Display Advertising

Interaktive Video-Anzeigen – ein Zukunftstrend?

Interaktive Video-Anzeigen könnten die Werbeszene bereichern – vorausgesetzt, sie werden richtig angewendet.

Tungd31/commons.wikimedia

Interaktive Bilder gibt es ja schon seit Längerem – ein Beispiel ist Thinglink, über das wir im vergangenen November berichteten, und das – bei richtiger Anwendung – sicher eine Bereicherung für die Marketingstrategie eines Unternehmens sein kann. Bei interaktiven Video-Anzeigen geht die Entwicklung gerade erst so richtig los. Für viele von uns ist das noch „Neuland“ – um mal den Satz einer bekannten deutschen Politikerin aus dem Zusammenhang zu reißen.

Der eMarketer hat sich jetzt anhand von Studien und Analysen mit dieser Werbeform näher beschäftigt. Er nennt dabei Schätzungen nach denen aktuell zwischen zehn und 20 Prozent der Video-Anzeigen eine interaktive Komponente haben.

Kommunikation in zwei Richtungen

Sicher ist es wichtig, den Begriff „interaktiv“ in diesem Zusammenhang noch einmal zu definieren. Hier gilt es darauf hinzuweisen, dass „interaktiv“ bedeutet, dass eine Art Kommunikation in zwei Richtungen stattfindet. Im Klartetxt: Der User hat die Möglichkeit, auf das Video in irgendeiner Form zu reagieren und damit auch in den Ablauf einzugreifen.

Ausgaben für Video-Werbung werden steigen

Der eMarketer führt in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer älteren Studie von VINDICO aus dem Juni 2012 an. Demnach lag damals der Anteil von interaktiven Videos an allen digitalen Video-Anzeigen bei elf Prozent. Laut Matt Timothy von VINDICO hat sich dieser Anteil mittlerweile verdoppelt – und wird sich bis 2014 noch einmal verdoppeln.

Was das Budget angeht, so geht der eMarketer davon aus, dass der Anteil für den Video-Bereich bei den Display-Ad-Ausgaben in den USA in diesem Jahr bei 23,4 Prozent liegt. Bis 2017 prognostiziert er einen Anstieg auf 30,7 Prozent.

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Es gibt in dieser Hinsicht vielfältige Möglichkeiten, Video-Anzeigen interaktiv zu nutzen. Das spielerische Element dabei in den Vordergrund zu stellen, ist sicher oft der richtige Weg. (Es muss natürlich zum Produkt/zum Unternehmen passen.)

Zu den Möglichkeiten zählen zum Beispiel:

  • ein Button, der eine Verknüpfung zu Social Networks herstellt.
  • einen Anzeigen-Selektor, mit dem der User z. B. zwischen verschiedenen Anzeigen auswählen kann.
  • eine Möglichkeit (Klick), um weiterführenden Content zu starten.
  • einen Call-to-Action innerhalb des Players, mit dem eine Anzeige in einem neuen Fenster gestartet werden kann.
  • ein Overlay, mit dem beispielsweise eine Umfrage gestartet werden kann.

Möglichkeiten gibt es also viele. Welche davon auch wirklich sinnvoll sind, sollte allerdings vorher von den Unternehmen geprüft werden. Fest steht: Will man seine Engagement-Rate nach oben treiben, sollte man auch an interaktive Video-Anzeigen denken.

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