Marketing Strategie

Marketing um den Hype: Telekom verschenkt Datenvolumen an Pokémon Go-Spieler in den USA

Die US-Tochter der Deutschen Telekom stellt für seine Pokémon Go spielenden Kunden kostenloses Datenvolumen zur Verfügung – eine Frage der Zeit, bis auch deutsche User davon profitieren?

© Flickr / Mike Mozart, CC BY 2.0

Als erstes Mobilfunkunternehmen bietet die US-Tochter der Deutschen Telekom seinen Kunden kostenloses Datenvolumen an, um Pokémon Go spielen zu können. Zwar ist das nicht das erste Angebot dieser Art des Anbieters, doch ist es eine gelungene Marketing-Aktion, die sich den derzeit größten Hype zunutze macht.

Kostenloses Datenvolumen – Hype erfolgreich genutzt

In der gesamten Geschichte gab es keine App, die erfolgreicher war als Pokémon Go. Nachdem bereits viele Brands den Hype für ihre Eigenvermarktung genutzt haben, steigt auch T-Mobile nun ein – und das mit einem unschlagbaren Angebot: In den USA hat die US-Tochter schon vor einiger Zeit den T-Mobile Tuesday eingeführt, zu dem auch eine App gehört, in der der Anbieter wöchentlich aktuelle Angebote veröffentlicht. Der nächste T-Mobile Tuesday greift den Pokémon Hype auf: Das Mobilfunktunternehmen bietet Spielern kostenfreies Datenvolumen für Pokémon Go an. Die Aktion gilt zwar nur in einem begrenzten Zeitraum, der mit knapp einem Jahr jedoch recht lang ist. Neben dem Datenvolumen, das exklusiv für T-Mobile Kunden gilt, gibt es auch starke Rabatte auf Powerbanks, Taxifahrten und Gewinnspiele. So bekommen 250 Teilnehmer 100 Dollar, die sie in Pokecoins anlegen können, und fünf Gewinnspielteilnehmer gewinnen eine Reise innerhalb der USA, um dort dann auf Pokémonjagd zu gehen.

Da die App GPS-basiert ist und überwiegend auf mobile Daten zurückgreift, ist das Volumen schnell am Limit. Das Angebot wird damit nicht nur US-Kunden der Deutschen Telekom glücklich machen, sondern ist ebenfalls ein sehr gelungener PR-Coup – wenn auch T-Mobile in den USA nicht zum ersten Mal kostenloses Volumen zur Verfügung stellt. Auch hierzulande greift der Hype um sich wie kein anderer zuvor und es ist eine Frage der Zeit, bis auch deutsche Mobilfunkanbieter sich an Aktionen beteiligen.

The Verge gibt allerdings vor dem Hintergrund der Gefährdung der Netzneutralität zu bedenken, dass freies Datenvolumen, das sich auf eine App beschränkt, kein sehr guter Einfall ist. Denn das Angebot ist gesponsert und auf einen Mobilfunkanbieter beschränkt, der Apps und Webseiten somit bevorzugen oder benachteiligen kann.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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