E-Commerce

Der Online-Handel legt im Vorjahresvergleich um 11,6 Prozent zu

Der Online-Handel legt in Deutschland im 3. Quartal 2018 YOY um 11,6 Prozent zu und generiert knapp 15,2 Milliarden Euro Brutto-Umsatz.

Der Online-Handel generiert stetig mehr Umsatz, © Igor Miske - Unsplash

Der Interaktive Handel in Deutschland, also Online- und klassischer Versandhandel, zeigt weiterhin ein starkes Wachstum. Das bestätigt eine Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh). Der im dritten Quartal verzeichnete Zuwachs übertrifft dabei sogar die Erwartungen.

Stetiger Zuwachs im Online-Handel, auch digitale Dienstleistungen machen mehr Umsatz

Der bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer erklärt in der Pressemitteilung des Verbands, dass das Wachstum im E-Commerce sich sogar so gestaltet, dass es die Prognosen überflügeln dürfte.

Der E-Commerce-Umsatz entwickelt sich genauso dynamisch wie im Vorjahr. Insgesamt liegen wir bisher schon 1 Prozentpunkt über unserer Wachstumsprognose des Interaktiven Handel.

Immerhin hatte der Handelsverband Deutschland für 2018 insgesamt 53,6 Milliarden Euro als Summe für den Umsatz im E-Commerce (Bereich B2C) vorausgesagt.

Prognose für den Umsatz durch E-Commerce (B2C) in Deutschland (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Statista, Quelle: HDE

Dieser Wert könnte allerdings übertroffen werden. Allein im dritten Quartal 2018 nahm der Umsatz im Bereich Online-Handel gegenüber dem gleichen Quartal 2017 um 11,6 Prozent zu. Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres beläuft sich das Wachstum im Vergleich zu 2017 auf 11,3 Prozent.

Von Juli bis September wurden im Online-Handel 15,2 Milliarden Euro an Brutto-Umsatz generiert, im gesamten Interaktiven Handel 16,12 Milliarden. Damit behält der Online-Handel einen Anteil von 94,3 Prozent am Interaktiven Handel.

Aber auch digitale Dienstleistungen, darunter Downloads oder das Buchen von Hotels oder Tickets, haben einen solchen Umsatz in Höhe von knapp 4,2 Milliarden Euro hervorgebracht.


 

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Welche Warengruppen stützen das Wachstum besonders?

Vor allem die Warengruppe im Cluster Unterhaltung, zu der Elektronikartikel, Bücher, E-Books, Downloads, Games, PCs usw. gehören, verzeichnete im Vergleich zu 2017 ein besonderes Wachstum von 16,7 Prozent. Im dritten Quartal 2018 lag der Brutto-Umsatz bei etwa 5,2 Milliarden Euro. Dabei stiegen Umsätze für Computer, Zubehör und Spiele um 19,5 Prozent, für Elektronikartikel und Telekommunikation sogar um 19,9 Prozent.

Im zweistelligen Bereich ist der Zuwachs auch im Bereich täglicher Bedarf (13,4 Prozent) und Einrichtung (13,1 Prozent) ausgefallen. Brutto-Umsätze in Höhe von 1,121 beziehungsweise 2,387 Milliarden Euro legen Zeugnis davon ab.

Im Bereich Bekleidung inklusive Schuhe lag der Zugewinn bei 6,3 Prozent, wobei der Umsatz sich aber auf fast drei Milliarden (2,907) Euro erhöhte. Das Segment Freizeit, wozu neben Spielsachen auch Autozubehör, Blumen, DIY-Artikel usw. gehören, verzeichnete hingegen im dritten Quartal einen Zuwachs von 9,8 Prozent. Blumen waren etwa aufgrund des guten Sommers ein Verkaufsschlager und machten im Online-Handel 16 Prozent mehr Umsatz als im gleichen Quartal 2017.

Entgegen der Prognose des Handelsverbandes Deutschland sagt der bevh für 2018 schließlich einen E-Commerce-Umsatz von 63,9 Milliarden Euro für Deutschland voraus. Diese Form des Handels boomt und davon können Marketer und Marken zugleich profitieren. Die Wachstumsraten dürften in den kommenden Jahren weiter steigen. Daher gilt es, mit einer langfristig angelegten Strategie zum Teil dieses Umsatzzugewinns zu werden. Eine solche ist auch vonnöten, um mächtigen Playern wie Amazon oder Zalando nicht gänzlich das Feld zu überlassen. Denn sie haben einen enormen Marktanteil und Anteil an der Umsatzsteigerung im E-Commerce überhaupt.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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