Social Media Marketing

Seltene Insights: Wie Pinterest unter der Hand bei Werbekunden pitcht

Die Präsentation gibt eingehend Aufschluss darüber, wie Pinterest Werbekunden akquiriert und zeigt auf, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten.

© Flickr / Jordi A. Sintes, CC BY-SA 2.0

Nachdem Pinterest im vergangenen Jahr viel dafür getan hat, die Plattform monetarisieren zu können, indem etwa Targeting Tools oder Buyable Pins implementiert wurden, zeigt ein nun aufgetauchtes Pitch Deck, wie das Netzwerk Werbekunden gewinnen will und sich dabei selbst darstellt. Unternehmen, die sich noch nicht im Klaren darüber sind, ob Pinterest etwas für ihre Social Media Strategie ist, erhalten hier unter anderem Antworten.

So zeigt die Präsentation, die Digiday vorliegt, etwa spezielle Exklusiv-Angebote an große Werbekunden, die das Netzwerk gewinnen will und die Anzeigemöglichkeiten, an denen Pinterest im vergangenen Jahr gearbeitet hat. Dabei enthalten ist beispielsweise ein Digital Couponing Service, wie er bereits von diversen Apps, wie der von Burger King, bekannt ist: Beim Vorzeigen des digital Coupons bekommt der Kunde Rabatte. Da Pinterest eine Plattform für User darstellt, die Produkte pinnen um sie später zu erwerben, wäre dies eine ausgesprochen gute Schnittstelle für das Cross Channel Marketing. Weiterhin werden unter anderem auch die neuen Targeting- und Messmöglichkeiten für Erfolge von Anzeigen dabei herausgestellt. Natürlich darf in solch einem Pitch die Darstellung der eigenen Plattform nicht fehlen und so zeigt das Netzwerk, das sonst eher spärlich mit eigenen Daten ist, sich bei der Präsentation von einer anderen Seite und erlaubt tiefe Einblicke.

Präsentation für Royal Canin erlaubt unübliche Einblicke

Das Pitch Deck, mit dem Pinterest Royal Canin, einen der größten Futtermittelhersteller für Haustiere, als Werbekunden gewinnen will, gibt detaillierte Insights zu den Zielen und Errungenschaften der Plattform sowie Nutzern und deren Interessen.

User und Haustiere

Die Mitgliederanzahl von Pinterest beläuft sich derzeit auf circa 100 Millionen, von denen mit 21,8 Millionen mehr als 20 Prozent an Tieren interessiert sind. Frauen über 35 Jahren mit einem Haushaltseinkommen von mehr als 100.000 Dollar halten sich demnach mit einer 36-prozentigen Wahrscheinlichkeit eher auf der Plattform auf als auf anderen Netzwerken und Hunde sind geringfügig beliebter als Katzen.

Pinterest-Pets-Digiday

© Digiday.com

Kein Social Network

Pinterest sieht sich selbst als wertvollen Trafficlieferanten für Online-Retailer, weshalb es auch in folgendem Slide nochmals darauf eingeht, kein soziales Netzwerk zu sein.

Pinterest-Pitch-Digiday

© Digiday.com

Die Plattform steht also irgendwo zwischen Social und Search Engine. Während Facebook Nutzer auf dem sozialen Netzwerk eher nicht zum Shoppen sind, sondern den Socialriesen eher als Newsaggregator nutzen, sind Pinterest User offen für Neues und pinnen sich Produkte, über die sie unter anderem in Shops stolpern, auf ihre Pinnwände. 75 Prozent des Contents ist hier gebrandet und die populärsten Kategorien sind neben weiteren Fashion, Innendesign, Fitness und Reisen.

Digitale Coupons & Cinematic Ads

Ganz neu im Anzeigen-Angebot sind die digitalen Coupons, die Marken verwenden können, sofern sie über einen Drittanbieter-Service für eben solche verfügen. Die Coupons können etwa im neuen Anzeigenformat Cinematic Pins integriert werden. Diese sind GIF-artige Pins, die sich beim Scrollen mitbewegen und statisch sind, sobald das Scrollen aufhört.

Pinterest-Coupon-Deck-Digiday

© Digiday.com

Targetingverhalten 

Basierend auf den Pinaktivitäten der Nutzer hat Pinterest jüngst seine Targetingmöglichkeiten verbessert, so dass Advertiser die detaillierten Informationen über das Verhalten nun zum genaueren Ausspielen von Anzeigen nutzen können.

Pinterest-Behavior-Digiday

© Digiday.com

Investitionen zahlen sich aus

Mit dem folgenden Diagramm verdeutlicht die Plattform, dass es sich auszahlt, für Anzeigen auf Pinterest zu zahlen. So liegt die organische Reichweite mit knapp 3.000 Posts über ein Jahr im Schnitt bei etwa 1,2 Millionen Usern, während Marketer mit nur 80 Promoted Pins 10 Millionen Nutzer erreichen. Zwar können Brands sich eine solide Präsenz mit Earned Media aufbauen, doch ist Paid weitaus effektiver, so Sean O’Neal, President bei Adaptly, einer Marketingplattform, mit der Pinterest zusammenarbeitet.

Pinterest-paid-Digiday

© Digiday.com

Den Bestrebungen Pinterests nach zu urteilen gewinnt die Plattform derzeit auf internationaler Ebene etwas an Fahrtwind. Allerdings sollte man das Tempo bei der Entwicklung neuer Tools und Möglichkeiten hin zu einem Werbenetzwerk im Hinblick auf die große Konkurrenz an anderen visuellen Netzwerken anziehen. Denn dann könnte Pinterest tatsächlich als wertvoller Trafficlieferant fungieren und an Relevanz im Retailbereich gewinnen.

Quelle: Digiday

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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