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Social Media Marketing
Mit „Work“ möchte Facebook nun auch die Arbeitswelt erobern

Mit „Work“ möchte Facebook nun auch die Arbeitswelt erobern

Heiko Sellin | 14.01.15

Update: Facebook launcht "Work" und lässt Unternehmen eigene soziale Netzwerke erstellen - bislang ist es jedoch nur ausgewählten Partnern vorbehalten.

Da hat sich das Team um Chef Marc Zuckerberg wieder etwas Neues ausgedacht: Medienberichten zufolge arbeitet Facebook an einer Version, die das Arbeiten über das soziale Netzwerk effizienter und angenehmer machen soll. Facebook selbst hat sich dazu noch nicht geäußert. FB@Work soll die firmeninterne Kommunikation vereinfachen und zur Pflege von Geschäftskontakten dienen.

Die Chat-Funktion sowie die Kommunikation über Gruppen soll mit der Firmen-Datenbank verknüpft werden

Heutzutage geht im Privatleben fast nichts mehr ohne Facebook. Über das soziale Netzwerk werden Einladungen zu wichtigen Veranstaltungen verschickt und mit der Chat-Funktion sowie der Kommunikation innerhalb privater Gruppen findet ein reger Austausch über all mögliche Themen statt. Mehr als 800 Millionen User loggen sich täglich bei Facebook ein. Um diese Zahl zu steigern, will das Netzwerk sich nun auch attraktiver für die Arbeitswelt machen.

Wie Techchrunch berichtet, soll FB@Work das angesprochene Nachrichtensystem und die Facebook-interne Nutzung von Gruppen mit der Firmen-Datenbank vereinen. Dafür sollen zahlreiche Facebook-Mitarbeiter, die bereits in der Vergangenheit an der Entwicklung von Arbeitsplatz-Tools sowie anderen hilfreichen Facebook-Funktionen gearbeitet haben, in ein Büro in London gezogen sein – dort soll FB@Work kreiert werden.

Eine Facebook-Version für den Arbeitsplatz ist schon lange ein Thema

Bereits seit mehreren Jahren würden bei Facebook intern zwei Themen heiß diskutiert werden: Zum einen das Arbeitsplatz-Facebook und zum anderen eine Facebook-Version für unter 13-Jährige. Ein Ex-Facebook-Mitarbeiter teilte Techchrunch folgendes mit:

Diese Gerüchte höre ich andauernd. Beide Projekte wurden dreimal gestartet und sind dreimal im Sande verlaufen.

Viele Firmen nutzen schon jetzt Facebook für ihre Kommunikation über die privaten und somit für andere unsichtbaren Gruppen. Deswegen dürften wir gespannt sein, welchen Mehrwert Facebook mit seiner neuen Version den Usern verspricht. Damit ergibt sich auch die Frage, wie Facebook mit FB@Work Geld verdienen möchte, schließlich sind die aktuellen Chat-Funktionen und Gruppen-Kommunikationen kostenlos nutzbar. Möglicherweise hofft Facebook, mit der neuen Version sich noch attraktiver für Werbekunden machen zu können.

Außerdem sind auch noch weitere Gerüchte aufgetaucht, die behaupten, dass Facebook mit FB@Work ein Geschäftsnetzwerk, vergleichbar mit Xing und LinkedIn, aufbauen möchte. Noch ist nichts fix, doch die Gerüchteküche ist wieder einmal stark am brodeln.

***Update***

Wie Techcrunch berichtet, hat Facebook das neue Produkt „Work“ nun gelauncht. Unternehmen können jetzt kostenlos ihr eigenes kleines soziales Netzwerk für ihre Mitarbeiter erstellen. Der Zugang erfolgt über die Facebook-Seite oder über Apps auf Android und iOS Basis.

Die neue Plattform sieht exakt aus wie die Hauptseite, doch die Gruppen sollen eine besondere Rolle spielen und laut Angaben des Zuckerberg-Netzwerks den internen E-Mail-Versand ablösen. Das gewohnte Interface macht Usern den Übergang vom privaten zum geschäftlichen Gebrauch leicht. Die Accounts können miteinander verknüpft werden, jedoch erscheinen die Aktionen via Work nicht in der privaten Timeline.

© Techcrunch
© Techcrunch

Tracking und darauf basierende Werbung wird es nicht geben – es ist immer noch unklar, wie Facebook den neuen Dienst monetarisieren möchte. Es wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen, bis „Work“ der breiten Masse zugänglich gemacht wird. Momentan ist die Funktion lediglich ausgewählten Partnern vorbehalten.

Quelle: Techchrunch

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