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Google führt Label für „Black-owned“ Businesses ein

Google möchte Inhaber aus der Black Community unterstützen und führt jetzt in der Suche und bei Google Maps ein Label ein, das anzeigt, ob ein Business „Black-owned“ ist.

© Google

Google launcht ein neues Tool, mit dem Unternehmen in der Suche und bei Maps angeben können, ob die Inhaber aus der Black Community stammen. Das neue Feature ist Teil von Googles Plan, Businesses von Schwarzen vermehrt zu unterstützen. Dies verkündete der Suchmaschinenkonzern vergangenen Monat. Auf dem Unternehmensblog heißt es:

The events of the past few weeks reflect deep structural challenges. We’ll work closely with our Black community to develop initiatives and product ideas that support long-term solutions […] .

Wer künftig via Google oder Google Maps nach einem Unternehmen sucht, kann sich anhand eines Badges anzeigen lassen, ob dies von einem Schwarzen Inhaber geleitet wird. Dies wird durch ein schwarzes Herz mit einem dreifarbigen orangen Hintergrund symbolisiert. Businesses, die das neue Icon anfordern wollen, müssen sich zunächst per Mail, Telefon oder Post verifizieren. Dabei ist es noch unklar, wie Google überprüfen möchte, ob die Business Owner wirklich Schwarz sind.

© Google

Neues Symbol für „Black-owned“ Businesses

2018 führte Google bereits ein ähnliches Icon für Unternehmen ein, die entweder von Frauen oder von Mitgliedern der LGBTQ+ Communiy geleitet werden. Google möchte nun durch ein derartiges Label Inhaber, die Schwarz sind, unterstützen. Durch die #BlackLivesMatter-Proteste versuchen auch andere Tech-Firmen, die Black Community vermehrt zu supporten. So spendete beispielsweise auch Facebook zehn Millionen US-Dollar an Organisationen gegen Rassismus. Ob Google noch weitere Maßnahmen ergreift, um Schwarze Unternehmer zu unterstützen, bleibt abzuwarten.


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8 Gedanken zu „Google führt Label für „Black-owned“ Businesses ein

  1. Tanja Dober

    Geile Idee, da wissen meine Freunde vom Ku-Klux-Klan doch gleich, wohin der nächste Wochenend-Ausflug geht …
    „Erst denken, dann handeln” hieß es früher mal, aber das ist wohl lange vorbei.

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  2. M. Holzinger

    Ein hochgradig perfider Vorschlag, und man muss mutmaßen, dass er als Schnellschuss selbst bei einem Global Player in der Strategie-Abteilung unreflektiert nicht zu Ende gedacht wurde.

    Ausgerechnet Google, als einer der Big Five in der globalen Daten-Sklavenhalterei, deren gesamtes Geschäftsmodell auf jede erdenkliche Art von Profiling beruht, nach Rasse, bzw. besser im Neusprech nach Ethnie, sowie sexuelle Preferencen, Einkommen, Kaufkraft und Kreditwürdigkeit, Wohnlage und soziales Umfeld, Kinderzahl, Freunde und gepflegte Bekanntschaften, Freizeitverhalten und private Aktivitäten, politische, religiöse sowie weitere kollektive Präferenzen und Engagements, drängt sich an diesem neuralgischen Punkt den Zivilgesellschaften nun auch noch mit einem Stigmata-Entwurf aus der Antike auf.

    Dann können wir bald auch mit dem Regenbogen-Sticker an den Schaufenstern und digitalem Wimpel im Netz der Geschäfte von Schwulen und Lesben rechnen. Asiaten bekommen einen stilisierten Schlitzaugen-Smiley, für jüdisch geführte Unternehmen lässt sich sicher dann auch der gelbe Stern als Update wieder einführen. Frauenhäuser und deren Neustart-Wohnungen bräuchten vielleicht zur eindeutigen Auffindung künftig ein adäquates Piktogramm, vielleicht eine geknebelte Frau mit schwebendem Knüppel über dem Kopf, leicht zu verstehen, leicht zu orten.

    Das letzte, was die Rassismus-Konflikte heute brauchen, sind Daten-Dealer, die mit nahezu unversteuerten Gewinnen weit über dem Niveau von weltweiten Drogenhandelsstrukturen konsequent die ganze Welt narren, und sich nun mit größtmöglicher Scheinheiligkeit als Teil einer Lösung anbieten wollen, aber tatsächlich genau das Gegenteil befeuern.

    Berücksichtigt man, dass in den Kreativ- und Exekutiv-Abteilungen von Google ultrahoch bezahlte sogenannte Spitzenabsolventen ihren Dienst verrichten, ergibt sich ein absurdes Bild:
    Entweder hat man es dort längst mit völlig fehlender Reflektion zu tun, oder Google ist großen Teilen der Konsumgesellschaften auch hier wieder bereits um ein paar abgründig gedachte Schritte deutlich voraus.

    So oder so, solche digitalen Fadenkreuze nützen keiner Gesellschaft, nur denkbaren Tätern.

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  3. as140

    Einige Kommentatoren haben hier etwas noch nicht verstanden. Dies ist kein Rassismus Weißer gegen Schwarze, denn das Label soll Schwarze begünstigen. Also sind es eher die schwarzen Ladeninhaber, die sich selbst erhöhen durch so ein Label.

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  4. Simon Schneider

    Ab 1933 gab es das auch schonmal in Deutschland und zwar für eine andere Minderheit. Die Intention hinter dem Google Symbol ist dabei zweitrangig. Es ist Rassismus pur!

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  5. M. Kovik

    Extrem lächerlich und rassistisch. Jeder Mensch ist gleich, unabhängig von der Hautfarbe. Wie soll Gleichberechtigung erlangt werden, wenn man nach Hautfarbe trennt???

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  6. Martin

    Ich musste auf den Kalender schauen, um sicher zu sein, dass heute nicht der 1. April ist.
    Lupenreiner Rassismus, und keinen juckt‘s.

    Im Gegenteil, es wird noch applaudiert.

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  7. Timo H.

    Bitte was?
    Also sorry… Ich finde das ist der total falsche Ansatz. Ist das nicht auch eine Art von Rassismus?!

    Also erstens:
    Ich finde die Nationalität des Geschäftsinhabers sollte für niemanden eine Rolle spielen. Ganz gleich, ob schwarz, weiß oder welche Hautfarbe auch immer. Das jetzt in Google Maps so zu kennzeichnen? Was ist das denn für ein Schwachsinn?!

    Zweitens: Diese Information so public zu machen, hat garantiert auch Schattenseiten. Rassisten können so direkt googlen, bei welchem Laden sie nun bevorzugt die Fenster einschlagen oder was auch immer.

    Drittens: Was heißt das nun eigentlich? Google supportet Farbige? Und was ist mit anderen Nationalitäten?

    Ich bin mir nicht sicher, ob das nur ein schlechter Scherz sein soll?!

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