Social Media Marketing

Pinterest-Geschäftsbedingungen: Der Kauf von Followern wird neuerdings bestraft

Ob Facebook oder Twitter – in den sozialen Netzwerken kann man für wenig Geld viele Freunde und Follower erwerben. Pinterest macht das nicht mit.

Es kommt leider immer häufiger vor, dass sich Brands und Unternehmen Freunde, Follower oder Likes für ihre Social-Media-Seiten erkaufen. Dieses Vorgehensweise ist schon lange kein Geheimnis mehr. Vor allem die Social Media Plattformen Twitter, Youtube, Facebook oder Instagram sind für solche Geschäfte prädestiniert. Unternehmen bieten auf diesen Netzwerken für wenig Geld (ab fünf Euro) diese Dienstleistungen an. Das heißt, für einen kleinen Aufwand erhalten die entsprechenden Profile von Unternehmen und Marken “künstlich” auf einmal viele neue Anhänger. Dieses hat den Vorteil, dass die Profile vertrauenswürdiger wirken und durch die Vernetzung zu einer gewissen Beliebtheit gelangen. Bei Pinterest soll dies aber nicht möglich sein. Die Verantwortlichen sind strikt gegen das Erkaufen von Followern und haben die Pinterest-Nutzungsbedingungen dementsprechend angepasst.

Konsequenzen bei Vergehen

In den neuesten Geschäftsbedingungen verurteilt das soziale Netzwerk solche künstlich erworbene Beliebtheit. In anderen Worten: User können bei Pinterest keine neuen Follower oder Shares kaufen. Ein Sprecher des Netzwerkes sagte vor Kurzem:

Mit unseren neuen Geschäftsbedingungen wollen wir ganz klar unseren Standpunkt zum Ausdruck bringen. Pinterest soll ein Ort sein, an dem die Menschen authentisch sind und Inhalte posten, die ihnen wirklich gefallen.

Der Sprecher betont zudem, dass auffällige Vorgänge in dieser Richtung strengstens untersucht werden und entsprechende Konsequenzen eingeleitet werden.

Pinterest als Vorreiter 

Damit grenzt sich Pinterest ganz bewusst von den meisten der anderen sozialen Netzwerke ab. Zahlreiche Dienstleister bieten für eine Gebühr die käufliche Beliebtheit an.  Wie weit verbreitet diese Methode bislang bei Pinterest war, ist nicht bekannt. Bob Gilbreath, Mitgründer von Pinterest, ist sich jedoch sicher, dass die Neuerungen der AGB keinen Einfluss auf das Netzwerk haben wird. Die Änderungen bedeuten jedoch nicht, dass man über Pinterest kein Geld machen kann. Marken und Unternehmen können gegen eine Gebühr weiterhin spezielle Dienstleistungen annehmen, um Profile etc. professioneller gestalten zu lassen.

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4 Gedanken zu „Pinterest-Geschäftsbedingungen: Der Kauf von Followern wird neuerdings bestraft

  1. Stephan Mayer

    Gründsätzlich eine gute Idee, dass man gegen Fankauf rigide vorgehen möchte. Ich habe nur meine Zweifel daran, dass dies auch wirklich gelingen wird. Es gibt eine Menge von Grauzonen, wie Fantausch, z. B. bei Plattformen wie AddMeFast. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es Pinterest gelingen sollte, Fantausch (der mit finanziellem Transfer einher geht) unterbinden will, wenn dies nicht im Interesse der Tauschportale ist.

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  2. Stephan Mayer

    Spannend zu beobachten, wie das Bildnetzwerk auch für Unternehmen immer interessanter wird. Viele internationale Konzerne haben längst die Bedeutung von Pinterest erkannt und veröffentlichen Fotos ihrer Produkte oder ihrer Mitarbeiter. Kurzum, Pinterest hilft Firmen transparenter und kundenfreundlicher zu werden. Notwendig ist jedoch, wie auch im Umgang mit anderen sozialen Netzwerken, eine gut durchdachte Strategie. In meinem Blog hat Gastautorin Sarah Kristina Herberger vor einiger Zeit einen ausführlichen Beitrag zum Thema Strategien für Unternehmen im Umgang mit Pinterest veröffentlicht. Ich wage zu behaupten, dass die Guidelines, die sie dort genannt hat, auch noch heute Gültigkeit besitzen: http://socialmedia-blog.net/networks/erfolgreich-mit-pinterest-was-firmen-beachten-sollten/

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  3. SocialMediaX

    Wie kann Pinterest in Erfahrung bringen, ob die Follower, Pins oder Likes gekauft sind, wenn der jeweilige User über einen anonymen Referer zu Pinterest gelangt?

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