Suchmaschinenmarketing

Geht es Google an den Kragen?

Der Konzern steht in Verdacht, die Ergebnisse seiner Suchmaschine zu seinen Gunsten zu manipulieren.

Google-Logo

Wie kress.de berichtet, haben der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger die Entscheidung der EU-Kommission im Wettbewerbsverfahren gegen Google begrüßt. Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hatte Google in einem Schreiben eine Frist von einigen Wochen eingeräumt, um die Vorwürfe des Missbrauchs der Suchmaschine auszuräumen. Wenn Google wirksame Abhilfe vorschlagen sollte, sei die Kommission bereit, das Verfahren einzustellen.

VDZ-Präsident Hubert Burda erklärte: „Die Entscheidung der Kommission hat die Auffassung der Verleger bestätigt, dass Google seine Marktmacht für wettbewerbsverzerrende Suchmanipulationen missbraucht.“ BDZV und VDZ haben schon seit Längerem Bedenken geäußert, dass Google bei seiner Suche eigene Angebote gegenüber Angeboten Dritter bevorzuge.

BDZV-Präsident Helmut Heinen erklärte, dass selbst bei einem Einlenken von Google eine Beseitigung aller Bedenken sichergestellt sein müsse: „Sollte Google selbst Vorschläge machen, muss die EU-Kommission sie unter Beteiligung der Beschwerdeführer auf Herz und Nieren prüfen und darf nötigenfalls auch nicht davor zurückschrecken, das Missbrauchsverfahren konsequent fortzuführen.“

Google prüft nach den Angaben eines Sprechers derzeit die Argumente der Kommission. Die Schlussfolgerungen, die diese ziehe, teile man zwar nicht, man sei aber bereit, über mögliche Bedenken zu sprechen.

Wird Google Missbrauch nachgewiesen, drohen finanzielle Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Ein Gedanke zu „Geht es Google an den Kragen?

  1. Berliner Junge

    Wenn das durchkommt, dann werde ich zukünftig z.B. jedes Autohaus verklagen, welches nicht alle möglichen Links auf seiner Seite von anderen Autohäusern und Automarken unterbringt.

    Ich peil das nicht, wieso glauben alle, dass Google eine gemeinnützige Organisation ist? Selbst wenn die komplett die Ergebnisse nach ihrem Gusto bestimmen würden, was soll daran srafbar sein. Google ist ein Unternehmen, Unternehmen wollen Gewinn machen. Wer hat denn wo mal fest gelegt, dass Google die ergebnisse ‚fair‘ abzubilden hat? Das wäre ja so, wie wenn man Miele vorschreiben würde, wie ihre Waschmaschinen gebaut werden müssen und neue Techniken nicht rein dürften weil sie dadurch einen Vorteil der Konkurren gegenüber häten. Das ist doch absoluter Bullshit.

    Ich meine ich finde auch nicht alles gut was Google macht. Aber wenn ein Gericht einem Unternehmen vorschreien will, wie es seine Geschäfte machen will, dann geht mir das doch langsam zu weit.

    Ich meine wenn die Ergebnisse irgendwann so ausfallen, dass die User nicht mehr das finden was sie wollen, dann werden sie die Konsequenzen ziehen und zur Konkurenz wechseln. Das nennt man Marktwirtschaft.

    Unfassbar wie weit wir gekommen sind.

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