Mobile Marketing

Internetradio sendet Heiratsantrag als Local Ad

Das Internetradio Pandora hat seine Targeting-Infrastrukturen benutzt, um einen Heiratsantrag zu senden – nur an die Eine.

Logo: Pandora Radio

Kyle Taylor ist ein Organisationstalent – jedenfalls sagt er das über sich selbst. Außerdem ist er seit nunmehr fast sechs Jahren in einer glücklichen Beziehung. Diese soll nun endlich besiegelt werden, aber für die eine Frage muss etwas Besonderes her, findet Kyle. Und so besinnt er sich schließlich auf das, was er im Grunde eigentlich zu tun vorhat: um sie werben. Als Taylors Kundenanfrage beim Internetradio Pandora (nur in den USA erreichbar) eingeht, ist man dort regelrecht aus dem Häuschen. Selbstverständlich werde man ihm helfen und alles Notwendige in die Wege leiten. Was hatte Taylor vorgeschlagen?

Es geht um einen Heiratsantrag über das Radio. Aber es soll keiner dieser peinlichen Vorträge vor Tausenden von Unbeteiligten werden, die das empathische Empfinden bis über die Schmerzgrenze hinaus belasten. Nur die Eine, die Richtige soll es hören. Was Kyles Angebetete schließlich zu hören bekam, ist das, was Techcrunch“Ultra Targeting Advertising” tauft. In seinem Blog dokumentiert Taylor seine Idee:

“I started to work with the team at Pandora and they told me this has never been done before, so they would be more than happy to help… that’s when I knew this was going to be it. After working with the creative and technical teams to figure out the best medium, getting passed to their audio advertising team to get a script together and recorded by an awesome voice actress, and once it was finalized it went back to ad trafficking to test out my ad and see if it worked. Of course, it worked out perfectly. (Throughout this whole process, I had to lock down my email account and step out for “unexpected” phone calls a lot – luckily I’m a planning ninja.)”

Auf einer Zufahrtsstraße außerhalb der Wohngebiete, auf dem Weg zu einem Restaurant sollte es passieren: im Auto der Freundin läuft Pandora-Radio, als das Musikprogramm von einem Werbeblog unterbrochen wird. Der Clou: in Zusammenarbeit mit den Pandora-Werbeexperten wurde der Antragstext in eine Ad verpackt, die dann nach ganz bestimmten Parametern ausgerichtet wurde. “Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass irgendjemand außer der “Zielperson” diese Werbung empfangen hat”, erklärt CTO Tom Conrad. Die Ad war auf “sehr alte Menschen in einem kaum bewohnten Gebiet” fokussier. Dazu wurden Taylors demographische Daten so umgeschrieben, dass er die (höchstwahrscheinlich) einzig relevante Zielperson war.

Pandora wirbt seit Längerem für sein Local Targeting-Advertising und um Advertiser terrestrischer Sender. Dies ist somit für Pandora vor allem die Geschichte eines beeindruckenden Beispiel der eigenen Fähigkeiten auf dem Gebiet.

PS: Ja.

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