Technologie

Google Update: Vereinfachtes Datenmanagement direkt aus der Suche

Wer seine Nutzerdaten bei Google regulieren möchte, kann dies nun direkt in Search tun und braucht nicht die Einstellungen im Google Account aufzurufen.

Deine Daten in Search, © Google

Nutzerdaten bei Google sind ein heikles Thema. Im Zuge vermehrt publik gewordener Skandale bei Facebook, aber ebenso bei Google werden zusehends mehr Nutzer für die Relevanz des Datenmanagements sensibilisiert. Google selbst reagiert auf die Entwicklungen und vereinfacht nicht nur das Verständnis der Nutzungsbedingungen und des Datenschutzes, sondern auch die Kontrolle über Nutzerdaten in Search. Diese können von jetzt an unmittelbar in der Suche bearbeitet werden.

Eine einfachere Kontrolle über die eigenen Nutzerdaten

Privatsphäre und Sicherheit, zwei Kernbegriffe im digitalen Zeitalter, die Google nach eigenen Angaben in den Mittelpunkt der Erfahrung mit seinen Diensten und Produkten stellt. Dass die Wahrung derselben nicht immer gewährleistet werden kann, zeigt das Datenleck bei Google+ mit aller Deutlichkeit.

Nichtsdestotrotz arbeitet das Unternehmen an der Optimierung des Datenmanagements. Und man macht es den Nutzern inzwischen auch leichter die Kontrolle über die eigenen Daten wahrzunehmen. Dieses Jahr wurden Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen durch simplere Formulierungen und die Integration von erklärenden Videos zugänglicher gestaltet.

Jetzt macht Google es außerdem einfacher direkt in seinen Diensten die Verwaltung der eigenen Daten in Angriff zu nehmen. Zunächst gilt diese Neuerung für die Googlesuche. Ohne die Googlesuche zu verlassen, können die Nutzer ihre Suchhistorie nun einsehen und gegebenenfalls löschen. Außerdem wird direkt im Dienst ein schneller Zugang zu den relevantesten Privatsphäreeinstellungen ermöglicht. Schließlich findet sich unmittelbar in Search dann auch ein Bereich, in dem der User erfahren kann, wie Google mit den im Dienst gewonnenen Daten umgeht.

Besserer Zugang zum Datenmanagement soll Nutzer aktivieren

Bisher, so erklärt es Eric Miraglia, Director of Product Management, Privacy and Data Protection Office, im Blogpost, war ein Besuch im Google Account vonnöten, um ermittelte Nutzerdaten bei einem Google-Dienst zu identifizieren und verwalten. Mitunter könnte allein der Schritt dorthin schon einige User davon abgehalten haben, ihre Daten genauer zu untersuchen.

Bei Search gehört zu den ermittelten Daten neben der Suchhistorie der Ort, an dem die Suche durchgeführt wird oder Informationen zu Links, mit denen interagiert wird. Die Einsicht in diese Daten wie auch die Möglichkeit zur Kontrolle darüber werden von Google also direkt in die Suche transportiert; sodass die Nutzer ihr Datenmanagment recht barrierearm gestalten mögen.

Die Suchaktivitäten werden detailliert angezeigt, Screenshot Google

Der schnelle Zugriff auf weitere Einstellungen soll dafür sorgen, dass die Suche noch besser den Ansprüchen des Nutzers entspricht. So wird in Search etwa Zugriff auf die Werbeeinstellungen gewährt, damit kontrolliert werden kann, welche Ads bei der Googlesuche gesehen werden und welche nicht. In den Aktivitätseinstellungen, auf die ein Zugriff direkt ermöglicht wird, lässt sich angeben, welche Daten Google speichern und für die Optimierung seiner Dienste nutzen kann.

Verschiedene Aktivitäten können kontrolliert werden, Screenshot Google

Ein Video erklärt, welche Daten Google ermittelt und wofür.

Auf Desktop und im mobilen Web sind die Updates schon ausgerollt, in den kommenden Wochen sollen sie auch bei der App Googles in iOS und Android ankommen. Im nächsten Jahr wird die Vereinfachung für das Datenmanagement bei Google Maps eingeführt. In der Folge soll dies auf weitere Dienste ausgeweitet werden.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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