Social Media Marketing

Klo-Geschichte: Wenn Brands zu viel twittern

Nicht auf jeden Tweet sollten Brands reagieren. Ein amüsantes Beispiel zeigt: Manchmal ist es besser zu schweigen.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Auf bestimmte Tweets sollten Brands nicht unbedingt antworten. Gerade im Hinblick auf Beiträge rund ums „stille Örtchen“ ist manchmal Schweigen die bessere Alternative. Happyplace berichtet von einem solchen Fall.

Was war passiert? Im November veröffentlichte der Twitter-User @DjMikeBlau einen Tweet, indem er darauf hinwies, man solle beim Toilettengang und fehlendem Toilettenpapier nicht auf das Papier eines bestimmten College-Blocks zurückgreifen, genauer gesagt auf das „Five Star College Ruled Notebook Paper“.

Ob der User nun wirklich Toiletten-Erfahrungen mit dem Papier gemacht hat oder nicht – man wird es wohl nicht mehr erfahren. Wie dem auch sei: Das Social-Media-Team des Unternehmens Mead Five Star hielt es für angebracht, darauf zu antworten. Und das tat es mit folgendem Tweet:

“@djmikeblau We agree. Five Star notebook paper is no substitute for @Charmin”

Da ist sicher etwas Wahres dran. Zur Erklärung: Charmin ist eine Marke für Toilettenpapier. Und natürlich wäre dies für die Bedürfnisse von @djmikeblau passender gewesen. Naja. Das Social-Media-Team von Charmin wollte sich nun auch an dem Gespräch beteiligen und postete:

“@meadfivestar @djmikeblau ACCCKKKK!!!! #thathadtohurt #ItsToWriteNotToWipe”

Auch richtig. Und dennoch: Vielleicht sollte man als Social-Media-Mitarbeiter in diesem Fall besser schweigen. Letztlich ist man hier in einem Bereich, der nicht für alle User erträglich ist. Kevin Allen von The PR Daily schrieb dazu, dass er als Social-Media-Mitarbeiter nicht auf den Tweet geantwortet hätte. Wohl aber als Privatperson – vermutlich weil er das Thema lustig fand.

Was denken Sie? Sollten Brands auf derartige Posts antworten oder lieber schweigen?

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2 Gedanken zu „Klo-Geschichte: Wenn Brands zu viel twittern

  1. Michael

    …ich find´s auch zum Schmunzeln. Über Niveau lässt sich immer streiten, aber ein bißchen „menscheln“ hat noch keinem Unternehmen geschadet. Nervig ist eher, dass es Dir heutzutage ganz schnell passieren kann einen Shitstom von selbsternannten „Sittenwächtern“ an der Backe zu haben.

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  2. Armin

    Ich finde es erfrischend, dass Unternehmen nicht nur „den Mund aufmachen“,wenn es etwas zu verkaufen gilt. Mit Humor bleibt den Leuten oftmals besser im Gedächtnis. Solange es nicht übertrieben wird.

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