Conversion Optimierung

6 Maßnahmen für eine erfolgreiche Conversion Optimierung durch Versand

Wir zeigen dir, wie du die Challenges der E-Commerce Logistik zu Nutze machst und gerade durch den lästigen Versandprozess die Conversion Rate deines Webshops verbesserst.

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Die E-Commerce Logistik ist eine der größten Herausforderungen für Onlineshops. Der Versandprozess kann schnell 20 bis 40 Prozent der Gesamtkosten deines Shops ausmachen und die Paketdienste leiden unter Personalengpässen. Darüber hinaus stellen die Verbraucher weltweit immer höhere Anforderungen an die Lieferung.

1. Nutze verschiedene Paketdienste

Es gibt zahlreiche Gründe, die dafür sprechen deinen Versand auf verschiedene Dienstleister zu verteilen. Der Onlinehandel wächst und immer mehr Verbraucher erledigen ihre Einkäufe im Netz. Gut für uns! Doch wer denkt bei seiner Bestellung schon an die Marktsituation bei unseren Paketdiensten. Diese wachsen nämlich unterproportional zum boomenden E-Commerce. Allein wegen der Einführung von Sendungshöchstgrenzen in Spitzenzeiten, solltest Du dir die Möglichkeit einräumen, deine Aufträge auf verschiedene Paketdienste aufzuteilen. Das ist nicht nur für deine Versandorganisation stressfreier, sondern schafft auch zuverlässige und kurze Lieferzeiten. Kunden belohnen dies mit Treue, was auf Dauer deine Conversion optimiert. Doch Achtung: Dieser Effekt funktioniert auch umgekehrt. So geben 39 Prozent der Verbraucher an, bei einer schlechten Liefererfahrung den Onlineshop zu wechseln. Stellst Du alternative Auslieferer bereit, kannst Du diesen Effekt abwenden. Darüber hinaus kannst Du natürlich neue Kunden gewinnen, indem Du einen Paketdienst anbietest, mit dem noch keine negative Erfahrung verknüpft ist.

2. Biete mehr als eine Versandart an

Studien zeigen, dass nicht nur der Versanddienstleister selbst einen entscheidenden Einfluss auf die Conversion Rate hat, sondern auch die angebotenen Versandoptionen Kunden motivieren oder davon abhalten, den Kauf abzuschließen. So geben 54 Prozent der Verbraucher an, dass die Verfügbarkeit einzelner Lieferoptionen ausschlaggebend für die Wahl des Onlineshops ist.

Um hier die besten Versandmethoden zur Conversion Optimierung für den eigenen Shop zu finden, solltest du deine  Zielgruppe sowie deine Produkte gut kennen. Sind beispielsweise viele deiner Kunden berufstätig, machen Versandarten wie Paketshop-Zustellung oder Samstags-Lieferungen Sinn. Hast Du Produkte im Angebot die in der Regel schnell benötigt werden oder unter Umständen verderben, wäre es ein wahrer Conversion-Killer keine Expresszustellung anzubieten. Möchte der Kunde dann etwas besonders wie beispielsweise eine garantierte Lieferung am nächsten Tag, entstehen oft höhere Kosten. Hier ist Vorsicht geboten.

3. Prozessoptimierung = Conversion Optimierung

Auch wenn Kunden generell bereit sind für Besonderheiten bei der Zustellung etwas tiefer in die Tasche zu greifen, sind zu hohe Versandkosten ein negativer Einflussfaktor für die Conversion.

Doch was kann man tun, um am Ende nicht selbst auf den hohen Kosten sitzen zu bleiben? Prozesse optimieren und schlichtweg Kosten einsparen. Klingt erst mal kompliziert, doch so schwer ist das gar nicht. Mittlerweile sind für jedes gängige Shopsystem Shipping Service Provider (Versandtools) verfügbar, die den manuellen Aufwand erheblich reduzieren. Im Klartext: Du oder deine Mitarbeiter können mehr Aufträge in kürzerer Zeit bearbeiten. Zudem werden Fehlerquellen minimiert und deine Kundenkommunikation verbessert sich. Bei Tests war es möglich in einer Stunde die Anzahl der fertig bearbeiteten Aufträge um 300 Prozent zu erhöhen. Somit kannst Du enorme Personalkosten einsparen und diese Ersparnis natürlich auf den finalen Versandpreis umlegen.

