SEO - Suchmaschinenoptimierung

Gamechange in der SEO Szene – die Spielregeln bleiben dieselben

Die SEO Szene befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Suchmaschinenoptimierung ist mehr als nur Keywords. SEO wird erwachsen.

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Seit der Einführung der ersten Meta-Suchmaschinen (Fireball, Lycos)  bewege ich mich im Internet und beobachte die SEO-Szene mit einem analytischen Blick von außen – besonders im Hinblick auf Google in Deutschland aber auch weltweit. Es hat sich viel getan – und dennoch bleibt nach wie vor einiges beim Alten.

Alles neu – relevanter Content ist King

Gerade im schnelllebigen Internet ändert sich gefühlt ständig alles. Gut, dass es da eine Konstante gibt: Ziel von Google ist es nach wie vor die relevantesten Suchergebnisse für den Nutzer zu liefern. Matt Cuts und sein Team von Quality Ratern arbeiten seit Jahren daran die Qualität der Suchergebnistreffer hoch zu halten und werden darin immer besser.

In der Vergangenheit war es einfach für Suchmaschinenoptimierer diese “Qualität” hochzuschrauben. Um ein Ranking zu verbessern, genügte es oftmals Inhalte (nicht einmal gute) zur Verfügung zu stellen und darin das Suchwort möglichst oft zu nennen (z.B. in title tag, H1-H3, Text, Url etc.). Dann noch von entsprechenden Seiten Links mit dem Keyword in verschiedensten Varianten setzen – et voilà. Nach ein paar Wochen führte diese Methode zu guten Platzierungen. Doch das war einmal.

Durch die Google Updates – die niedliche Tiernamen wie Penguin und Panda tragen –  wurde solchen Grey- und Black-Hat-Methoden immer mehr ein Riegel vor geschoben. Mit dem Hummingbird Algorithmus, einer erweiterten, noch intelligenteren Form, kamen erneut Veränderungen auf.

Die SEO Szene machte aus Linkbuilding Online-Presse, oder taufte es teilweise Content Marketing. Mit diesem Neuanstrich versuchte die Szene das schlechte Image des Linkbuildings los zu werden. Bedeutet: Neuer Name, selbes Produkt. Ziel ist es weiterhin durch das Setzen von Links im Ranking weiter nach oben zu rutschen. Doch dies funktioniert nicht mehr so einfach, wie es doch vor 2-3 Jahren der Fall war.

Die gefühlte Keyword-Density stirbt immer mehr aus; Content wird immer umfangreicher dargestellt und aufbereitet, was letztendlich dem User einen Mehrwert beschert.
Alles in allem: SEO ist erwachsen geworden. Das bedeutet jedoch deutlich mehr Arbeit für die Experten.

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Suchmaschinenoptimierung alleine funktioniert nicht mehr

Suchmaschinenoptimierung ist heute längst keine Einzeldisziplin mehr, vielmehr ein Orchester aus den Gewerken: Webentwicklung (onPage), Usability und User Experience, Online-Presse, Redaktion: Text und Konzept, Videoproduktion, Grafik-Design, Webhosting, Online-Marketing und auch dem klassischen Marketing sowie der Psychologie. Auch was außerhalb des Internets so passiert, hat seit geraumer Zeit immer mehr Auswirkung auf die Suchergebnisse.
So profitieren große Brands von ihrer eigenen Bekanntheit: Marken wie Vodafone werden, dank der umfangreichen Suchanfragen, nun auch klassischerweise mit den Themen Handy, Internet, surfen, etc. zusammengebracht. Das Werbebudget für die klassische Markenbildung wirkt hierbei positiv auf das Internet. Ebenso haben Schlagzeilen – ob negativ oder positiv –  Einfluss auf Suchergebnistreffer, wie auch z.B.: intelligente Spots, die sich oft wie ein Lauffeuer viral verbreiten.

Beobachtet man die lokale Suchmaschinenoptimierung von Google, so treten hier klare Parallelen zur realen Wirtschaft auf. Alter, Erwähnungen, Einträge und Mitgliedschaften bei Institutionen wie IHK, Bewertungen, virtuelle Empfehlungen etc. fließen in die Bewertung eines Unternehmens bzw. einer Domain mit ein.

Alles dreht sich um den Mensch

Heute gilt Mensch statt Bot. Der Mensch steht bei allem Tun und Handeln im Mittelpunkt. So werden in Zukunft blanke Keywords nicht mehr dieselbe Rolle wie in der Vergangenheit spielen. Vielmehr stellen sich tiefergehende Fragen: Wer ist mein Kunde/Konsument und wie tickt er? In welcher Lebenslage befindet er sich und was benötigt er heute und in Zukunft?

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Der SEO der Zukunft

Ein reiner, klassischer Suchmaschinenoptimierer wird sich in Zukunft schwer tun. Er findet sich vor einer Vielzahl von Herausforderungen wieder. Denn der SEO von Morgen muss Vieles beherrschen, er ist ein Allroundtalent und Tausendsassa, der unverzichtbar für Marketing und Vertrieb wird.

Über Andreas Gruss

machen.de/

Andreas Gruss verfügt über mehr als 14 Jahre Online-Erfahrung. Zur Zeit arbeitet er als Online-Marketing Manager und Gesellschafter bei der Werbeagentur machen.de in Fürth/Bayern und ist Dozent bei der IHK. Die Werbeagentur machen.de bietet klassisches Marketing und Online-Marketing für KMU’s.

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