Marketing Strategie

Kwizzme.de – Verkehrte Welt im E-Commerce

Bei Kwizzme.com ist der Kunde noch König: Hier müssen Händler auf das individuelle Gesuch eines Kunden reagieren, nicht umgekehrt.

Logo: Kwizzme.com

Logo: Kwizzme.com

Bei der am 01. August gestarteten E-Commerce Plattform Kwizzme.com ist alles ein wenig anders. Gründer und CEO Torsten Ostmeier erklärt Kwizzme so:

Kwizzme.com funktioniert wie ein schwarzes Brett. Äußere ich einen Wunsch, erhalte ich persönliche Angebote. Biete ich etwas an, sehe ich die Wünsche, die zu meinem Angebot passen.

Die Plattform agiert branchenübergreifend und fokussiert das individuelle Gesuch des Käufers, wodurch einem die mitunter ewig lange Suche nach dem günstigsten oder besten Angebot im Netz erspart bleibt. Die Idee hierzu entstand – wie so oft – durch eine persönliche Erfahrung, die Ostmeier vor einiger Zeit erlebt hat:

Ich wollte mit der Familie einen Urlaub an der Mecklenburger Ostseeküste machen, dabei hat sich die Suche nach einem passenden Angebot im Internet als ein sehr langwieriger und umständlicher Prozess erwiesen. Da habe ich mir gedacht: Wenn ich genau weiß, was ich suche, kann ich das ja auch veröffentlichen. Man findet bislang nur Dinge, die andere vorher publiziert haben. Wenn man aber selbst ein Gesuch aufgibt, erhöht man den Kreis derjenigen, die einem ein passendes Angebot machen können um ein X-Faches.

Das Prinzip der Plattform ist ebenso einfach wie genial. Durch die kombinierte Suche kann ein Käufer zum Beispiel bei der Suche nach einem neuen Kühlschrank nicht nur den Preis definieren, sondern auch weitere Kriterien wie den Verbrauch, das Fassungsvermögen, die Installation oder die Lieferbedingungen angeben und sich somit gezielt für einen Anbieter entscheiden. Die vom Kunden verfassten individuellen Anforderungen werden auf der Plattform als „Kwizz“ bezeichnet. Anbieter, die ein auf den Kundenwunsch zugeschnittenes Angebot liefern können, erhalten dann diesen Kwizz und können somit unmittelbar auf das Anliegen des Kunden reagieren. Dabei spielt es im Übrigen keine Rolle, ob es sich um einen gewerblichen oder einen privaten Anbieter handelt. Da der letztendliche Abschluss eines Geschäfts direkt zwischen Kunde und Lieferant erfolgt, können Händler hier auch ohne großen Marketingaufwand passende Kunden finden und ihre Ware vertreiben.

Wer profitiert von der Plattform und welche Pläne hat Kwizzme.com noch?

Viele kleine oder regionale Händler und Dienstleister haben oft das Problem, dass sie gegen die großen Onlinehändler wie Amazon  kaum eine Chance haben und nur selten mit diesen konkurrieren können. Genau hier sieht Ostmeier den Ansatz für seine E-Commerce Plattform, denn Kwizzme.com stellt eine zusätzliche Erlösmöglichkeit für regionale Händler oder Dienstleister dar.

Zukünftig sollen die Kunden auf eine Art „Want“-Button klicken können. Somit können sie Dinge, die sie entdeckt haben und die ihnen gefallen, mit anderen teilen. Vor allem für Soziale Netzwerke wie Facebook ist dies eine durchaus interessante Geschichte. Des Weiteren entsteht durch das gezielte setzen von Schlagworten die Möglichkeit, dass Händler bzw. Anbieter zusätzliche Umsätze direkt aus verschiedenen Webseiten generieren können. Laut Internetworld kann man Kwizzme.com zu diesem Zeitpunkt noch kostenfrei nutzen. Zukünftig ist jedoch angedacht, dass sich die E-Commerce Plattform über erfolgsabhängige Provisionen, die von den Anbietern gezahlt werden müssen, finanziert.

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