die Funktionen auf der Seite den User nicht erschlagen oder nerven.

“Not all features work for every store, and implementing every possible feature in search results pages can be overkill. If you cater to a niche market, though, use labels and filters that are important to your user base”, empfiehlt Pamela Hazelton. Eine Such-Technologie muss “jederzeit unfassbare Mengen an Informationen filtern und äußerst kommod übermitteln können […] Größte Herausforderung ist, Such­informationen und automatisierte Empfehlungen so [zu präsentieren] , dass die Nutzer nicht überfrachtet werden oder, schlimmer noch, milde Formen von Verfolgungswahn entwickeln”, fügt Klaus Goldhammer hinzu.

Ihre größte Wirkung entfalten Such- und Filterfunktionen im Fashionbereich, wo nach Farbe, Größe und weiteren Kriterien sortiert werden kann und kontextsensitive Empfehlungen generiert werden können. (Foto: Edited.de)

Ihre größte Wirkung entfalten Such- und Filterfunktionen im Fashionbereich, wo nach Farbe, Größe und weiteren Kriterien sortiert werden kann und kontextsensitive Empfehlungen generiert werden können. (Foto: Edited.de)

Integrierte Mehrwerte machen attraktiv

Ihre größte Wirkung entfalten Such-Funktionen im Online-Shopping. Dabei lassen sich Anreize schaffen, indem auf der Suchergebnisseite zu einem bestimmten Produkt alternative Farben oder Größen angezeigt werden, sodass der Nutzer sich Klickzeit und ein Springen zwischen den einzelnen Produktseiten erspart – oder gleich mehere Produkte in den Warenkorb legt. Mehrwerte zahlen sich aber auch auf anderen Seiten aus: Lesenswerte Artikel zum selben Thema, Verweise auf weiterführende Informationen – Such-Technologien und Content-Empfehlungen hängen eng zusammen und bieten vielfältige Chancen. Eines ist klar: Je schlauer die Such-Technologie, desto zufriedener der Kunde und desto höher die Sales.

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