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Mistargeting: User sind nachhaltig verärgert

Natürlich trifft Targeting nicht immer perfekt. Doch die Folgen von Mistargeting sind gravierend – Konsumenten ergreifen die Flucht.

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Mistargeting – Knapp daneben ist auch vorbei

Das richtige Targeting ist Gold wert. Immer genauer werden die Daten, die dem Online Marketing dazu zur Verfügung stehen: Cookies, soziale Daten und mittlerweile auch Bewegungsdaten bieten zwar immer mehr Möglichkeiten, Konsumenten gezielt anzusprechen, doch sie lassen Targeting auch zu einer komplexen Disziplin heranwachsen.

Dabei können durchaus Fehler passieren – vielleicht war mit der Suchanfrage „Golf“ gar nicht das Auto gemeint, vielleicht war es auch gar nicht ich selbst, der sich im Online-Shop Kinderspielzeuge angesehen hat, sondern eine Bekannte an meinem Notebook. Oder vielleicht erledigt ein Online Marketer auch einfach seinen Job nicht gewissenhaft. Wie auch immer: Mistargeting ist ein durchaus bekanntes Problem.

Folgen – Nutzer wenden sich ab

Grund genug, mal die Folgen von Mistargeting zu beleuchten. Dazu wurde nun eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse klar machen, wie gravierend Fehler beim Targeting – ganz gleich, ob aufgrund von unvollständigen oder falschen Daten, Ungewissheit oder aufgrund von (bislang) schlicht technisch nicht lösbaren Problemen (der Kumpel, der sich mal das Notebook leiht).

In der Studie wurden Konsumenten zu ihren Erfahrungen mit Mistargeting und ihren Reaktionen darauf befragt. Dazu gaben 96 Prozent an, bereits einmal mit Anzeigen konfrontiert worden zu sein, die nicht zu ihnen passten. Ganzr 94 Prozent davon haben im Anschluss angefangen, die Kommunikation mit dem Unternehmen oder der beworbenen Marke abzubrechen. Als Reaktionen wurden das Löschen von Mail, das Austragen aus Newslettern und in einigen Fällen sogar das Meiden der Website genannt.

Weitere Erkenntnisse zum Thema Personalisierung

Die Studie geht noch einen Schritt weiter. Sie untersuchte in den letzten vier Jahren viele Fragestellungen rund um das Thema Personalisierung und Social Logins.

So sind Nutzer beim Thema Personalisierung – und hieraus ergeben sich auch die Ansprüche an das Thema Targeting – durchaus bereit, Social Login Funktionen zu nutzen – das sagen zumindest 51 Prozent der Nutzer. Ein Großteil davon, 91 Prozent, sind anschließend auch mit dem gebotenen Mehrwert in puncto Personalisierung und Targeting zufrieden, wobei 64 Prozent der Social Login Nutzer es sogar für wahrscheinlich halten, die Website wieder zu besuchen.

Damit werden zwei Dinge deutlich:

  1. Optionen zur Personalisierung werden gerne genutzt und haben einen positiven Effekt auf den wahrgenommenen Nutzen einer Seite.
  2. Mit dem Wissen der Nutzer um die Bereitstellung ihrer Daten steigen auch die Anforderungen an die Verwendung dieser.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit Social Logins und Personalisierung auf Basis sozialer Daten gemacht? Und könnt ihr ähnlich gravierende Folgen im Fall von Mistargeting feststellen?

Quelle: bizreport.com

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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