Social Media Marketing

Instagram Werbe-Update: Collection Ads für Brands und Carousel Ads in Stories

Instagram zieht die Marketing-Schraube weiter kräftig an. In den Stories gibt es nun Karussell-Anzeigen und Marken können auf die neuen Collection Ads setzen.

© Jakob Owens | Unsplash, CC0

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Instagram nun auch in den Stories Carousel Ads zulässt. Seit gestern wird aber auf der Plattform sogar ein weiteres neues Werbeformat getestet: Collection. Hierbei können Marken Videos und Produktkataloge überlagern und die Nutzer sind in der Lage Käufe tätigen, ohne Instagram zu verlassen.

Carousel Ads bei Instagram – jetzt in den Stories

Das Karussell-Format ist für Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram sehr beliebt. Seit 2016 können Werbetreibende bei letzterer Plattform mit dieser Variante operieren. Zu Beginn dieses Monats gab Instagram dann bekannt, dass die Carousel Ads, die beispielsweise drei Bilder statt nur einem in einer karussellartigen Ansicht anzeigen, nun auch in den Stories eingesetzt werden können. Zunächst jedoch nur von ausgewählten Werbepartnern (Paramount, Coca-Cola usw.), wie TechCrunchs Anthony Ha berichtet. In seinem Beitrag wird Instagrams Director of Product Marketing, Susan Rose, wie folgt zitiert:

It’s a feature that was requested from businesses and advertisers, given the power that they’ve seen through organic stories with multiple pieces of content.

Mit dem Karussell-Format können mehr Ansichten eines Produkts dargestellt werden. Einige Advertiser erzählen so sogar eine knappe Geschichte.

Auch bestimmte Vorgänge lassen sich damit womöglich für die Nutzer besser erläutern.

Bislang waren die Carousel Ads bei Instagram im Fotostream einsetzbar, ebenfalls mit Videosegmenten. Die Öffnung der Stories für dieses Format soll Werbetreibenden deutlich mehr Einfluss bei den Nutzern der Facebook-Tochter verschaffen.

Die Collection Ads bringen Instagram und E-Commerce zusammen

Neben dem Karussell-Format machen nun die Collection Ads bei Instagram auf sich aufmerksam. Diese werden seit gestern getestet. Davon berichtet Garett Sloan bei Ad Age. Sie zeigen Produktvideos und lassen dabei den Produktkatalog quasi mit diesen verschmelzen, wie diese Beispielmontage von Ad Age zeigt:

Die Nutzer, denen diese Collection Ads ausgespielt werden, können nun die beworbenen Produkte aus dem Katalog direkt kaufen; ohne Instagram dafür verlassen zu müssen. Somit kann Instagram gleichzeitig die Nutzer zu mehr Verweildauer auf der eigenen Seite bewegen und diese potentiell monetarisieren. Für die Nutzer selbst wird Instagram so werbetechnisch zwar aufregender. Die allgemeine Wahrnehmung der sozialen Plattform dürfte aber leiden, wenn mehr und mehr, zum Teil doch sehr auffällige Werbeformate die UX beeinträchtigen.

Die Collection Ads wurden bei Facebook bereits getestet. Für Werbetreibende versprechen sie Werbeerfolge, da der Weg von der Wahrnehmung der Werbung zur Conversion kurz gemacht wird. Phillip Huynh, Paid Social Director bei der Digital Marketing Agentur 360i, meint gegenüber Ad Age:

They bring together video and direct-response in a compelling way that leads to better results across the board. I would anticipate the same success on Instagram, just like every time something is ported over from Facebook.

Facebook nutzt Instagram für mehr Werbeeinnahmen

Facebook exportiert also weitere Werbeformate vom Sozialen Netzwerk zu Instagram, wo noch Werbeinventar vorhanden ist. Marken haben mit diesen Formaten, Carousel Ads in Stories oder Collection Ads, deutlich optimierte Möglichkeiten, um nicht nur Branding über Instagram zu betreiben, sondern direkt Produkte an die Nutzer zu bringen. Mit diesem E-Commerce-Aspekt zeigt sich, wie gut Facebook und Instagram als Vermarktungsplattformen funktionieren und welchen Nährboden sie Marken – nicht zuletzt dank der unheimlich hohen Nutzerzahlen – bieten.

Instagram is a business’s visual shop on mobile,

meint Sheryl Sandberg, Facebook’s Chief Operating Officer.

Doch die Nutzer dürften langfristig wenig erfreut sein, wenn die Fotostreams und Stories nach und nach mit Werbeanzeigen gespickt werden. Diese machen aus dem Portal auch einen wirtschaftlichen Anlaufpunkt, der dem sozialen Grundgedanken ein Stück weit zuwiderläuft. Instagram wird also für die Monetarisierung optimiert; eine gute UX jedoch weiter eingeschränkt.

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