Marketing Strategie

„Mission: ROPO“ – Wie der stationäre Handel verlorenes Terrain aufholen könnte

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und bei eCommerce-Schwergewichten wie Amazon und Co. müsste die Stimmung eigentlich bestens sein – “eigentlich”.

(c) Screenshot Saturn.de

(c) Screenshot Saturn.de

Die Vorweihnachtszeit zählt zu den mit Abstand umsatzstärksten Tagen im ganzen Jahr. Doch anhaltende Diskussionen mit Gewerkschaften wie Verdi und damit verbundenen Streiks vermiesen Amazon mächtig das diesjährige Weihnachtsgeschäft.

Viele Online-Shopper fragen sich zu Recht:

„Wird meine Bestellung noch rechtzeitig vor dem Fest ankommen?“

Ungewissheit macht sich breit und so verzichten nicht wenige derzeit auf Bestellungen beim eCommerce-Giganten.

„Des einen Freud ist des andern Leid“ heißt ein bekanntes Stichwort und so profitieren natürlich auch einige Anbieter von den bei Amazon derzeitigen Problemen. Wie die Welt in Ihrer Ausgabe vom 16.12 berichtet, nutzt kein geringerer als Elektroriese Saturn die Gunst der Stunde und Bläst zum Gegenangriff.

Die Strategie, auf welche Saturn setzt, ist dabei genial, simpel und sicherlich keine Bahnbrechende-Innovation. Dennoch bieten bislang nur ein Bruchteil der Onlineshops (welche über stationäre Filialen verfügen) ihren Kunden diesen Service an.

Service nach dem Prinzip „erkundige/stöbere online und beziehe die Waren direkt in unseren Filialen“ wird in Fachkreisen auch ROPO (Research Online Purchase Offline) genannt und hat enormes Potential.

Insbesondere in Zeiten, in denen „Same Day Delivery“ – Konzepte auf den Agenden der großen eCommerce-Unternehmen stehen, können Unternehmen mit stationären Filialen ein „Stück vom Kuchen“ zurückgewinnen.

Die Zahlen sprechen für sich: Wie aus dem Welt-Artikel hervorgeht, bestellen dieser Tage nicht weniger als 40 Prozent der Saturn-Kunden ihre Ware online und nehmen diese dann in der nächstliegenden Filiale entgegen.

Lange Warterei ist Out und die Verzahnung der beiden Kanäle (Online & Offline) ist meiner Meinung nach eine durchaus interessante Option.

Natürlich gibt es auch hier im Vorfeld Hürden und Probleme insbesondere im Hinblick auf das Handling der Bestellungen zu lösen, dennoch dürften sich Investitionen in Infrastruktur und Logistik in diesen Bereich mit Sicherheit auszahlen.

Ein Gedanke zu „„Mission: ROPO“ – Wie der stationäre Handel verlorenes Terrain aufholen könnte

  1. Jonas

    Ich bin auch der Meinung, das viele Unternehmen wertvolle Möglichkeiten wie diese nicht nutzen. Schade!

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