4. Gratis Versand anbieten

Wie bereits oben erwähnt, können zu hohe Versandkosten zum Conversion-Killer werden. Im Vergleich schneidet eine betriebswirtschaftlich richtige Kalkulation gegenüber Versandkostenfreiheit bei Kunden natürlich schlechter ab. 57 Prozent der Verbraucher erwarten sogar eine kostenfreie Versandoption im Check-out. Doch wie soll man es sich das leisten Klar ist, dass gratis Versand nicht immer möglich ist. Aber es gibt ein paar Facts die du dir zu Nutze machen kannst. So geben 73 Prozent der Onlineshopper zu, schon einmal mehr als geplant gekauft zu haben, um einen Mindestbestellwert für eine gratis Zustellung zu erreichen.

Je nachdem, welche Produkte du verkaufst, kannst du einfach pro Artikel ein paar Cent mehr Marge kalkulieren und somit über einen vollen Warenkorb die Kosten wieder rein holen. Auch motivieren begrenzte Aktionen zum Kaufabschluss. Gibt es Zeiten zu denen du weniger Bestellungen bei dir eingehen? Dann sind Maßnahmen wie  “Nur noch heute gratis Versand” oder Mailingaktionen mit Versandgutscheinen für deine Bestandskunden eine Option um das Geschäft ein wenig anzukurbeln und die Versandkosten über die Produktmarge wieder reinzuholen. Auch kannst du Kunden mit einer niedrigen Retourenquote mit gratis Versand belohnen. Die Kosten die du sparst, weil keine Rücksendungen bearbeitet werden müssen, kannst du in eine gratis Zustellung investieren und somit die Conversion und die Kundenbindung optimieren.

5. Track & Trace Emails nutzen

Kundenkommunikation und Kundenbindung sind wichtige Stichwörter für eine gute Kaufabschlussquote. Heutzutage erwarten Kunden volle Transparenz. 74 Prozent der Online-Einkäufer möchten bei Warenversand benachrichtigt werden. Weitere 66 Prozent möchten ihre Sendung im Anschluss verflogen können. Die Aussicht auf Erwartungserfüllung motiviert den Kunden bereits zum Kauf. Zudem wird die Erfüllung von Erwartungen die Kundenbindung stärken. Doch wie sollst du diese Informationsflut verarbeiten?

Auch hier helfen Shipping Service Provider wie bereits bei der Prozessoptimierung beschrieben. Die Software eines solchen Tools weiß automatisch wann die Sendung das Lager verlässt und je nach gewählter Versandart ist oft sogar ein Live-Tracking möglich. Die Kundeninformationen werden dann ganz automatisch per Mail verschickt, ohne dass du dich um etwas kümmern musst.

Dabei sind die Öffnungsraten dieser Mails bemerkenswert. Im Gegensatz zu Newslettern und Werbemailings werden die Tracking Infos von bis zu 7 mal mehr Kunden gelesen. Spätestens jetzt dürfte klar sein, wie viel Potenzial diese Mails bieten. Mit einem Minimum an Aufwand kannst du diese E-Mails im Look deines Shops gestalten und neben Transparenz und Vertrauen auch noch die Markenbindung stärken. Darüber hinaus ist es natürlich möglich unter Berücksichtigung des Datenschutzes auch weitere, beispielsweise ergänzende Artikel oder Promocodes in den Tracking Informationen zu erwähnen, die zum erneuten Besuch deines Shops motivieren.

6. Auch Retouren können die Conversion erhöhen

Das klingt erst mal richtig unlogisch. Wie sollen Retouren deinem Onlineshop helfen mehr zu verkaufen? Betrachtet man das aus der Sicht des Kunden ist das aber schnell und einfach erklärt. 66 Prozent der Verbraucher kontrollieren vor dem Kaufabschluss die Rücksendebedingungen und kaufen nur wenn diese auch gefallen. Indem du unkomplizierte und sichere Möglichkeiten anbietest die Bestellung umzutauschen, schaffst du Vertrauen und entlastet deinen Kundenservice. Der Kunde kann das Risiko eines Fehlkaufs minimieren oder sogar ausschließen. Ist die Rücksendung für deinen Kunden kostenlos, packt er seinen Warenkorb in der Regel noch ein wenig voller, mit der Absicht dann live zu entscheiden, was behalten wird. Dabei kommt es nicht selten vor, dass mehr als anfangs geplant tatsächlich gekauft wird und bleibt.

Ein Retourenportal hilft dem Kunden, Rücksendungen schnell und einfach abzuwickeln und den Überblick zu behalten. Außerdem kann es dich dabei unterstützen, Gründe für Rücksendungen zu erfragen und diese in Zukunft zu minimieren. Machen Verbraucher auch bei Retouren gute Erfahrungen, werden sie deinen Webshop wieder besuchen.

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