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“Wenn Evernote und Tumblr ein Baby kriegen würden, dann würden sie es Keeeb nennen”

Interview mit Marc Thomalla, CMO bei Keeeb. über die Idee dahinter, weltweite Ausbreitung, Monetarisierung, die Konkurrenz und über Hamburg.

Logo Keeeb

Marc Thomalla stand uns im Interview Rede und Antwort. Spannende Einblicke in die Entwicklung des Startups keeeb aus dem Herzen Hamburgs. Viel Spaß:

OnlineMarketing.de: Welche Idee steckt hinter keeeb?

Marc Thomalla

Marc Thomalla

Marc Thomalla: Keeeb ist ein neuartiger Social Knowledge Management Service, der das Arbeiten mit Online-Inhalten revolutioniert. Informationen wie Bilder, Textabschnitte und Videos können schnell und einfach von jeder Webseite gespeichert, miteinander gruppiert und mit anderen geteilt werden. Die Quellenangabe bleibt dabei immer erhalten! Der Service kann persönlich oder kollaborativ genutzt werden. Die gesammelten Informationen sind je nach Einstellung des Users öffentlich oder nur einer geschlossenen Gruppe zugänglich. Keeeb wurde im Jahr 2011 gegründet und vor allem von professionellen Webworkern wie Webdesignern, Social Media Experten, Bloggern, Programmierern und Marketing Managern genutzt und geschätzt.

In welchen Punkte musste das Konzept im Zeitverlauf seit Gründung noch verändert werden?
Ich habe eine nationale und internationale Strategie im Oktober 2012 entwickelt, die allerdings variabel ist. Vor meinem Einstieg bei Keeeb wurde vieeeel programmiert, Keeeb ist sehr komplex. Wir könnten zum Beispiel auch nicht einfach so Freelancer beschäftigen – die Einarbeitungszeit wäre zu lang.

Warum ist die Strategie variabel? Weil du in einem StartUp nicht so weit vorausplanen kannst. Du hast deine Vorstellungen (in denen habe ich bereits Evernote gekauft und geschlossen :-)) und musst wirklich Monat für Monat deine Ziele überprüfen und den Forecast anpassen. Mittlerweile plane ich nur noch 3 Monate voraus – es kann einfach zuviel passieren, wenn ich an bestimmten Schrauben drehe.

Habt ihr natürliche Konkurrenz? Wo ist keeeb im Vergleich zu z. Bsp. Evernote oder Pinterest anzusiedeln?
Man muss ganz klar unterscheiden zwischen “Content Collection” und “Content Curation”. Viele Dienste, die man im ersten Schritt vielleicht als Konkurrenz sieht, sind nichts anderes als “Sammelstellen”, ohne damit nach dem Speichern mehr zu machen. Bei Keeeb ist das anders: Du keeebst dir einen Textabschnitt, ergänzt ihn dann aber selber noch mit einem Video von Youtube oder Vimeo und fügst vielleicht noch selber Text hinzu oder packst ein passendes Bild mit hinein. Du kuratierst also die Inhalte, bereitest sie für dich oder deine Leser besser auf. Und das in diesem Umfang mit gruppieren etc. macht Keeeb wiederum uniqueIch habe mal auf Twitter gelesen: “Wenn Evernote und Tumblr ein Baby kriegen würden, dann würden sie es Keeeb nennen”. Das sagt doch alles aus ;-)

Keeeb in Action

Strebt ihr eine weltweite Verbreitung an oder konzentriert ihr euch auf Deutschland?

Think global!

Wenn du mit einem Dienst wie Keeeb nur in Deutschland stattfinden willst, dann können wir jetzt den Stecker ziehen. Ganz im Gegenteil, vor allem der US-Markt ist riesig. Auch durch den Aufkauf von snip.it durch Yahoo oder Clipboard durch Salesforce haben wie viele User weltweit gewonnen. USA, Russland, EU, China, Saudi-Arabien ,Indien – alles mit dabei. Das Gute ist, dass wir mit Keeeb und der Typo alle Sprachen keeeben können. Es gibt keine Darstellungsprobleme!

