Display Advertising

Offline gegen Adblocker: Diese Bank druckt ihren Online-Werbebanner eiskalt in einer Zeitung

Adblocker machen der Digitalbranche das Leben schwer. Wieso also nicht einfach zurück zu analog gehen? Boursorama macht es vor.

© Roman Kraft - Unsplash

Während sich die Werbebranche seit Jahren Gedanken darüber macht, wie dem Adblocking-Phänomen im Netz am besten begegnet werden könnte, scheint eine französische Bank einen Weg gefunden zu haben. Sie druckt ihren Online-Banner kurzerhand in einer Zeitung ab.

Boursorama gegen den Shift von Analog zu Digital

“Liebe Adblock-User, wir wollten nicht, dass ihr unseren Werbebanner verpasst. Also haben wir ihn hier eingefügt.”, lautet der Schriftzug auf der ganzseitigen Anzeige in den Tageszeitungen CNEWS Matin und 20 Minutes. Den riesigen Lettern folgt der versprochene Banner, der für 130 Euro Startguthaben bei jeder Kontoeröffnung am “Pink Weekend” wirbt. Wie im Netz beinhaltet die gedruckte Ad sogar einen Button und das berühmte “X” oben rechts zum Schließen der Werbung.

Der Offline-Banner von Boursorama, © Adweek

Hinter dem Coup steckt die französische Online-Bank Boursorama. Für die Printkampagne mit einem Augenzwinkern zeichnet die Pariser Agentur Buzzman verantwortlich, wie die Adweek berichtet.

Was ist das Ziel der Kampagne?

Ob das aufgewendete Budget tatsächlich sinnvoll eingesetzt wurde, bleibt fraglich. Schließlich geht dem CTA in diesem Kontext die Funktionalität verloren. Die Zielgruppe scheint auch verfehlt, denn die Referenz zu Adblockern werden die wenigsten Leser in ihrer ganzen Tragweite verstehen. Werbern hingegen zaubert die Aktion immerhin ein Lächeln auf die Lippen.

Boursorama hofft also vermutlich eher auf Branding und PR-Effekte. Buzzman bleibt der Branche als kreativer Kopf im Hintergrund in Erinnerung. Doch die Kernfrage, welche die Kampagne aufwirft, ist für so manche Marktteilnehmer existentiell: Wird Adblocking Print wieder zu einem Aufschwung verhelfen? So macht die Anzeige abseits von der Kontoeröffnung am ehesten Werbung für analoge Werbefläche in Zeitungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.