Social Media Marketing

Mitt Romney: Twitterskandal im Wahlkampf

Offenbar wurde der Twitter-Account Mitt Romneys mit zugekauften Followern gepusht. Das republikanische Lager wird sich erklären müssen.

Gerd Altmann / pixelio.de

Der Twitter-Popularität des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney wurde offenbar mit falschen Followern künstlich in die Höhe getrieben. Zu diesem Ergebnis kommt The Atlantic. Das Blatt hatte sich die neuen Romney-Fans in einem kleinen Test einmal genauer angeschaut.

Der Auftritt Romneys verbuchte im Juli zeitweise 150.000 neue Follower, viele davon mit zwei oder weniger eigenen Followern. The Atlantic nahm sich dies zum Anlass, typische Charakteristika der Fanstruktur von Romney statistisch zu erfassen. Der (bisher erfasste) durchschnittlichen Fanzulauf wurde ebenso verglichen wie die Anzahl der Follower zweiten Grades, also die Follower der neuen Romney-Follower. Das Ergebnis spiegelt praktisch eine Null-Wahrscheinlichkeit wieder:

The median number of followers for Romney’s new followers was 5, whereas the median for the comparison group was 27. This represents a stark, and statistically significant difference… the p-value on this was 0.0000.

Wie Techcrunch jetzt mit Verweis auf unter anderem CNN vermeldet, hatten die ungewöhnlichen Anstiege der Twitter-Fans von Romney bereits seit Längerem für Gesprächsstoff und Spekulationen um illegale Manipulationen gesorgt.  Dabei ist die Herkunft der falschen Romney-Follower zum jetzigen Zeitpunkt noch immer völlig unklar, der oder die Urheber könnten aus dem Lager Romney stammen, aber genauso gut von der Konkurrenz oder aus der PR-Ecke.

Zusätzliche Brisanz gewinnt der Vorfall für das republikanische Lager, weil es nicht die erste Twitter-Affäre um gekaufte Popularität ist. Newt Gingrich, seines Zeichens ehemaliger Lobbyist, Hardliner und bis zum Mai dieses Jahres Konkurrent um die Präsidentschaftskandidatur im eigenen Lager, war vor knapp einem Jahr ebenfalls in eine Affäre um falsche Follower des Bloggingdienstes verstrickt gewesen.

Zach Moffatt, Digital Director von Mitt Romney, hat bereits angekündigt, in dieser Sache Nachforschungen anzustellen. Das Lager Romney wäre nicht nur wegen der Affäre Gingrich gut beraten, die Angelegenheit schnellstmöglich aufzuklären.

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