Technologie

Google Stadia: Controller nun doch mit Kabel?

In etwa vier Wochen wird Google Stadia Premiere feiern. Gerade jetzt folgt eine unerfreuliche Neuigkeit.

© Toni Gau - Google Stadia, Gamescom

In wenigen Wochen wird Google Stadia, die hauseigene Gaming Cloud des Big Players, veröffentlicht – und gerade so kurz vorm Release verbreitet sich eine doch eher unangenehme Meldung. Der kabellose Controller für Google Stadia wird zu Beginn ein Kabel benötigen, wie auch GoogleWatchBlog berichtet. Dass ein kabelloser Controller zum Spielen ein Kabel benötigt, mag etwas kontradiktorisch klingen, was es auch ist, doch ist die Bezeichnung weiterhin gerechtfertigt, denn es handelt sich hierbei nur um einen temporären Zustand.

Wozu das Kabel?

An dieser Stelle möchte ich einmal eingestehen, dass diese Meldung mich durchaus irritiert hat. Auf der diesjährigen Gamescom wurde mir nämlich die Freude zuteil, Google Stadia einmal anzutesten und das einzige Kabel, an welches ich mich erinnere, war eines, welches Diebstahl prävenieren sollte. Eine zugegeben angemessene Maßnahme, nicht nur wegen der enormen Besucheranzahl, sondern auch wegen des optisch ansprechenden, schwarzen Controller, den sicherlich nicht nur ich am liebsten mit nach Hause genommen hätte.

Wie dem auch sei, ist die kabellose Nutzung zu Beginn nicht möglich, es sei denn, man ist Besitzer*in eines Chromecast Ultra. Sofern allerdings am Computer, Handy, Tablet oder dergleichen gespielt werden soll, bedarf es zu Beginn noch eines Kabels. Selbst das Stadia Team zeigte diesbezüglich wohl Verwirrung, denn die Notwendigkeit des Kabels, wurde bis dato nirgendwo erwähnt.

Aus einer Preview ging hervor, dass Google Stadia zu Beginn doch der Nutzung eines Kabels bedarf. © Google Stadia

Es wird davon ausgegangen, das Kabel diene zunächst nur der Stabilität von Stadia. Es ist dem Controller beigelegt, wodurch auch keine weiteren Kosten anfallen. Man kann natürlich nur schwer schätzen, wie aktiv Google Stadia zu Beginn genutzt wird und wie stark die Nutzerzahlen die Server auslasten könnten, von daher handelt es sich hierbei wohl lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme. Schließlich sind die ersten Tage immer die mit der höchsten Auslastung. Ironisch ist es dennoch, da Google mit der WLAN-Kompatibilität des Controllers als großen Vorteil gegenüber Xbox, PlayStation und Co. geworben hat. Sobald Stadia jedoch seine Konstante findet, wird das Kabel obsolet. Wie gesagt handelt es sich um eine temporäre Maßnahme, schließlich ist der Controller aufs kabellose Spielen ausgelegt.

Warum das Kabel stört

Viele könnten sich nun fragen, insbesondere, wenn man nicht allzu affin gegenüber Videospielen ist, inwiefern so ein Kabel denn störenswert ist. Im Vergleich dazu könnte man fragen, ob man sein Smartphone lieber kabellos verwendet, oder sich sagt: „Ich habe ja sehr viel Spaß an meinem Handy, während ich es aufladen muss, das ist eine schrecklich tolle Erfahrung!“.
Wie auch am Handy, ist Kabellosigkeit am Controller schlichtweg angenehmer, da mehr Freiheit besteht. Deswegen haben sich kabellose Controller mit der Zeit auch etabliert. Das sieht man ebenfalls auf dem aktuellen Markt: Xbox One, Nintendo Switch, PlayStation 4 – alle drei kommen mit kabellosen Controllern. Ein Controller, der über Kabel funktioniert, ist einfach nicht wirklich zeitgemäß, genauso wie ein Handy mit Tasten. Exakt deswegen muss man auch noch einmal betonen: Das Stadia-Kabel ist nur temporär. Für den Beginn etwas störend, doch natürlich nichts, was Google Stadia nun vollends ruiniert. Da der Controller jedoch als kabellos beworben wurde, sorgte dies selbsterklärend für Verwirrung. Mit Kabel spielen zu können, ist letzten Endes weiterhin besser, als gar nicht spielen zu können – und das wäre wohl der Fall, würde zu Beginn keine Verpflichtung zum Kabel bestehen.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und unterstützt OnlineMarketing.de als Redakteur und Grafiker.

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