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„Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?“: 5 Tipps um den Webshop für den großen Ansturm zu rüsten

Schneller als man denkt, steht der Weihnachtsmann schon vor der Tür. Um nicht von dem Ansturm der Kunden überrascht zu werden, liefern wir euch fünf hilfreiche Tipps.

© anamika bhandari - Unsplash

„Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?“ – Dieser Spruch von Franz Beckenbauer ist schon 19 Jahre alt, kann aber weiterhin bemüht werden. Denn Jahr für Jahr kommt die Weihnachtszeit wieder völlig überraschend. Plötzlich ist Halloween vorbei und Lebkuchen wandern in die Regale. Spätestens jetzt sollten sich Shopbetreiber dringend Gedanken dazu machen, wie sie ihren Webshop noch fit für die Weihnachtszeit machen. Denn noch ist es nicht zu spät, sich für die umsatzstärkste Zeit des Jahres zu rüsten. Dies kann schon durch ganz einfache Maßnahmen gelingen.

1. Kann ich auf den letzten Drücker bestellen?

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Auch viele User stehen vor dem Problem, dass Weihnachten einfach viel zu früh kommt. Oder man hat das Geschenk für Großtante Gerda mal wieder vergessen? Da geraten Last Minute Shopper ganz schnell unter Druck. Kommt das Geschenk noch pünktlich zum Fest? Diese Angst sollte den Usern genommen werden, indem ganz dezidiert auf die Lieferung hingewiesen wird. So ist auf den ersten Blick klar, bis wann die Bestellung eingegangen sein muss, damit sie noch pünktlich unter dem Weihnachtsbaum landet. Sind die Lieferzeiten im gesamten Shop gleich, kann dies auch schon auf der Shop-Startseite prominent eingeblendet werden. Unentschlossene User können mit einem Bestell-Countdown vielleicht schneller überzeugt und als Kunden gewonnen werden. So freut sich nicht nur Großtante Gerda über ihr Geschenk.

2. Was kann ich überhaupt schenken?

Bei einigen Geschenken steht womöglich jeder zumindest kurz vor der Frage: „Was soll ich demjenigen bloß schenken?“ Natürlich können sich User auf der Suche nach einem passenden Geschenk durch das gesamte Sortiment des Shops klicken – werden aber möglicherweise schnell die Geduld verlieren und den Webshop verlassen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Shopbetreiber auf Service setzen. In einem Geschenkeberater, der auf der Seite eingebunden wird, können sich die Nutzer durch einen vorher definierten Fragenkatalog klicken. So werden sie Schritt für Schritt durch das Sortiment geführt, es reduziert sich mit jeder beantworteten Frage und am Ende wird dem User das passende Geschenk für eine liebe Person vorgeschlagen. Ein weiterer Vorteil von Beraterfunktionen im Shop: Einmal konzipiert und eingebunden können sie auch nach Weihnachten genutzt werden, um Usern die Navigation durch das Produktsortiment zu erleichtern.

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3. Wollen wir ein Spiel spielen?

Zu Weihnachten können sich Shopbetreiber besonders gut die so genannte „Gamification“ zu Nutze machen. So können kleine Gewinnspiele eingebunden werden: Zum Beispiel Geschenke, die nach und nach im Shop auftauchen und unter einen Weihnachtsbaum gelegt werden können. Liegen alle Geschenke unter dem Baum, erscheint ein Incentive in Form eines Gutscheincodes. Die User werden solche Aktionen mit einem erhöhten User Engagement, höherer Kundenbindung und möglicherweise volleren Warenkörben danken.

4. Das Produkt ist ausverkauft. Und jetzt?

Gerade zu Weihnachten kommen Shopbetreiber schnell in die unangenehme Situation, dass heiß begehrte Produkte schnell ausverkauft sind. Oftmals kursieren aber noch externe Links zum Produkt – oder das Angebot ist noch in organischen Suchmaschinenergebnissen auffindbar. Kommt der Nutzer dann auf die Seite, ist er erstmal enttäuscht. Aber auch diese Situation können Shopbetreiber entschärfen, indem sie auf eine Kombination aus ähnlichen Produkten und einem Incentive zur Entschuldigung zurückgreifen. Ein kleiner Entschuldigungs-Rabatt und passende Produkte helfen dann, die Enttäuschung nicht allzu groß werden lassen. Im Idealfall sucht der Nutzer weiter nach einem Geschenk – und lässt sich so vom Kauf eines Alternativprodukts überzeugen.

5. Nach Weihnachten ist vor Weihnachten!

Das Weihnachtsgeschäft endet am 24. Dezember? Glaubt man den Zahlen der letzten Jahre – Nein! Auch über die Feiertage bis zum Jahresanfang winkt das Umsatzplus. Schließlich wollen die Gutscheine und Geldgeschenke auch schnell wieder reinvestiert werden. Die Nutzer sollten also auch nach Weihnachten noch auf den Shop gelockt werden und hier Anreize erhalten, zu kaufen. Sei es durch einen verkürzten Versandzeitraum, damit das lang ersehnte Geschenk an sich selbst auch schnell beim Käufer landet, durch spezielle Post-Christmas-Sales oder kleine Gewinnspiele. Über Social Media können die angeteasert und gestreut werden und haben den Vorteil, dass dadurch nicht nur Abverkäufe sondern auch wichtige Daten zum Nutzerverhalten gesammelt werden können. Diese können wiederum in die (vielleicht beim nächsten Mal etwas frühere) Planung des Weihnachtsgeschäfts mit einbezogen werden.

Es ist noch nicht zu spät, für zufriedene Kunden und volle Warenkörbe während der Weihnachtszeit zu sorgen. Viele Optimierungen im Webshop können schnell und mit vergleichsweise wenig Aufwand umgesetzt werden – und der Webshop wird fit für Weihnachten.

Über Felix Schirl

Felix Schirl ist seit April 2015 Geschäftsführer und Chief-Technical-Officer (CTO) des Münchner Technologieunternehmens trbo GmbH. Zuvor sammelte der 39-Jährige sechs Jahre Management-Erfahrungen bei intelliAd Media. Dort betreute er als Chief Information Officer (CIO) den Bereich Tracking sowie die Entwicklung neuer Kernprodukte. Seine Karriere startete Felix Schirl nach seinem Studium an der Technischen Hochschule Nürnberg im Jahr 2000 als Development Manager bei Pangora (Lycos Europe). Im Anschluss zeichnete der Informatiker beim Internet-Auktionshaus Swoopoo für die Leitung und Weiterentwicklung des Bereichs Frontend und Core Applikation verantwortlich.

Felix Schirl

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