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„Um das Thema Native Advertising ist inzwischen eine komplette Wertschöpfungskette entstanden“ – Thomas Vogt, NativeAds

Thomas Vogt, Geschäftsführer der NativeAds GmbH, spricht im Interview über skalierbares Native Advertising und die Vorteile dieser Werbeform.

Das Team von NativeAds

Native Advertising ist eines der größten Buzzwords dieser Zeit. Ein großes Problem dabei, das von vielen erkannt und an dem intensiv gearbeitet wird, ist noch immer die Skalierbarkeit des Contents. NativeAds aus Berlin präsentiert eine Lösung dafür und kooperiert nun mit Ströer Digital, um Advertorials und ähnliche Content-Kooperationen anpassungsfähig sowie geräteübergreifend ausliefern zu können.

Thomas Vogt, Geschäftsführer der NativeAds GmbH, stellte sich uns für ein Interview zur Verfügung und erklärt den Schritt zu einer Partnerschaft mit Ströer, den Status quo von Native Advertising und gewährt einen Blick in die Zukunft besonders in Bezug auf den deutschen Markt.

Interview mit Thomas Vogt, Geschäftsführer NativeAds GmbH

OnlineMarketing.de: Kurz vor der dmexco habt ihr die strategische Partnerschaft zwischen der NativeAds Gmbh und Ströer Digital bekanntgegeben. Warum habt ihr euch für diese Partnerschaft und ausgerechnet diesen Partner entschieden?

Thomas Vogt: Es ist uns wichtig, unseren Kunden einen möglichst großen Pool an Publishern für die Platzierung ihrer Native Ads zu bieten und somit eine möglichst große Reichweite ihrer Kampagnen zu gewährleisten. Mit Ströer haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir die Vorteile unseres in Deutschland einzigartigen Netzwerks und des großen Publisher-Portfolios von Ströer mit unserer leistungsstarken Technologie-Plattform vereinen können. Durch so viel Reichweiten-Power möchten wir gemeinsam mit Ströer das innovative Werbeformat Native Ads in Deutschland etablieren.

Thomas Vogt, Geschäftsführer NativeAds

Du sagst „in Deutschland etablieren“ – wie unterscheidet sich Ihrer Meinung nach der verhältnismäßig neue Native Advertising Markt in Deutschland von dem in den USA?

Native Advertising wird in Deutschland in vielen Ausprägungen bereits praktiziert. Von klassischen Advertorials bis hin zu Text/Bild-Werbung sind bereits einige Angebote verfügbar. Unter „Etablieren“ verstehen wir vor allem ein Aufklären des Werbemarktes und der Publisher, ein Schaffen von klar abgrenzbaren Produkten und ein Aufräumen mit verbreiteten Mythen rund um Native Advertising.

In den letzten Monaten ist die Zahl der Technologie-Anbieter für Native Ads in Deutschland nach und nach gewachsen. Wie grenzt ihr euer Unternehmen und eure Technologie von der Konkurrenz ab?

Anders als andere Anbieter verstehen wir Native Advertising auf die gleiche Weise, wie es die Publisher tun. Denn Native Advertising im Sinne der Verlage ist hochwertiger Branded-Content in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Für den Online-Werbemarkt hingegen sind Native Ads oft nur klassische Text/Bild-Werbemittel die sich in das Layout einer Website integrieren.

Um die vielen unterschiedlichen Marken-gesponserten Inhalte und Formate skalierbar über große Reichweiten und verschiedene Publikationen hinweg auszuliefern, bedarf es guter technischer Lösungen, die wir mit NativeAds.de anbieten.

Kannst du einen Trend erkennen, welche Art von Publisher offen gegenüber Native Ads sind und welche sich eher schwer tun, das neue Werbeformat in ihr Portfolio aufzunehmen?

Wie immer sind „Digital Native“-Publisher wie zum Beispiel Giga schneller in der Integration neuer Themen und sehen die Chancen in der neuen Technologie. Aber auch klassische Titel in unserem Portfolio, wie etwa die Online-Ausgaben von Tageszeitungen, sind sehr erfolgreich mit dem Einsatz unserer Plattform.

Wo führt die Diskussion um Native Advertising deiner Meinung nach noch hin und wo siehst du dein Unternehmen in einem halben Jahr?

Wir werden in den nächsten Jahren eine deutliche Verschiebung der Branding-Budgets in Richtung Native Advertising erleben. Publisher, die sich dieser Chance öffnen, können sich frühzeitig Marktanteile sichern. Insbesondere im stark wachsenden Mobile-Bereich, wo Display Ads an ihre Grenzen stoßen, wird Native Advertising eine große Rolle spielen. Mit unserer Adserver-Technologie können wir die Kampagnen über alle Endgeräte hinweg im Look-and-Feel der Publisher-Seiten ausliefern.

Grundsätzlich ist rund um das Thema Native Advertising inzwischen eine komplette Wertschöpfungskette entstanden. Nun heißt es für Technologie-Anbieter, Publisher und Mediaagenturen sich darin einen guten Platz zu sichern. Wer bisher welchen Platz eingenommen hat und überhaupt eine Rolle spielt, zeigt zum Beispiel unsere Native Advertising-Marktübersicht. Diese aktualisieren wir regelmäßig um neue Anbieter und ermöglichen Interessierten so einen Überblick über die Player der Branche. Da der Markt sehr dynamisch ist, aktualisieren wir das Poster zur Zeit relativ häufig.

Vielen Dank für das Interview!

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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