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Social Media Marketing
Neue Insights für Google und YouTube Ads: Produktsuch-Trends und optimierte TrueView Attribution
Neue Insight zu Werbelösungen über Google, Screenshot YouTube, © Google Small Business

Neue Insights für Google und YouTube Ads: Produktsuch-Trends und optimierte TrueView Attribution

Niklas Lewanczik | 18.10.18

Google gibt Marketern mit Shopping Insights, neuen Landing Page Reports für Ads und einer optimierten Attribution für TrueView innovative Werbe-Insights.

Das Werben über Googles Netzwerk bleibt aufgrund der Dominanz des Unternehmens in Form von Search oder YouTube für extrem viele Marketer relevant. Diese fordern jedoch stets ein besseres Verständnis oder eine Kontextualisierung der Kampagnen. Daher stellt Google nun auf verschiedenen Ebenen konkrete neue Insights zur Verfügung. Von Produkten im Trend bis hin zur zeitbezogenen Wirkung von Ads über TrueView bei YouTube.

Welche Produkte sind bei Usern im Trend

Gerade für den E-Commerce-Bereich ist dieses Update von Interesse. Google bringt Updates für das Tool namens Shopping Insights. Mit diesem soll ermittelt werden können, ob und wann Marken und bestimmte Produkte im Trend liegen oder gerade abgemeldet sind. Die neue Version, so der Blogpost, beinhaltet bereits Daten zu über 55.000 Produkten und 45.000 Marken. Außerdem sind fast 5.000 Kategorien wählbar.

Neuerdings kann mit dem Tool auch die Popularität einzelner Marken gegeneinander abgewägt werden. Das kann für Shops von Bedeutung sein, wenn sie Angebote für bestimmte Produkte ausspielen wollen. Und immerhin sind Käufer heute weniger an ihre Stammmarke gebunden als früher.

Daten zur Popularität von Marken bei Rucksäcken aus Googles neuem Shopping Insights Tool (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Google

Die Daten können auch wöchentlich geprüft werden, sodass Marketer sich auf Umstellungen und schnell etablierte Trends einstellen können. Wie die User suchen, kann ebenfalls ermittelt werden. Bei Konsolen wurden in 90 Prozent der Fälle die Markennamen in die Suchanfragen integriert. Die drei dargestellten Marken aus der Grafik zu den Rucksäcken tauchen jedoch nur in gut acht Prozent der Suchanfragen auf. Mit diesen Erkenntnissen können Marketer ihre Strategien stets an die vorherrschenden Präferenzen von Nutzern anpassen.

User des Tools können bis zu zehn wöchentliche oder monatliche E-Mail-Berichte erstellen, die sie zu Trends in bestimmten Kategorien auf dem Laufenden halten.

Berichte zu Produktsuch-Trends bei Google, © Google

Das Tool ist derzeit für Mobile und Desktop in den USA verfügbar.


 

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Zwei neue Landing Page-Berichte

Eine weitere Neuerung in Googles Werbe- und Insights-Kosmos sind die neuen Landing Page-Berichte für den Berichtseditor. Der Berichtseditor erlaubt eine visuell aufbereitete Leistungsdatenanalyse. Nun werden zwei Landing Page-Berichte verfügbar gemacht: der Landing Pages-Bericht und der erweiterte Landing Pages-Bericht.

Beide werden vom Bereich „Leistung von Zielseiten bewerten“ übertragen und im Berichtseditor zu bearbeiten sowie zu den Dashboards hinzuzufügen sein. Der Landing Pages-Bericht ist eine verbesserte Version des finalen URL-Berichts, hat aber drei weitere Bereiche aufzuweisen:

  • den Mobile Speed Score
  • die mobilfreundliche Klickrate
  • die valide Klickrate für AMP
Der neue Landing Pages-Bericht für den Berichtseditor (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Google

Der erweiterte Landing Pages-Bericht zeigt zusätzlich die Reichweite der URL-User nachdem kontextuelle Änderungen vorgenommen oder benutzerdefinierte Parameter eingestellt wurden. Im erweiterten Bericht können beispielsweise Kuchendiagramme für nach Landing Pages unterteilte Konversationen erstellt werden.

Der erweiterte Landing Pages-Bericht bei Google Ads (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Google

Neue Attributionsvorgaben für TrueView Action Ads

Letztlich gab Google ebenfalls bekannt, dass die Attribution für TrueView Action Ads bei YouTube optimiert wird. Das heißt konkret, dass man das Verständnis für die Relevanz der Ads in der Journey des Käufers erweitern möchte. Die voreingestellte Attribution für die Ads wird demnach geändert.

Als Engagement wird nun bereits gezählt, wenn ein User die Ad klickt oder mindestens zehn Sekunden schaut. Zuvor waren es hier 30 Sekunden gewesen. Außerdem wird nach der neuen Voreinstellung eine Conversion gezählt, wenn der User innerhalb von drei Tagen nach einem Engagement mit der Werbeanzeige eine daran gekoppelte Interaktion zeigt. Wer hier Alternativen vorzieht, kann Google kontaktieren und einen anderen Zeitraum für seine Ads einstellen lassen. Bei den Usern, die eine Werbeanzeige anklicken, wird eine Conversion aber weiterhin je nach dem eingestellten Zeitraum gezählt (die Voreinstellung war hier bei 30 Tagen).

Advertiser müssen sich nicht selbst bemühen, um von den Vorteilen dieser Änderungen zu profitieren. Dazu gehören:

  • ein gezielteres Zählen der Conversions
  • eine raschere Optimierung von CPA-Kampagnen
  • aktuellere Berichterstattung aufgrund reduzierter Conversion-Verzögerungen

All die Updates sind für Marketer im Google-Universum womöglich von Interesse. Denn sie bedeuten ein wiederum datenbasiert besseres Verständnis der aktuellen Werbe-Performance und künftiger Kampagnen. Die neuen Insights werden nach und nach ausgerollt und sind zum Teil (Shopping Insights) erst in den USA verfügbar. Doch bald können Marketer insgesamt von Googles neuen Features profitieren. Allerdings bedeuten die neuen Metriken auch, dass Google schneller Interaktionen als Conversions abrechnen kann; was vielmehr Google als Anbieter nützt als den Advertisern. Nicht zuletzt deshalb ist dieses Update vor allem aus Sicht der Suchmaschine wirtschaftlich sinnvoll. Alle Neuerungen aber stärken schließlich Googles Marktmacht im Werbesektor; dank des unerhörten Datenzugriffs.

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