SEO - Suchmaschinenoptimierung

Angeblich Millionen Ergebnisse – aber Google macht nach 1.000 Treffern Schluss

Google verspricht je nach Suchbegriff mehrere Millionen Treffer. Angezeigt werden aber nur 1.000 – wenn überhaupt.

© Benjamin Dada | Unsplash, CC0

Bekanntermaßen entfällt die überwiegende Anzahl der Klicks in den Google-Suchergebnissen auf die erste Seite, 30 Prozent auf den ersten Treffer. Wer dort nicht zu finden ist, ist im Netz quasi unsichtbar. Obwohl nur die ersten zehn Treffer relevant sind, wird trotzdem bei jeder Suche angezeigt, wie viele Ergebnisse Google insgesamt zu dem Begriff gefunden hat.

Anzeige endet bei 1.000 Ergebnissen

Die meisten Leute nehmen diese Zahlen einfach so hin, nachgezählt hat bisher keiner. Genau das hat der GoogleWatchBlog jetzt nachgeholt. Der Autor hat sich durch die Seiten geklickt, um auch die hinteren Ergebnisse unter die Lupe zu nehmen. Dabei erlebte er eine Überraschung. Google teilte ihm mit, dass maximal 1.000 Suchanfragen angezeigt werden.

Alternativ: Suchergebnisse enden bei Seite 50

Eine eigene Recherche kam zu einem anderen Ergebnis, das aber am Ende denselben Effekt hat: Die Suchergebnisse sind schneller zu Ende als gedacht, häufig in der Nähe von Seite 50. Für die Suche wurden die Begriffe „Kinder“ und „Online-Marketing“ genutzt.

Bei „Kinder“ kommt Google auf 876 Millionen Suchergebnisse, das sollte eigentlich mehrere tausend Seiten füllen. Auf Seite 48 zeigt Google auch noch an: „Seite 48 von ungefähr 876.000.000 Ergebnissen“. Auf Seite 49 dann die Überraschung:

Bei der Suche nach dem Begriff „Online-Marketing“ verhält es sich ähnlich. Insgesamt bietet Google hier 1,46 Milliarden Treffer. Beim Durchklicken ergibt sich dann ein ähnliches Bild wie bei dem vorherigen Suchbegriff. Auf Seite 49 wird angezeigt „Seite 49 von ungefähr 1.460.000.000 Ergebnissen. Eine Seite weiter heißt es dann „Seite 50 von ungefähr 493 Ergebnissen“. Je nachdem, wie häufig man sich von vorne nach hinten klickt, kommt gerne auch mal dieselbe Fehlermeldung wie schon bei der „Kinder“-Suche:

Beim mehrfachen Wiederholen dieses Tests fragt Google nach, ob man denn ein Roboter sei, das Suchverhalten sei außergewöhnlich.

Bedeutung für den Alltag

Was bedeutet das jetzt für deine Google-Nutzung? Musst du dir Sorgen machen, nicht mehr mit allen Ergebnissen bedient zu werden? Wohl kaum.
Die Leute, die sich weiter als bis Seite 10 der Suchergebnisse klicken, kann man weltweit wohl an einer Hand abzählen. Und diese tun es wahrscheinlich aus wissenschaftlichen Gründen.

Es hat einen Grund, warum so viele Menschen direkt die ersten Suchergebnisse nutzen: Sie passen einfach. Der Google-Algorithmus ändert sich nicht nur ständig, er wird auch immer besser. Zudem kann er auf immer mehr Daten zurückgreifen. Im Gegensatz zum Start von Google vor zwanzig Jahren, stehen der Suchmaschine viel mehr Parameter zur Verfügung, die für die Suche verwendet werden. So fließen Wohnort, Browser, Endgerät und auch häufig demografische Daten in die Suche mit ein. Dies hat zur Folge, dass die Ergebnisse immer genauer werden. Es gibt also gar keinen Grund, sich bis zur zehnten Seite durchzuklicken.

Über Stephan Hütter

Stephan Hütter

Stephan Hütter ist ein Kind des Ruhrgebiets. Als gelernter Sportökonom schreibt er viel über Sport. Dabei hat es ihm vor allem das Sportsponsoring und dessen Einbindung in den Sales Funnel angetan. Seit seiner Selbstständigkeit beschäftigt er sich zudem mit dem Thema digitaler Lifestyle und den damit verbundenen neuen Karrieremöglichkeiten. Seit 2018 schreibt er für OnlineMarketing.de

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