Mobile Marketing

Googles Flipboard-Copycat Currents gelauncht

Google Currents ist nun auch in Deutschland erhältlich und macht dem bisherigen Platzhirsch Flipboard Konkurrenz.

Google Current

Letzten Dezember stellte Google seine für iOS und Android konzipierte App Google Currents vor. Seither wurden 400 neue Verlage und 14.000 selbst-verlegte Publikationen ins Portfolio übernommen. Seit gestern ist Currents nun auch in Deutschland verfügbar.

Die App sammelt verschiedene Medieninhalte und optimiert sie zur Darstellung auf mobilen Endgeräten. Bilder werden angepasst, Beiträge mit Funktionen sozialer Netzwerke versehen. Am Ende hat man etwas ähnliches wie eine personalisierte Zeitung.

Dabei macht Currents keinen Unterschied zwischen offiziellen und etwa Blog-Inhalten.

Weiß der Spiegel.

„Nutzer können sich ihre Lieblingsmedien zusammenstellen, neue Inhalte entdecken, teilen und in bester Qualität lesen und durchstöbern – auch offline.“

Schreibt Google.

Für Verlage ist die Zusammenarbeit mit Google Currents sinnvoll, denn sie unterstützt dabei, die eigenen Inhalte für die mobile Darstellung aufzuarbeiten und entsprechend zu verteilen, ohne  selbst aufwendig an Lösungen arbeiten zu müssen. Dazu stellen die Publisher Google Currents ein entsprechendes Paket an Inhalten zu Verfügung (sogenannte Editionen), die Kunden dann herunterladen können. Damit die Edition auch innerhalb der Current Suche gefunden werden kann, muss sie jedoch mindestens 200 Subscriber aufweisen.  Dabei sind bereits: Der Verlag Gruner und Jahr, die „Neue Zürcher Zeitung“ und der Schweizer Verlag Blogwerk. Aber auch Editionen der Financial Times oder des Kicker gibt es für die Deutschen.

Natürlich darf eine Synchronisation mit dem Google Reader und die Integration von Google+ Inhalten nicht fehlen. Die App ist in 44 Sprachen erhältlich und bietet die Möglichkeit, Inhalte auf Grundlage von Google Translate übersetzen zu lassen. Das klappt nicht perfekt aber ausreichend gut, um Key Facts erfassen zu können.

Übersetzer Beitrag

Hinzu bietet die App den „Dynamic Sync“. Beiträge werden so automatisch beim Starten der App aktualisiert – insofern gewünscht. Wer’s nicht mag, synchronisiert manuell via „Knopfdruck“.

Den Publishern wird überlassen, ob und welche Artikel Currents ausgeliefert werden sollen, bis hin zu Einschränkungen auf Personen-Ebene, so der Whatchblog.  Auch die Darstellung der eigenen Beträge kann mittels CSS leicht angepasst werden. Dazu wird Publishern der Dienst „Google Current Producer“  mit folgende Funktionen geboten :

  • Anlegen verschiedener Content-Quelle, wie beispielsweise RSS-Feeds, Fotos und Videos 
  • Einbinden von HTML-Dokumenten oder Epub-Formaten
  • Integration von weiteren Google Diensten wie Google + oder Docs
  • Festlegen des Publisher-Logos und
  • die Vorschau auf iPhones oder iPads

Mit Currents leistet Google allerdings nur bedingt Pionier-Arbeit. Apps wie Flipboard können bereits und schon länger verschiedenen Web-Content auf mobilen Endgeräten personalisiert darstellen. Dennoch ist gut denkbar, dass Googles „Copycat“ bewährten Diensten wie Flipboard den Rang abläuft, denn schon jetzt kann sich der Funktionsumfang der App sehen lassen.

Hier finden Sie OnlineMarketing.de auf Google Currents.

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