Content Marketing

Gastbeiträge sind kein Ranking-Gift, wenn sie richtig gemacht werden

Gastbeiträge sind tot. Lang leben Gastbeiträge. Wer aber Linkwüsten und Content als Massenware produziert, ist auf dem Holzweg.

(c) rgbstock.com

Eigentlich sind die Botschaften, die Google’s Head of Webspam Matt Cutts regelmäßig in die Online-Marketing Welt rausschickt relativ klar: Alles, was nach automatisch produzierter Massenware oder purem Linkbuilding aussieht, ruft die Google-Spürhunde auf den Plan. Dennoch sorgten Cutt’s Äußerungen zu Gastbeiträgen für einen #Aufschrei (wir berichteten). Kann man es Google überhaupt recht machen, wenn es um Content geht? Man kann – wenn der Content gut gemacht ist.

Gastbeiträge sind gebeutelt, aber sie leben weiter

Gastartikel sind Ranking-Gift – oder doch nicht? Björn Tantau schreibt hierzu in seinem Blog „nur weil ein Artikel als Gastbeitrag veröffentlicht wird, muss das noch lange nicht gegen irgendwelche Richtlinien oder Meinungen verstoßen“. Zwar seien Gastbeiträge als „Instrument für Linkaufbau missbraucht und durch schlechte Inhalte und miesen Content arg gebeutelt“, aber tot sind sie noch lange nicht, denn: „Gastartikel gibt es schon, seit es Magazine, Zeitschriften und Zeitungen gibt“. Insofern könne auch Google an einem „qualitativ hochwertigen Gastartikel, der im Zweifel auch eine Diskussion anregen und für Kommentare sorgen kann, nichts Verwerfliches finden“, so Tantau weiter.

Jeder jagt nach dem heiligen Content-Gral

Natürlich jagt im Content-Marketing jeder nach dem „heiligen Gral“, der sich hochwertiger relevanter Content nennt. Was diese Inhalte auszeichnet, wissen klassisch ausgebildete Journalisten genauso wie Content-Marketer und Strategen. Wenn man die vielen Tipps und Ratgeber auf einen Nenner bringt, dann geht es im Kern doch immer um Folgendes: Sich optimal in den verschiedenen Medien und Kanälen und vor allem glaubhaft in Szene zu setzen. Damit stärkt man einerseits sein Markenbild, zeigt andererseits seine Kompetenzen – und macht mit individuellen hochwertigen Inhalten die Suchmaschinen glücklich. Alyce Currier von MarketingProfs rät davon ab, „pitchy“ zu sein, sondern sein Wissen zu teilen.

Guestpost is dead. Long live the guestpost

“Getting published on high quality 3rd party sites is a basic component of any branding strategy. Done correctly, exposure on these sites can represent a strong endorsement for your brand and help build your reputation”, gibt Eric Enge von Forbes denjenigen zur Antwort die Gasbeiträge für tot erklären. Long live the guestposts also. Um nicht nur Gastbeiträgen, sondern sämtlichen Inhalten Leben einzuhauchen, braucht es den Mix aus guter alter Zielgruppensegmentierung und –analyse, um zu wissen, in welchen Umfeldern welche Inhalte auf die größte Resonanz stoßen, einem sauberen Linkbuilding und dem entsprechenden langfristigen Aufbau von strategischen Partnerschaften. Wer übrigens wissen will, wie ein guter Gastbeitrag „anatomisch“ aufgebaut sein soll, dem lege ich die Darstellung von distilled ans Herz.

Unterm Strich sind nicht Matt Cutts oder Google an sich böse. Wer Angst um sein Ranking hat, sollte sich zuallererst aus dem Streben lösen, es den Suchmaschinen um jeden Preis Recht zu machen, und seinen Content strategisch und technisch sauber planen und umsetzen.

2 Gedanken zu „Gastbeiträge sind kein Ranking-Gift, wenn sie richtig gemacht werden

  1. Oliver Marquardt

    Solange Keywordwolken immer noch gut für´s Ranking sind, hat sich eh am im Kern des Algorithmus nicht viel geändert. Ansonsten stimme ich dem Verfasser zu! Guter Content und technisch saubere Umsetzung, sowie eine gute Content-Marketing Strategie sind wohl immer noch die besten Instrumente für ein gutes Ranking! Außerdem muss man einfach Breite liefern können. Also guten Content streuen.

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  2. Philipp von Strigo

    Diese ganze Diskussion und den Aufschrei was Gastbeiträge betrifft kann ich ganz und gar nicht verstehen. Ich sehe es gleich wie in diesem Artikel erklärt.

    Wer Mehrwert liefert braucht keine Angst zu haben. Im Endeffekt entscheidet jeder Webmaster noch immer selber was auf seiner Seite publiziert wird. Wern 0815 Gastbeiträge zulässt und seiner Seite „nur“ mit Content von anderen Personen füllt ist selber Schuld.

    Hochwertiger Content ist für Google immer relevant. Wer auf Qualität achten braucht sich nicht fürchten.

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