Technologie

Internet bald nur noch im Schneckentempo?

Das Internet wird langsamer. Das geht zumindest aus einer Studie hervor, die ende April von Akamai Technologies Inc. veröffentlicht wurde.

Bild: Joachm Pfitzner / pixelio.de

Ein Bericht des US-amerikanischen Providers und Dienstleister Akamai Technologies Inc. analysiert vierteljährlich den Datendurchsatz im Internet.
Die aktuelle, kürzlich erschienene Studie besagt nun, dass der durchschnittliche weltweite Datendurchsatz im Internet um 14%, im Vergleich zum vergangenen Quartal, zurückgegangen sei.
Eine genaue Erklärung für die „Verlangsamung“ des Traffics gibt es bisher noch nicht. Im Akamai Report wird hierzu keine Theorie aufgestellt. Auch bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse finden sich keine schlüssigen Anhaltspunkte für eine Verlangsamung des Traffics.

Spekuliert wurde über die Nutzung von mobilen Internetverbindungen bspw. durch die Nutzung von Smart Phones oder Tablet PCs. Akamai hat den Traffic mobiler Geräte in der Studie nicht berücksichtigt. Stark zugenommen hat in letzter Zeit sicher auch die Nutzung von Online-Videoangeboten, die besonders viel Datenverkehr verursachen und damit auch eine der Ursachen für die Verlangsamung sein könnten.

Im besagten Report werden neben der Analyse des vergangenen Quartals auch immer Prognosen für das kommende Jahr gestellt.

Akamai Breitband Verbreitungsgrafik

Akamai Breitband Verbreitungsgrafik

Die durchschnittlich schnellsten Anbindungen finden sich in Südkorea, Japan und Hongkong.
Erst dann folgen die ersten europäischen Staaten, angeführt von den Niederlanden.
Deutschland schaffte es nicht unter die Top 10, kann dafür aber in puncto Netzausbau einen Platz unter den Top 10 ergattern.
So wird erwartet, dass die Breitbandanbindungen in privaten Haushalten weiter ausgebaut werden und die maximale Geschwindigkeit stetig zunimmt. Bereits 92% aller deutschen Haushalte besitzen eine Leitung mit einer Kapazität über 2Mbps (Download). Spitzenreiter ist die Isle of Man mit 97%.
Der internationale Durchschnitt beträgt knapp 66%. Die Prognose für Deutschland sieht eine Wachstumsrate von 4,3% vor, was vor allem am Ausbau des Glasfasernetzes liegen dürfte.

Fazit:
Der Fakt, dass nur noch 2,5% aller Netzer langsamer als 256 kbps sind, zeigt deutlich, welchen Bestandteil das Internet in den Köpfen der Gesellschaft eingenommen hat.
Es bleibt abzuwarten, warum das Internet „langsamer“ geworden ist. Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden.
Der vollständige Report inkl. aller Grafiken und Fakten kann auf der Website von Akamai Technologies Inc. heruntergeladen werden.

Über Florian Franck

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