Social Media Marketing

Die Follow-Unfollow-Strategie: Es gibt bessere Alternativen auf Instagram

Erst folgen, um dann schnell wieder zu entfolgen – es gibt auf Instagram sehr viel bessere Taktiken für Unternehmen, um an eine große und loyale Gefolgschaft zu kommen.

Instagram Follower gewinnen

Von der Follow-Unfollow-Taktik sollten User auf Instagram Abstand nehmen.

Wer kennt es nicht: Accounts, die dir heute folgen, sind morgen nicht mehr in deiner Liste zu finden. Meist denkt man sich nichts dabei. Wenn aber plötzlich dir bekannte Unternehmen die “Follow-Unfollow-Taktik” anwenden, kann es nicht nur für den schnell wieder entfolgten User zum Ärgernis werden. Wir haben einige Alternativen für dich, um auch ohne nervige Methoden an mehr Follower zu kommen.

Follow & Unfollow – beliebt, aber nicht nachhaltig

Die Follow-Unfollow-Taktik hat folgenden Hintergrund: Accounts folgen einer ganzen Reihe Usern in der Hoffnung, dass diese zurückfolgen. So soll schnell eine große Anzahl an Followern aufgebaut werden, doch will der Urheber meist nur wenigen Accounts selbst folgen und entfolgt den anderen entsprechend schnell wieder. Dazu gibt es 3rd Party Apps, die bei dieser Taktik unterstützen, denn Usern manuell zu entfolgen ist eine langwierige Arbeit.

Natürlich folgen dir einige der User, denen du folgst, auch zurück. Die Follow-Unfollow-Taktik hat allerdings einige schwerwiegende Nachteile, weshalb sie am besten gar nicht erst eingesetzt wird:

  1. Der Einsatz von 3rd Party Apps wird von Instagram überhaupt nicht gern gesehen und kann zur Löschung deines Accounts führen.
  2. Wendest du die Taktik profimäßig an und entfolgst vielen Usern in einem kurzen Zeitraum, bemerkt die Software auch das und Instagram kann in der Folge deinen Account sperren oder deine Sichtbarkeit herabsetzen.
  3. Das Wichtigste: Bemerken die von dir Entfolgten den Schmu, sind sie zurecht davon genervt. Als Marke willst du dir auf Instagram eine loyale Community aufbauen und keine schlecht gelaunten User hinterlassen. Die Taktik ist am Ende des Tages auch deiner Reputation nicht gerade zuträglich.

Eine treue und interessierte Followerschaft kann man auch auf eine nachhaltige Art und Weise aufbauen, bei der sich nicht an Black Hat-Methoden orientiert wird.

Mit nachhaltigen Methoden zu mehr Followern

Instagram lebt vom User Engagement. Hast du die Plattform einmal richtig verstanden und weißt, wie sie funktioniert, ist es ein Leichtes hier mehr Erfolg zu haben und Follower schnell zu generieren. Accounts, mit einer ansehnlichen Community weisen nachstehende Gemeinsamkeiten auf:

  • Sie posten regelmäßig: täglich etwa ein- oder zweimal
  • Der Account ist auf der Plattform aktiv und interagiert regelmäßig mit anderen
  • Durch den Feed zieht sich ein roter Faden, sei es aufgrund der konstanten Farbgebung oder der Fotos selbst.

Im Weiteren gehen wir auf die grundlegenden Maßnahmen ein, die du anwenden kannst, um auf eine nachhaltige Art und Weise eine Community aufzubauen.

Regelmäßigkeit

Mit jedem Post generierst du neue Follower. Je mehr du also postest, desto schneller kommst du auch zu einer großen Gefolgschaft. Die Frequenz sollte sich aber im Rahmen halten. Grundsätzlich wird empfohlen täglich zwischen einem und zwei Bildern oder Videos zu posten. Allerdings: Wer nichts mitzuteilen hat, der muss sich nicht auf Zwang jeden Tag aufs Neue etwas aus den Fingern saugen. In den meisten Fällen geht das nämlich nach hinten los, denn der Content, der um des Contents willen gepostet wird, läuft Gefahr schnell irrelevant zu werden. In diesem Fall reicht auch ein einziger Post in der Woche.

Interaktion

Erfolgreiche Accounts mit einer ansehnlichen Community interagieren mit dieser. Und sei es nur in Form von Likes: Engagement findet Anerkennung und fördert Aufmerksamkeit.

Hashtags

Immer wieder kann man auf Instagram beobachten, dass viele Accounts nur wenige oder überhaupt keine Hashtags verwenden. Dies ist nur ratsam, wenn es bereits viele Follower gibt, die das Posting ohnehin sehen. Keine Hashtags bedeutet in der Regel aber auch keine Reichweite. Auf keiner anderen Plattform spielen Hashtags eine so elementare Rolle.

