Suchmaschinenmarketing

Prallgefüllte Warenkörbe dank SEO? So geht’s!

SEO – nach wie vor fester und wichtiger Bestandteil der Conversionkette. Aber direkter Sales-Treiber im E-Commerce? Trond Lyngbø sagt ja!

Warenkörbe

Foto: lusi / rgbstock.com

SEO ist mancher Unkenrufe zum Trotz nach wie vor fester und wichtiger Bestandteil der Conversionkette. Aber ein direkter Sales-Treiber im E-Commerce? Trond Lyngbø sagt ganz klar Ja! Der Senior SEO Strategist von Metronet Norge hat für Search Engine Land 17 Best Practices zusammengetragen, mit denen E-Commerce Sales verdoppelt werden können. Wir haben einen Blick darauf geworfen und sagen euch, wie ihr dank SEO für prallgefüllte Warenkörbe sorgen könnt, die erfolgreich durch die Kasse geschoben werden.

„Nicht verfügbar“: Was tun mit den Produkt-Landingpages?

Die Warenbestände gehen, die Produkt-Landingpages bleiben. Doch was tun mit diesen Seiten? Keinesfalls löschen, verstecken oder einen Redirect auf andere Produktseiten setzen, rät Trond Lyngbø. Genauso wenig sollte man aus Verlegenheit andere Produkte auf die Seite packen. Lieber mit offenen Karten spielen und auf der Seite Alternativen anbieten, bis die Produkte wieder „in stock“ sind. Alternativen könnten sein:

  • Neuere Modelle/Versionen des aktuellen Produktes.
  • Selbes Produkt in anderen Ausführungen, z.B. Farben.
  • Identische Produkte anderer Marken.
  • Produkte innerhalb derselben Kategorie, die in Qualität und Preis vergleichbar sind.

Gerade im Fashion- und Consumer Electronics-Bereich sind Produkte nur kurze Zeit verfügbar und werden durch neue Trends und Updates ersetzt. Werden alte Modelle durch neue ersetzt, dann sollte mit 301 redirects gearbeitet werden. Google erkennt dann, dass die neue Seite anstelle der alten gerankt werden soll. Ein weiteres Plus für den SEO Value. Hat man keine Alternativprodukte, sollte die Seite mithilfe eines 410 Status Code gelöscht werden, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Seite dauerhaft aus dem Index verschwindet.

Insgesamt sollte der Service- und Mehrwert-Gedanke für seine Kunden in den Vordergrund gestellt werden. Schöner Nebeneffekt fürs Ranking: Durch die internen Querverweise auf sein Produktportfolio wird die Linkstruktur des Shops aufgewertet und hilft Suchmaschinen, die Seitenstruktur besser zu verstehen. Trond Lyngbø sagt hierzu:

You’re providing customers a great service and they’ll appreciate it. It also helps search engines find relevant pages and understand your site structure better.

User Generated Content: Lasst Kunden sprechen

Die Frage nach Inhalten, die der Zielgruppe schmecken, erübrigt sich, wenn man die Zielgruppe selbst zu Wort kommen lässt. Viele Marketer schrecken vor User-Inhalten zurück – zu Unrecht, wie Lyngbø findet:

Don’t shy away from user-generated content – unless you’re afraid of honest opinions about your products and services.

Die Vorteiler der nutzergenerierten Inhalte liegen – gerade für Retailer und Anbieter im Bereich Consumer Goods – auf der Hand. Der User-Content ist kostenlos, unique, frisch, werbefrei und hält die Seite lebendig. Positive Reviews haben Synergieeffekte auf andere Interessenten, die ebenfalls kaufen wollen. Wer dann noch Social-Media-Funktionen auf seinen Produktseiten integriert, inspiriert Kunden dazu, viral über die einzelnen Netzwerke weitere Mundpropaganda zu betreiben.

Trond Lyngbø bezeichnet das als „new SEO“ und mahnt Suchmaschinenoptimierer, nicht nur die technischen Aspekte der Website, sondern auch die Psychologie der Webseitenbesucher zu verstehen:

The new SEO requires that you think about the psychology of your visitors more than the technology of your website.

Vertrauen ist gut – Datenanalyse und Informationsarchitektur sind besser

Good information architecture, website structure and internal link architecture are critical to rank new product pages well. […] Optimize your website theme so that new products are always presented on your home page where they’ll get found and indexed. A good internal link architecture will get your new product pages indexed and ranked quickly.

Wer Zeit in die Modellierung der Informationsarchitektur seines Shops investiert, bekommt seine Produktseiten schneller gecrawlt und indiziert. Das wirkt sich positiv auf das Ranking aus.
Es ist zudem wichtig, dass nicht nur für externe Suchmaschinen optimiert wird, sondern auch auf eine optimale interne Suche Wert gelegt wird. Viele Shopbetreiber verspielen die Chance auf Conversions, weil die Suchtreffer nicht zu dem passen, was der User eigentlich gesucht hat. Bei der Verschlagwortung seiner Produkte und bei den AutoComplete-Vorschlägen sollten sprachliche Varianten und Vertipper berücksichtigt werden:

People searching with misspellings, synonyms, hyphenation or spacing errors are not taken tot he appropriate product pages. They should be.

In Sachen Datenanalyse hat Trond Lyngbø ein paar brauchbare Ratschläge, die SEOs beherzigen sollten. Dazu gehört die regelmäßige Prüfung auf 404 Fehler, die Performance einzelner Seiten in den SERPs und – ganz wichtig – die Analyse interner Suchanfragen auf der Seite. Hier lassen sich die populärsten Suchbegriffe, Phrasen und besuchte Webseiten ausmachen.

Allerdings ist das ganze Monitoring wertlos, wenn nicht zügig die richtigen Schlüsse gezogen werden, daher gilt:

Just monitoring data isn’t enough. You must identify the actionable items to keep improving. Know what to look for and why. Spot problems with indexing, duplicate content, manual penalties from Google and more. Fix the problems promptly.

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