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Gabsee: Diese App ist der neue Star am Augmented Reality-Himmel

Gabsee ist bei Facebook-Mitarbeitern bereits ein Hit und wird derzeit im App Store als Lieblings-App geführt. Was hat es mit den animierten 3D-Avataren auf sich?

Gabsee ist der neueste Geheimtipp in der Augmented Reality-Welt. Mit der App können User sich eigene kleine Avatare erstellen, die animiert und in 3D über den Bildschirm hüpfen und sich ihren Weg mittels AR in die Realität bahnen. Der Spaßfaktor dabei ist extrem hoch.

Eine Art Bitmoji als Augmented Reality

Im Grunde genommen ist Gabsee eine Art Bitmoji in 3D und animiert. Bitmoji wurde vor etwa einem Jahr für knapp 65 Millionen Dollar von Snap gekauft und ist eine der erfolgreichsten Apps 2016. Mit der App können Nutzer personalisierte Avatare erstellen und die Bilder auf Snapchat oder in Messenger-Apps verschicken. Gabsee aber erweckt die personalisierten Avatare der User zum Leben und lässt sie auf unterschiedliche Weise mit der Umgebung interagieren.

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Gabsee ist eine erfolgversprechende App, für die Apple derzeit auch im App Store eine klare Empfehlung ausspricht.

Gabsee im App Store

Und so funktioniert’s: 

In einem ersten Schritt erstellt der User ein dreidimensionales Cartoon von sich selbst. Hierbei können viele verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. So steht den Usern eine große Auswahl an Klamotten, Frisuren, Haar- und Hautfarben bereit, um dem echten Ich so nah wie möglich zu kommen. Und dann kann es direkt losgehen.

Die App projiziert das animierte Avatar via AR in die reale Welt und lässt die Nutzer zwischen verschiedenen Aktionen wählen. So stehen derzeit 42 Animationen zur Auswahl: Der User kann etwa einen Moonwalk aufs Parkett legen, sich durch eine Kanone schießen lassen, jemanden anpupsen oder umfallen. Betätigt der User den Aufnahmebutton, können bis zu 10 Sekunden lange Clips aufgenommen und über Facebook, Instagram, Snapchat oder Messenger Apps geteilt werden.

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Gabsee ist noch kein Jahr alt. In einem Interview mit The Verge gaben die Entwickler an, dass sie ursprünglich AR-Technik für den Einsatz im Retailbereich entwickeln wollten. Doch als Pokémon Go im Sommer vergangenen Jahres die App Charts stürmte und Augmented Reality salonfähig machte, bekamen die Gründer die Idee zur App. So nahmen die drei Franzosen, die in San Francisco leben, Abstand vom Einsatz von Augmented Reality im B2B-Bereich und entschieden sich mit Gabsee für eine App, die die Avatare der User zum Leben erweckt.

Leider intransparent, aber lohnenswert

Um die App nutzen zu können, musste bislang die Handynummer angegeben werden, deren Zweck sich nicht wirklich erschließen will. Doch wie CEO Lucas Bouyoux uns in einem Kommentar schreibt, muss die Telefonnummer nach einem Update nun nicht mehr angegeben werden. Weiterhin ist bei näherer Recherche weder im App Store, in der App selbst oder auf der Website der Entwickler ein Impressum zu finden. Auch eine ausführliche Datenschutzbestimmung sucht der User vergebens, wie Appgefahren.de berichtet. In einem Kommentar unter dem Bericht jedoch äußert sich Bruno Greoire, einer der drei Gründer, zu den Einwänden und schreibt, dass an einem verbesserten Login-Prozess bereits gearbeitet werde und auch die Datenschutzbestimmungen derzeit ausgearbeitet würden.

Dennoch: Die App hat Potential und macht Spaß. In Zukunft werden wir mehr und mehr mit Augmented Reality konfrontiert werden. So haben Snapchat wie auch Facebook AR bereits in Form der Gesichtsmasken in ihre Apps integriert. Gabsee geht einen Schritt weiter und transformiert den User in 3D-Avatare, was ein ganz neues Erlebnis ermöglicht. Unter den Facebook-Mitarbeitern ist Gabsee bereits ein Hit, wie The Verge berichtet. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis die App vom Zuckerberg-Konzern gekauft oder zumindest kopiert und somit der breiten Masse bekannt gemacht wird.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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