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Nike wirbt mit Ronaldo im Adidas-Pullover – Peinlicher Fauxpas oder gekonnter Viral-Hit?

Während sich die User massenhaft über Nikes Ad zu Ronaldos neuestem Titel lustig machen, dürfen sich die Verantwortlichen über den Erfolg freuen.

Links die Anzeige und rechts das Originalfoto

Nike nutzte den Sieg Cristiano Ronaldos im Champions League Finale gekonnt für Eigenwerbung. Das Instagram-Posting des Sportartikelherstellers ging viral – wenn auch aus einem anderen Grund als gewollt. Oder doch nicht?

Nike zeigt Ronaldo als Teenager auf Instagram

Cristiano Ronaldo gewann mit Real Madrid am vergangenen Samstag die UEFA Champions League und konnte beim 4:1 Sieg gegen Juventus Turin selbst zwei Tore beisteuern. Nike nahm dies zum Anlass, um die Werbetrommel zu rühren und veröffentlichte einen Post mit dem Antlitz des Fußballers auf Instagram. Ronaldo ist seit 2003 Markenbotschafter des Unternehmens und soll Ende 2016 sogar lebenslang unter Vertrag genommen worden sein.

© Nike – Instagram

Das Foto zeigt den Star als Teenager hinter dem Tornetz mit dem Schriftzug „This boy knew.“ inklusive Nike-Logo und wurde auch von Ronaldo selbst nochmals gepostet. Damit spielen die Verantwortlichen auf die überragende Karriere ihres Schützlings an, der bereits zum vierten Mal die begehrte Champions League Trophäe für sich beanspruchen konnte. Für eine Marke, die für Slogans wie „Just do it.“ oder „Write the future.“ bekannt ist, augenscheinlich eine gute PR-Aktion. Wäre da nicht ein kleines Detail, das einigen aufmerksamen Fans ins Auge gesprungen ist.

Twitter enttarnt Ronaldo mit Adidas-Pullover im Originalfoto

© HYPEBEAST – Twitter

Wie sich im Nachhinein herausstellte, trug Cristiano Ronaldo auf dem verwendeten Foto aus Jugendjahren einen Adidas-Pullover, den Nike kurzerhand beschnitt, um das Logo des Konkurrenten auszublenden. Die beiden Bilder gingen viral und zogen den Spott der User nach sich. Viele Medien sprangen in die gleiche Bresche und griffen den vermeintlichen Fauxpas auf.

Steckt Nike selbst hinter dem viralen Hit?

Die Frage, die sich nun stellt, ist allerdings nicht, wie das bei der Bildauswahl übersehen werden konnte. Sondern vielmehr: War das Kalkül? Steckt die Marke selbst hinter der ganzen Aufregung?

Auf der einen Seite ist dies ein direkter Schlag gegen Adidas, da der Konkurrent eben nicht den Weltfußballer unter Vertrag hat. Auf der anderen Seite geht die Anzeige viral – der Traum eines jeden Kreativen. Das riecht förmlich nach einem gut geplanten und gelungenen PR-Coup. Falls dem so ist – Hut ab, Nike! Falls nicht, kann man angesichts der Reichweite wohl trotzdem gratulieren.

Quelle: Daily Mail

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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