Social Media Marketing

Erfolg auf Instagram und Umweltschutz: National Geographic zeigt, wie es geht

Beeindruckende Bilder, informative Bildunterschriften. Nat Geo beweist immer wieder, dass sie ihren Social Media Auftritt im Griff haben – und dabei eine enorme Reichweite generieren.

© Lucas Alexander - Unsplash

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veröffentlichte der National Geographic zum ersten Mal Fotografien im Printmagazin. Vorstandsmitglieder echauffierten sich fürchterlich darüber und beschimpften die neue Art der Visualisierung als „Verdummung“. Und nun, knapp 100 Jahre später, erfreut sich die Gesellschaft an 89 Millionen Followern auf Instagram. Damit ist es der beliebteste Account, der nicht von einem Prominenten geführt wird. Im Podcast Recode Decode erklärten drei der heutigen Führungskräfte, wie Nat Geo die neuen Medien zum eigenen, aber vor allem auch zum gesellschaftlichen Vorteil nutzt.

Stories werden für alle Medien gemacht, nicht nur die Zeitschrift

Courteney Monroe, CEO des TV Networks von Nat Geo, sieht sich im ständigen Wettstreit mit anderen Plattformen stehen. Genaugenommen beinhaltet dies jedes Medium, dass die Aufmerksamkeit von potentiellen Zuschauern auf sich zieht. Die Liste der Konkurrenten ist lang und beinhaltet unter anderem Netflix und sogar Fortnite. Ihr Ansatz ist es also herauszufinden, wie man User anderer Plattformen für National Geographic gewinnen kann.

Die Gesellschaft begründet ihren digitalen Erfolg mit der speziellen Herangehensweise an Geschichten. Dabei wird nämlich nicht nur die Darstellung in der Zeitschrift bedacht, sondern auch der Internet- sowie der TV-Auftritt. Vor der Veröffentlichung wird überlegt, wie man den neuesten Leitartikel auf Instagram präsentieren könnte. Nach eigener Aussage vermeidet Net Geo dadurch einen Fehler, den viele andere Unternehmen machen: Content erstellen, ohne zu wissen, wie dieser auch in den sozialen Medien präsentiert werden soll. Redakteurin Susan Goldberg sagt dazu:

We never just produce a magazine story, ever. Now, we’ve got cross-departmental teams and cross-functional teams meeting to create the content from the beginning that will make sense and will tell the story the most effectively across platforms

Über Instagram das Umweltbewusstsein der Gesellschaft wecken

In einer aktuellen Geschichte klärt Nat Geo über die Verschmutzung unseres Planeten durch Plastikmüll auf. Das Thema greift nicht nur ein heutzutage omnipräsentes Problem auf, sondern erhält auch Millionen von Rückmeldungen. Was mit starken fotografischen Impressionen begann, entbrannte schnell zu einer sozialkritischen Diskussion, aus der wiederum eine ganze Kampagne entstand. Und die Resonanz ist enorm:

We set out to ask people to take a pledge. We gave them all the facts and figures. Plastics is an issue that, unlike climate change — there’s very clear, specific action that you can take to reduce your own single-use plastic use. We have almost 40,000 pledges that we’ve gotten from our audiences across platforms. At this point, we’re at probably 600 million impressions across the campaign with all of our content.

Scheinbar ist es die Kombination aus Sozialkritik und Social Media, die National Geographic so erfolgreich macht. Verständlich, denn gerade der jüngeren Generation, welche sich überwiegend auf Instagram und Co. bewegt, liegt das Thema Umweltschutz am Herzen. Nat Geo beruft sich aber nicht nur auf die eigene Aufgabe, „für Nachhaltigkeit zu kämpfen“. Der Zusammenschluss zwischen 21st Century Fox und der ursprünglichen National Geographic Society gilt nämlich als Nonprofit-Gesellschaft. Eine wichtige Abgrenzung zu den profitorientierten Konkurrenten.

Erfolg auf allen Social Media Kanälen

Während viele Unternehmen sich über sinkende Reichweite auf Facebook beschweren, beweist Nat Geo das genaue Gegenteil. Ihr Format „Safari Live“ erfreut sich großer Beliebtheit bei über 250.000 Fans und bis zu 140.000 Zuschauern. Und auch Links auf Twitter und kurze, informative Youtube Videos tragen zum Social Media Erfolg von National Geographic bei. Und im Endeffekt ist es doch schön zu wissen, dass nicht nur Kim Kardashian und BibisBeautyPalace die Aufmerksamkeit von Millionen bekommen, sondern auch gesellschaftlich relevante Themen – Wie eben die von Nat Geo. Goldberg fasst es wie folgt zusammen:

A lot of people want to run screaming from the room when you put the words ‘climate change’ together. They don’t want to hear about it. But what we can do is pull people into the stories with our visual storytelling, our incredibly unique approach. There’s a lot of power in that.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Michelle Winner studiert Anglistik und Germanistik an der Uni Hamburg. Nachdem sie in einer Lokalzeitung und im Eventbereich Erfahrungen gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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