Marketing Strategie

IKEA Ad: Wohnzimmer aus Stranger Things, Friends und Simpsons rekreiert

Der Möbelhändler setzt auf die Kombination von Popkultur und eigenen Produkten, um diese zu bewerben.

© IKEA

IKEA ist mit einer simplen, aber medienwirksamen Idee der nächste Marketing Coup gelungen. Für eine umfassende Kampagne wurden drei äußerst populäre Wohnzimmer der Medienlandschaft nachgestellt, komplett mit Möbeln und Dekoration des schwedischen Einrichtungshauses. Dabei geht es um Räume aus den Serien Stranger Things, Die Simpsons und Friends, die Millionen Menschen bekannt sind.

IKEA-Möbel für Kultwohnungen

Die Kampagne, die IKEA zusammen mit Publicis Spain realisiert hat, läuft in den Vereinigten Arabischen Emiraten, online und über Print. Zudem sollen die nachgebauten Räume Kunden dort auch bei einem Live Event präsentiert werden, wie Ad Age berichtet. Der Titel der Kampagne, „Real Life Series“, spielt auf die populären Serien an und darauf, dass sich die Kunden ein Stück davon nach Hause holen können, indem sie die Möbel oder Einrichtungsgegenstände kaufen, die IKEA für die Rekreation der Räume genutzt hat.

Dabei geht es beispielsweise um das mysteriöse Wohnzimmer von Joyce Byers und ihren Söhnen aus Stranger Things.

IKEA Ad mit Verweis auf Stranger Things, © IKEA, Publicis Spain

Die Referenz zur ungemein populären Netflix-Serie dürfte viele Zuschauer und Nutzer ansprechen. Vielleicht überlegen sie dann tatsächlich, sich einen Sessel zu kaufen, der im Raum der Byers so gut aussieht und vielleicht auch bei ihnen reinpasst.

Die Wahl der Serien war nicht leicht

Gegenüber Ad Age erklärt Eduardo Marques, der Chief Creative Officer für die Kampagne, dass es gar nicht so einfach war, die drei passenden Serien auszuwählen.

We had a list of 60, so deciding these three was quite a hard decision to make.

Die Werbung, die in den VAE laufen wird, richtet sich mit diesem popkulturellen Hintergrund auch an die vielen Expats im Land; und sie macht international Schlagzeilen. Denn Die Simpsons und Friends sind seit Jahren, Jahrzenten weltbekannt. Um die Wohnzimmer von Homer, Marge und Co. sowie von Monica Gellers Wohnung zu rekreieren, musste aus zahlreichen IKEA-Optionen ausgewählt werden, wie Marques weiter erklärt:

The curious thing [we discovered] is that, actually, you can really find anything at at IKEA. Every object we needed to replace, we had more than three options at Ikea to use. So, the hard work was to select from all these options we had.

IKEA Ad mit Verweis auf Friends, © IKEA, Publicis Spain

Der Slogan „For Real Families“ soll nun die Kunden animieren, sich die Einrichtungsgegenstände in die eigenen Zimmer zu holen – und vielleicht auch ein Stück weit die Reminiszenz an Unterhaltungen zwischen Joey, Rachel, Chandler, Ross, Phoebe und Monica. Auch das kultige Wohnzimmer der Simpsons ließe sich sogar nachstellen.

IKEA Ad mit Verweis auf Die Simpsons, © IKEA, Publicis Spain

Vielleicht ist das für den einen oder anderen Superfan sogar eine Option. Vor allem aber gewinnt IKEA mit der Kampagne Publicity und wird womöglich noch mehr Kunden in die Warenhäuser und zum Onlineshop locken. Und ab demnächst können diese sogar in der IKEA App direkt Produkte kaufen. So dürfte sich das Möbelhaus darauf einstellen, dass einige Produkte, die in dieser Kampagne auftauchen, bald noch etwas mehr Nachfrage erfahren könnten.

Die grundsätzlich simple Idee könnte andere Marken inspirieren und zeigt: popkulturelle Referenzen funktionieren, weil so ein medienübergreifendes Band mit den potentiellen Kunden geknüpft werden kann. Für die Kunden ist das Schöne: sie können sich, wie bei den Serien selbst, von allem ein bisschen nach Hause holen, wenn sie möchten. Kaufen sie dafür bei IKEA, ist die Marke am Ende der Gewinner.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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