SEO - Suchmaschinenoptimierung

Google experimentiert mit Sold Here Tag für die Local Packs

Mit einem zusätzlichen Tag, Sold Here, zeigt Google bei einigen Suchanfragen im Local Pack, in welchen Läden diese Produkte auch verkauft werden.

Sold Here Tag bei Googles Local Pack, Quelle: Screenshot von Barry Schwartz, Search Engine Roundtable

Für Unternehmen ist die Positionierung bei Google auch insofern immens wichtig, als die mobile Suche beim lokalen Einkauf oft den Ausschlag für Entscheidungen der Käufer gibt. Nun gibt Google potentiellen Kunden einen weiteren wichtigen Hinweis in den Local Packs. Das Tag Sold Here, das bei ersten Suchanfragen dort bei Unternehmen auftaucht, zeigt an, dass dieses Geschäft das gesuchte Produkt führt; und lenkt den Nutzer damit klar zu den entsprechenden Unternehmen.

Sold Here – ein wichtiger Hinweis für den lokalen Käufer

Wer Produkte nicht online bestellt, sondern vor Ort kaufen möchte, informiert sich heutzutage dennoch online, ob diese in bestimmten Läden überhaupt zu bekommen sind. Immerhin möchte man nicht unnütz Zeit damit verschwenden verschiedene Geschäfte nach den gewünschten Artikeln abzuklappern, wenn schon im Vorwege geklärt werden kann, wo sie erhältlich sind. Allein deshalb hat Googles Local Pack für Unternehmen und Läden vor Ort so viel Gewicht.

Jetzt beginnt die Suchmaschine damit im Local Pack mit dem Tag Sold Here den Usern anzuzeigen, wo die gesuchten Produkte auch zu finden sein werden. Davon berichtet Barry Schwartz bei Search Engine Roundtable und verweist etwa auf Brodie Clarks Tweet:

Vornehmlich über Mobile, aber auch über Desktop haben verschiedene Nutzer in den USA die Beobachtung gemacht, dass bei lokalen Ergebnissen angezeigt wird, wenn dort die der Suchanfrage entsprechenden Produkte verkauft werden. Sergey Alakov klärt mit seinem Screenshot darüber auf, dass die Erkenntnis zur Verfügbarkeit wohl auf einer Vielzahl von Userangaben basiert. Demnach haben User die Option auf Googles Frage, ob das Produkt beim gelisteten Geschäft erhältlich ist, mit ja, nein und nicht sicher zu antworten.

Sergey Alakovs Screenshots, Quelle: Sergey Alakov

Dabei wird eine Antwort kaum genügen, damit Google das Tag setzt. Antworten hingegen massenhaft Nutzer mit ja, könnten die Geschäfte diesen wertvollen Hinweis erhalten. Daher ist es vorteilhaft, wenn diese Fragen für die lokalen Unternehmen häufig auftauchen. Denn schlussendlich gehe ich als Nutzer mit einer klaren Kaufintention eher zu dem Geschäft vor Ort, von dem ich ziemlich sicher weiß, dass ich das gewünschte Produkt dort definitiv erhalten kann.

Das Feature ist noch nicht überall angekommen

Ob es sich bei den Sold Here Tags bisher um einen Test handelt oder ob das Feature tatsächlich schon gelauncht wurde, bleibt unklar. Bislang haben vereinzelte User das Phänomen entdeckt; allerdings nur in den USA. Wir haben das Tag in einer deutschen Version noch nicht ausgemacht. Trotzdem dürfte diese Anzeige sich bald global etablieren. Denn sie hilft sowohl den Kunden dabei Zeit zu sparen als auch den Geschäften sich und ihr Sortiment digital in den Vordergrund zu spielen.

Wir warten also gespannt auf erste Entwicklungen hierzulande. Dass das Tag Sold Here für mehr Ladenbesuche sorgt, darf angenommen werden. Das Vertrauen in Googles Dienste ist groß. Unternehmen müssen sich darauf einstellen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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