Technologie

Google Maps AR-Navigation kommt in die Betaphase

Erste Nutzer können ihren Standort bei Maps nun mit Augmented Reality präzisieren und sich führen lassen. Das kommt auch Unternehmen zugute.

Google Maps AR-Feature, Screenshot YouTube, © Google Developers

Vor Monaten kündigte Google zahlreiche neue Features für Google Maps bei der I/O an. Jetzt testen die ersten User das Feature für die AR-Navigation beim Dienst. Dabei hilft Computer Vision, einen Standort und eine Route realitätsnah abzubilden. Außerdem liefert die Funktion Visibility für lokale Unternehmen.

AR-Navigation für Google Maps: Auch Sicherheitsbedenken integriert

Im Mai 2018 wurde die Augmented Reality für Google Maps erstmals vorgestellt. Das Feature überwindet die abstrakte Darstellung von Standorten und Bewegungen, indem durch eine Verknüpfung mit der Kamera eines Smartphones oder Tablets ein Abbild der realen Umgebung samt Navigationsinformationen angeboten wird.

AR-Navigation bei Google Maps

Google Maps wird AR-tauglich, Screenshot YouTube, © Google

Bei der Funktion wird weiterhin auf GPS-Daten zur Lokalisierung gesetzt. Zudem wird jedoch über die Einblendung der tatsächlichen lokalen Umgebung in das Navigations-Interface der App ein AR-Szenario für den Nutzer geschaffen, das ihm seinen Weg zum gewünschten Ziel durch die direkte Wiedererkennung im Umfeld oder die in das AR-Umfeld integrierten Hinweise erleichtern soll. Dass Google hierbei auch an die Sicherheit der User und ihrer Umgebung denkt, zeigt eine weitere Funktion. Immerhin, so berichtet Engadget, gibt die App eine Warnung aus, wenn das Smartphone oder Tablet zu lang vors Gesicht gehalten wird. Dann wird der Nutzer aufgerufen, das Gerät niedrig zu halten, um Kollisionen zu vermeiden. Reagiert der User nicht, wird der Bildschirm nach und nach geschwärzt. Auf diese Weise soll ebenfalls der Akku geschont werden.

Erste Tester zeigen die Funktion – Mehr Grund für Google My Business

Zu den ersten Testern, die das Feature in der Betaphase unter die Lupe nehmen können, zählt auch das Wall Street Journal. Der Journalist David Pearce hat die AR-Navigation kurzerhand in San Francisco ausprobiert und es im Video dokumentiert.

Die Insights zeigen zweierlei. Zum einen können die User sich darauf freuen, dass sie bei etwas verzwickteren unbekannten Wegen künftig wohl keine ungeplanten Schlenker machen werden. Die AR-Umgebung macht die Navigation viel einfacher und direkter. Zum anderen bedeutet die Integration der Umgebung in die Augmented Reality der App für die lokalen Unternehmen – also Restaurants, Bars, Geschäfte usw. – eine Chance auf erhöhte Sichtbarkeit. Wie in Google Maps überhaupt, sind sie auch in dieser Funktion wahrnehmbar. Allerdings noch prominenter, sie werden samt Bild und Bewertungen als Option für den User präsent gemacht.

Restaurant mit Bewertung und Bild in die AR-Umgebung bei Google Maps

Restaurants mit Bewertungen und Bildern passen sich in die AR-Umgebung ein, Screenshot YouTube, © Google

Das Auftauchen in der AR-Navigation der Nutzer kann für derlei Unternehmen also von großem Vorteil sein – weshalb eine starke Positionierung über Google My Business unabdingbar wird, will man lokal erfolgreich sein.Obwohl das Feature in der Betaphase ist und von einigen gestestet werden kann, mag es bis zum allgemeinen Rollout noch etwas dauern. Google wird an der Funktion noch Veränderungen im Kontext der Testergebnisse vornehmen. Sobald die AR-Navigation aber verfügbar ist, wird sie den Alltag der Nutzer über kurz oder lang verändern. Und auf diese Veränderung sollten sich die lokal präsenten Unternehmen bestmöglich schon jetzt einstellen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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