Monetarisierung interessiert insbesondere die Investoren bzw. zukünftige Investoren. Welche Kapitalisierungsmaßnahmen sind geplant?
Es gibt verschiedene Formen das Thema Keeeb zu monetarisieren. Für uns ist es wichtig, dass wir die User nicht nerven, sondern dass es sich immer um einen Mehrwert handelt. Wir haben gut ausgearbeitete Pläne für die Zukunft die nicht nur sicherstellen, dass Keeeb auf einem guten finanziellem Fundament steht, sondern auch von unseren Usern unterstützt wird.

In den letzten Wochen hatte ihr durch hohe Medienpräsenz erhöhte Aufmerksamkeit (z.Bsp. Lifehacker und TNW berichteten. Wie kam es dazu und was waren die Folgen?
Medienpräsenz war immer da, aber die wirklichen Top-Quellen im Ausland wurden durch die Clipboard-Übernahme durch Salesforce aufmerksam. Wir waren sehr schnell und haben als erster Service weltweit den Clipboard Nutzern einen Importer angeboten, quasi “Your new home is Keeeb!”. Das kam super an – entsprechend ist das Userwachstum, die Resonanz und weitere Anfragen.

Hier eine kleine Auswahl an Artikeln:

  • The Next Web: We go hands-on with Web-clipping Web app Keeeb, 1 week after Salesforce acquired and shuttered Clipboard
  • lifehacker: Keeeb Organizes Web Clippings From Any Browser
  • dashburst: Keeeb: An Effective and Beautiful Way to Curate All Types of Online Content

Wo seht ihr Keeeb in einem Jahr? Welche Meilensteine stehen an?
Wir haben eine umfangreiche Liste an Funktionen, die wir noch in Keeeb implementieren werden. Der nächste große Meilenstein wird “Mobile” werden. Das ist in 4-6 Wochen (circa) soweit. Dann ist Keeeb voll mobilefähig und Apps werden wir auch anbieten. Keeeb soll DIE Plattform sein, wenn es um coole Inhalte geht, die von Usern erstellt wurden. Nicht nur Bilder, sonder qualitativ hochwertiger Content.

Ihr seid in Hamburg, im Schanzenviertel angesiedelt. Was ist das Besondere an Hamburg und der Lage?
Hamburg ist der Körper, die Schanze das Herz – hier ist man direkt am Puls der Stadt, viele andere Unternehmen sitzen hier, mit denen wir gemeinsame Sache machen können. Es ist nicht so steril wie andere Office Gebäude. Hier arbeitet man kreativ – es ist wie eine kleine eigene Community.

Erkläre einem potentiellen Nutzer in einem Satz, warum er sich anmelden und keeeb nutzen sollte.
Keeeb ist zum einen ein absolutes Arbeitstier – mit Keeeb lassen sich sämtliche Online-Recherchen hervorragend bewältigen. Ob für das Presseclipping, den Fitnesstrainerschein oder auch für das Community Management – mit Keeeb wird Recherche nicht nur spaßig sondern die gefundene Inhalte werden auch noch schnell, einfach und schön wiedergefunden!

Doch Keeeb kann nicht nur hart arbeiten, Keeeb kann auch Spaß machen! Somit lässt es sich auch hervorragend in der Freizeit nutzen, um den nächsten Urlaub zu planen, die besten Rezepte zu sammeln, eine “Will ich haben”-Liste anzulegen oder einfach nur die besten Posts von Facebook aufzuheben.

Der Kreativität und eigenen Entfaltung sind hier keine Grenzen gesetzt – es wird einfach das gesammelt, was am wichtigsten, lustigsten, niedlichsten, leckersten, hübschesten, coolsten, interessantesten, nützlichsten, … ist.

(Sorry, das war jetzt mehr als ein Satz :-))

Vielen Dank für das Interview.

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Über Marc Stahlmann

Marc Stahlmann

Marc Stahlmann ist Geschäftsführer von OnlineMarketing.de, dem größten Digitalportal zum Thema Online Marketing. Als studierter Betriebswirt, Startup-Fan und Online Marketer ist er vertraut mit dem aktuellen Marktgeschehen. Zudem ist er Mitgründer und Organisator vom Online-Karrieretag, der größten Karriereveranstaltung für die Digitalbranche.

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