Social Media Marketing

Händler nutzen Social Media nicht zum Verkaufen, sondern zum Präsentieren

Social Media ist für Unternehmen das Zentrum nahezu jeder Marketingstrategie, allerdings wird es kaum zum direkten Verkauf genutzt.

(c) lusi / rgbstock

Social Media hat in der Vergangenheit bezüglich Unternehmen bewiesen, dass es sich zum direkten Produktverkauf eignet. Allerdings scheinen diese Zeiten vorbei zu sein. Viel mehr ist das Social Media in Hinblick auf Kundenbindung, Markenbewusstsein und Kundenservice den Unternehmen wichtig. Dieses erfährt man aus einer neuen Studie von eMarketer mit dem Titel “Social Commerce: Influencing Shoppers and Assisting Sales“.
Dass Social Media Storefronts eher einem Relikt alter Tage gleicht, zeigt folgende Statistik: Waren es in 2012 noch 62 Prozent der befragten Großhändler, die über Facebook Apps ihre Waren vertrieben haben, sind es ein Jahr später nur noch 15 Prozent. Der direkte, großflächige Verkauf wurde durch die vielen anderen Möglichkeiten der sozialen Netzwerke ersetzt. Die Unternehmen sind kreativer geworden und schaffen lediglich Anreize für das shoppen. Zudem fördern sie das Image der jeweiligen Marke und sorgen für das Markenbewusstsein innerhalb der Gesellschaft.

Verführung des Kunden per Social Media

Dabei steht vor allem das „Verführen“ des Users im Mittelpunkt. Es reicht bei Weitem nicht mehr, lediglich das Produkt anzubieten mit den Worten „kauft mich“. Dafür gibt es andere Kanäle. Über das Social Media tritt das Unternehmen in den direkten Kontakt mit den Usern. Diese Möglichkeit ist viel mehr wert, als Produkte anzupreisen. Durch die Social Media Arbeit haben die Unternehmen erkannt, dass sie einen Mehrwert schaffen können. User-Interaktion, Kommentarfunktion, Facebook Games, Content und Contests – all diese Features stehen nun im Fokus der Marketer. Auch der Social Network Sharing Button ist in diesem Sinne zum Standard geworden: Nutzten in 2012 89 Prozent der befragten Unternehmen diese Funktion, stieg der Anteil 2013 auf 94 Prozent.

Allgemein ist das soziale Sharing eines der beliebtesten und effektivsten Instrumente einer jeden Marketingstrategie geworden. Dadurch lässt sich der Markenname einfacher denn je durch Content, Video oder Comments verbreiten.

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Social Media als Forschungsinstrument für Unternehmen

Nachdem die Unternehmen also erkannt haben, dass die sozialen Netzwerke viel mehr als nur die Möglichkeit zum offensiven Verkauf sind, nutzen sie die Plattformen auch zu Forschungs- beziehungsweise Recherchezwecken. Denn das Social Media ist auch der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um Produktbewertungen geht. Eine Umfrage ergibt, dass 39 Prozent aller User über soziale Netzwerke beziehungsweise über die dortigen Produktbewertungen dahingehend beeinflusst werden, ob sie etwas kaufen oder nicht.

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Tatsächlich schließen sich User in sozialen Netzwerken einem Unternehmen an (like, follower), um etwas über die Marke zu erfahren und nicht, um direkt etwas zu kaufen. Denn über die Plattformen Pinterest, Facebook und sogar YouTube lernen die User erst die Marken und Produkte kennen. Wieso sollten sie auch vorher etwas kaufen, was sie noch gar nicht kennen?

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