SEA - Suchmaschinenwerbung

Google AdWords: Variable Responsive Search Ads getestet – und das neue Interface wird verbindlich

Zum Jahresende wird das alte Interface von Google AdWords endgültig passé sein. Schon jetzt ist allerdings ein Ad Format mit mehr Headlines und Co. im Test.

Screenshot YouTube, © Google AdWords

Von Googles Seite kommen wieder einige Neuigkeiten auf die Werbetreibenden zu. Denn die Suchmaschine gibt bekannt, dass das alte Interface für AdWords, das derzeit noch neben dem neuen besteht, zum Ende des Jahres abgeschafft wird. Außerdem sollen künftig innovative automatisierte Search Ads angeboten werden, die dynamisch die Werbeansprachen kombinieren.

Bald gibt’s nur noch das neue AdWords Interface

In einem Blogeintrag gab Googles Jerry Dischler, Vice President of Product Management, jüngst an, dass das bereits 17 Jahre alte AdWords nunmehr all seine Features in seinem neuen Interface bereitstellt. Sei es die Remarketing List oder der neue optimierte Keyword Planner.

Dazu soll die neue AdWords-Erfahrung dank Optimierungen auf Grundlage von Nutzerfeedback noch besser werden. Hierzu zählen intuitivere Icons für die Navigation, die Möglichkeit pausierte Items zu verstecken und wieder hervorzuholen oder das Erweitern der Statistiktabelle, um mehr Daten auf einmal einzusehen.

Die Kernmeldung des Beitrags von Dischler bezieht sich jedoch darauf, dass ab Ende 2018 das alte Interface, das bis dato noch zu nutzen ist, abgeschafft wird. Nutzer werden von Google per Mail über den Wechsel informiert, sollten also ihre Kontaktangaben auf die Korrektheit überprüfen. Denn in den Feiertagsmonaten November und Dezember wird Google keine Accounts mehr übertragen.

Für diejenigen Nutzer, die sich zunächst beim neuen Interface orientieren müssen, finden sich drei hilfreiche Anlaufstellen:

Neue Responsive Search Ads mit flexiblen Anzeigen und variablen Titeln

Eine weitere Neuerung im Bereich AdWords sind womöglich die Responsive Search Ads. Diese werden momentan in einer Betaphase getestet und sind demnach nicht für alle Werbetreibenden verfügbar. Ginny Marvin bei Search Engine Land ist wie andere auf die aktualisierte Google Support-Seite aufmerksam geworden. Diese erläutert, was die responsiven Suchnetzwerkanzeigen den Advertisern bieten. So ist der Text dieser Anzeigen flexibel. Verschiedene Anzeigentitel und -beschreibungen werden bei der Erstellung angegeben und in AdWords werden dann die differenten Varianten getestet. Hiermit wird ermittelt, welche Kombinationen am effektivsten sind.

Konkret liefern die Anzeigen diese Vorteile:

  • sie lassen sich der Bildschirmbreite anpassen und haben damit potentiell mehr Platz für die Botschaft
  • die Nutzer bekommen je nach Suchanfrage die relevantesten Kombinationen der Anzeige zu sehen
  • mit verschiedenen Titeln und Beschreibungen können die Anzeigen mehr Suchanfragen bedienen und an mehr Auktionen teilnehmen

Auf diese Weise sollen mehr Klicks und Conversions für die Anzeigen ermöglicht werden. Der Unterschied zu den erweiterten Textanzeigen wird im Dokument auch offenbart. Demnach können die Responsive Search Ads drei statt nur zwei mögliche Überschriften umfassen. Dazu sind zwei Beschreibungen à 90 Wörter möglich, statt einer mit 80 Wörtern. Bei der Zahl der möglichen Anzeigentitel sind bis zu 15 erlaubt, während vier verschiedene Beschreibungen angegeben werden können.

Eine ausführliche Anleitung für dieses Werbeformat findet ihr beim Google Support.

Da sich diese spannende Option noch in der Betaphase befindet, bleibt abzuwarten, wann sie für alle Werbetreibenden verfügbar sein wird. Doch sie scheint für diese einige Vorteile in der Zeitersparnis und SEA-Optimierung zu liefern. Die Flexibilität und Variabilität solcher Anzeigen ist eine gelungene Reaktion auf die stetig differenzierteren Suchanfragen der Nutzer; die natürlich auch nur mit den relevantesten Anzeigen bedient werden wollen.

Für alle AdWords-Nutzer gilt also, sich auf die Umstellung auf das neue Interface vorzubereiten, sofern noch nicht geschehen. Und zudem sollte die Entwicklung der Responsive Search Ads genau im Auge behalten werden. Denn diese automatisierte Option verspricht gerade in Kombination mit hochwertig erarbeiteten Überschriften und Beschreibungen einen klaren Vorteil bei den Anzeigen in der Suche.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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