Display Advertising

Googles paralleles Tracking für Display und Video Ads kommt im Mai

Paralleles Tracking ist für Google Ads-Konten erforderlich, kommt nun aber erst im Mai als Option für Display und Video – ab Ende Juli ist es obligatorisch.

Neuigkeiten zum Tracking bei Google Ads, © Google Ads

Die Ladegeschwindigkeit der Seiten entscheidet über eine gute User Experience, oft sogar darüber, ob die Seite überhaupt besucht wird. Deshalb beschleunigt Google das Laden der Landing Page von Ads durch paralleles Tracking. Während es für Google Ads-Konten bereits Pflicht ist, kommt es nun für Display und Video Ads, auch Mobile, im Mai – zwei Monate später als geplant – als Option, wird jedoch später ebenso verpflichtend sein.

Paralleles Tracking: Die Klickmessung im Hintergrund

Google gibt an, dass 53 Prozent der Nutzer den Besuch einer mobilen Website abbrechen, wenn diese mehr als drei Sekunden zum Laden benötigt. Daher setzt sich das Unternehmen mit zahlreichen Maßnahmen für schneller ladende Seiten und damit eine bessere UX ein. Das kommt langfristig den Websites selbst zugute. Eine dieser Maßnahmen sind AMPs, außerdem stellt Google etwa mit PageSpeed Insights ein Tool bereit, bei dem die Ladegeschwindigkeit für die Dektop- und die mobile Version der Seite analysiert wird.

Mit parallelem Tracking hat Google für den Ads-Bereich ein weiteres Feature eingeführt, das schnelles Laden ermöglicht. Dabei geht es um die Erfahrung, die der User macht, wenn er auf eine Google Ad klickt. Statt zu den Tracking-URLs wird er direkt zu der finalen URL der Landing Page geleitet, während im Hintergrund die Klickmessung erfolgt.

So läuft das parallele Tracking ab, © Google

Der Nutzer klickt also beispielsweise eine Ad und sieht direkt die Zielseite. Dabei werden im Hintergrund der Google Ads Klick-Tracker und die Tracking URL geladen. Bei mehreren Klick-Trackern könnten zusätzliche Weiterleitungen geladen werden. Ohne diese Form von parallelem Tracking würden die Nutzer mindestens eine Weiterleitung durchlaufen, das Laden dauert demnach länger.

Deshalb ist paralleles Tracking, wie Google schon vor langer Zeit angekündigt hat, seit dem 30. Oktober 2018 für alle Werbetreibenden im Bereich Suchnetzwerk und Shopping obligatorisch. In der Ankündigung hieß es, dass der Vorgang ab März 2019 auch für mobile Video und Display Ads verfügbar sein sollte. Doch nun gibt es eine kleine Verzögerung.

Paralleles Tracking für Display und Video ab Mai 2019

Google hat die Google Ads-Nutzer nun davon unterrichtet, dass ab dem ersten Mai 2019 paralleles Tracking für Display- und Video-Kampagnen verfügbar sein wird. In der Folge haben die Advertiser dann drei Monate Zeit, den Vorgang zu implementieren. Denn ab dem 31. Juli 2019 wird diese Tracking-Form ebenfalls verbindlich sein.

Sofern Werbetreibende Ad URLs ändern müssen, müssen diese Ads überprüft werden. Es gilt, so rasch wie möglich mit dem Provider für Klickmessungen in Kontakt zu treten. Sollten die Werbetreibenden mehrere Display- und Video-Kampagnen über verschiedene Kanäle laufen lassen, ist eine Ausweitung der Änderungen auf mehrere Tage ratsam.

Um paralleles Tracking zu aktivieren, müssen die Advertiser in ihrem Google Ads-Konto im Menü „Alle Kampagnen“ auf „Einstellungen“ gehen. Dort kann unter „Kontoeinstellungen“ auf „Tracking“ geklickt werden. Und hier lässt sich schließlich „paralleles Tracking“ anwählen. Über die Schaltfläche „Testen“ kann die Einrichtung geprüft werden. Etwaige fehlerhafte URLs werden ebenfalls angezeigt.

Mit diesem Tracking-Vorgang sparen die Werbetreibenden den Usern Zeit und können so schließlich ihre Performance optimieren. Das dürfte die User freuen, die bei zu langen Ladezeiten wenig Toleranz zeigen. Für die Advertiser ist es aber mindestens genauso vorteilhaft wie für Google, das so die Popularität seines Werbenetzwerks untermauert.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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