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Leads mit Tweets: So kombinierst Du Twitter und CRM-Daten zur Leadgenerierung

Wenn 140 Zeichen nicht genug sind, lassen sich Tweets bei Twitter mit Multimedia Content erweitern. Wie das geht, zeigen wir Euch.

© julien tromeur© nopember30 - Fotolia.com

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Wenn 140 Zeichen Text auf Twitter nicht genug sind, gibt es weitere Möglichkeiten, seinen Content aufzuwerten. Und gleichzeitig Synergien zwischen Werbekanälen zu nutzen, die nicht auf den ersten Blick augenscheinlich sind. Es ist beispielsweise möglich, Newsletter-Leads über die erweiterte Funktion der Lead Generation Card (LGC) bei Twitter zu generieren. Dabei werden CRM-Anbieter mit Twitter zur Leadgenerierung im E-Mail Marketing kombiniert.

Wie funktionieren Twitter Lead Generation Cards?

Grundprinzip der Twitter Cards ist es, Multimedia-Inhalte an die eigenen Tweets anzuhängen. Großer Vorteil dieser erweiterten Tweets: Werbungtreibende können ihren Usern die Möglichkeit geben, Anmeldedaten direkt im Tweet zu hinterlegen, zum Beispiel durch einen Klick auf einen Anmeldebutton für einen Newsletter. Dadurch, dass der User bereits in seinem Twitter-Account eingeloggt ist, muss kein zusätzliches Formular ausgefüllt werden. Die Twitter Card zieht sich die Informationen bereits, wenn der User mit dem Tweet interagiert.

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Schneller Setup in fünf Schritten

Das Einrichten der Twitter LGC ist schnell passiert. Entsprechend der Twitter-Entwickler-Dokumentation lassen sich die Tweet-Erweiterungen wie folgt implementieren:

  1. Den entsprechenden Kartentyp auswählen. Aktuell gibt es sieben verschiedene Twitter Cards, u.a. Fotokarten, App-Karten, Karten für Produktinformationen und Summary Cards mit Anmeldebuttons. Zu jedem Typ gibt es in der Entwicklerumgebung eigene Dokumentationen, die sich Interessierte zu Gemüte führen sollten.
  2. Hinterlegen der Markup Tag Referenzen auf der eigenen Webseite. Damit die Querverbindung zwischen Tweet-Content und eigener Seite auch funktioniert, muss ein Stück HTML in die eigene Seite integriert werden. Das ist für das spätere Tracking und Monitoring ebenfalls wichtig. Dem Twitter-Support zu Folge genügt es, folgenden Metatag in die eigene Webseite zu integrieren:
  3. Die URL, die beworben werden soll, muss im Validierungstool von Twitter geprüft und genehmigt werden. Zum Thema URLs ist noch wichtig zu wissen, dass neben der Haupt- eine Fallback-URL hinterlegt werden muss, damit die Zielseiten des Tweets immer erreichbar sind. Außerdem verlangt Twitter, einen Link zur Datenschutzerklärung (Privacy Policy) zu hinterlegen. Das ist wichtig, da die Nutzer mit nur einem Klick personenbezogene Daten an die Systeme des Werbungtreibenden übermitteln.
  4. Nach der Genehmigung kann getwittert werden. Die ausgewählte LGC ist unter dem Tweet sichtbar.
  5. Das Twitter Cards Analytics Dashboard liefert Analysen zur Performance der erweiterten Tweets.

Twitter-Lead-Generation-Card

Die Twitter LGC können auch mit kleinem Werbebudget eingesetzt werden. Selbst wenn nicht auf Promoted Tweets gesetzt wird, lassen sich die Twitter Cards anlegen. Wichtig ist jedoch immer, sich für einen Twitter Advertising Account freischalten zu lassen. Dann erscheint die Option “Twitter Cards” in den Accounteinstellungen.

Kreatives Beispiel für einen interaktiven erweiterten Tweet der US-Firma Lowe

Integration in CRM-Systeme verhindert, dass Leads verloren gehen

Um die eingehenden Leads nachzuverfolgen, beinhalten die Twitter Cards ein sehr schönes Feature. Zwischen Twitter und einigen CRM-Systemanbietern wie Mailchimp, HubSpot oder Salesforce können End-to-End-Verbindungen hergestellt werden. Diese sorgen dafür, dass die Kontaktdaten neuer Leads wie E-Mail Adressen direkt in Mailchimp landen und dort weiterverwendet werden können.

Schnelle Leadgenerierung mit minimalem Aufwand

Wer sich über Werbemöglichkeiten auf Twitter bisher wenige Gedanken gemacht, sollte das spätestens seit Einführung der LGC überdenken. Nach einem Testlauf im Mai und einem begrenzten Rollout in den USA und englischsprachigen Teilen Europas (Großbritannien, Irland) sind die Twitter Cards nun in allen Sprachen verfügbar. Die erweiterten Tweets bieten nicht nur mehr Raum für die eigenen Werbebotschaften, sondern zudem schnelle und unkomplizierte Anmeldemöglichkeiten für “Formular-phobe” User, die sich nicht erst durch lange Dateneingaben quälen möchten. Dank der Pflicht zur Darstellung der Datenschutzerklärung wird auch der Informationspflicht zur Datenverarbeitung Rechnung getragen. Jay Bear von Convince&Convert fasst die Vorteile der Twitter LGC zusammen:

Lead Generation Cards reduce participatory friction to almost nothing – it’s the perfect balm for lazy but interested consumers, especially those on a mobile device who don’t want to fill out forms. […] This is an exceptionally easy program to launch, is reasonably priced, and could be a terrific direct response vehicle for businesses of all sizes.

Das folgende Video zeigt, warum sich die Twitter Lead Generation Cards im Social Media Marketing lohnen

Ein Gedanke zu „Leads mit Tweets: So kombinierst Du Twitter und CRM-Daten zur Leadgenerierung

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