Die Untersuchung von TrackMaven zeigt, dass die höchsten Interaktionsraten bei der Verwendung von mehr als 11 Hashtags erzielt wurden.

Interaktionen nach Hashtags auf Instagram

Interaktionen nach Hashtags. Bei mehr als 11 verwendeten Tags liegt die Interaktionsrate am höchsten.

Eine weitere Untersuchung von Minimaxir hat ebenfalls ergeben, dass mehr Hashtags auch zu mehr Likes führen:

Mehr Hashtags auf Instagram führen zu mehr Likes.

Eine hohe Anzahl der Hashtags führt zu mehr Likes.

Welche Hashtags du verwenden solltest, hängt von deiner Branche und deiner Zielgruppe ab. Dabei solltest du immer bedenken, dass viele Hashtags ein “Verfallsdatum” haben. Wurde beispielsweise noch vor zwei Jahren dazu geraten, unter jedes Bild ein #Follow4follow (oder #f4f) zu setzen, nimmt man davon inzwischen Abstand. Das Tag ist mittlerweile zu populär: In jeder Sekunde werden unzählige Bilder mit dem Hashtag gepostet, so dass die Inhalte viel zu schnell den Feed heruntergespült werden, als dass sie Aufmerksamkeit erzeugen können. Welche Tags du momentan verwenden kannst und wie du sie am geschicktesten einsetzt, haben wir in unserem Artikel zu den Top-Hashtags für höhere Reichweiten gezeigt.

Dass generische Tags sich nicht lohnen, zeigt sich auch daran, dass der Content durch Benutzung eben solcher von Spam geflutet wird und Fake Follower in Scharen anzieht – die aufgrund der Follow-Unfollow-Taktik spätestens am nächsten Tag ohnehin wieder weg sind. Es ist daher wichtig sich für die Hashtag-Recherche Zeit zu nehmen und Nischen-Tags zu finden, die die richtige Zielgruppe ansprechen. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf das Engagement aus. Du bekommst nach und nach auch mehr echte, wertvolle Follower.

Farben, Erscheinungsbild, Roter Faden

Der Punkt mag auf den ersten Blick irrelevant sein. Aber eine konstant gute Bildqualität und ein roter Faden wirken sich auf Dauer auch auf die Anzahl der Follower aus.

Die vorgegebenen Filter auf Instagram zu nutzen, ist heute weitestgehend out. Die Fotos werden aktuell besser individuell bearbeitet. Das bedeutet nicht, dass du deinem Content nicht einen eigenen Touch verpassen sollst – im Gegenteil. Einheitliche Userfeeds sehen nicht nur schön aus, sie ziehen auch Follower an. Denn die User wissen genau, worauf sie sich einlassen und was sie erwarten können. Postest du thematisch und inhaltlich jedes Mal andere Dinge, wissen deine Follower schnell nicht mehr, was du ihnen eigentlich sagen willst. Die beiden unten stehenden Beispiele verdeutlichen, dass saubere, aufgeräumte und konsistente Feeds einen hohen Mehrwert bieten und so auch Follower anziehen.

Aufgeräumte Feeds auf Instagram

Die beiden Beispiele verdeutlichen, worauf es beim Erscheinungsbild ankommt: @Akusepp (links) bildet die immergleiche Stimmung ab, während @Reallifelines (rechts) inhaltlich beim Thema bleibt.

Hinsichtlich der zu wählenden Tonungen und der Gesamtkompositionen hat Curalate, eine führende Visual Analytics und Marketing Plattform, mehr als 800.000 Bilder auf Instagram untersucht. Das Unternehmen konnte so determinieren, welche Faktoren über Erfolg oder Misserfolg eines Bildes bestimmen.

das-perfekte-instagram-foto-curalate Contests

Foto Contests sind eine einfache Möglichkeit, in kurzer Zeit zu mehr Followern zu kommen. Laut Later.com ist es sogar möglich, bis zu 500 Follower mit nur einem Post dazu zu gewinnen. Mithilfe eines Contests, der sich an die gesetzlichen Vorgaben deines Landes und denen Instagrams orientiert, kannst du dein Insta Game also schnell vorantreiben. Auf dem Instagram Blog gibt es eine sehr detaillierte Anleitung zum Hosten der Foto Contests.

User Generated Content 

User Generated Content bietet sich für viele Marken ebenfalls an, um Follower zu generieren. In der Regel beteiligen User sich bei entsprechenden Aufrufen gern und posten Bilder, die später von der Marke repostet werden können. Dies verhilft nicht nur zu höheren Reichweiten, sondern auch zu einer treuen Followerschaft, die sich durch das Teilen wertgeschätzt fühlt. Verwenden Brands häufiger UGC, können sie aufgrund der partizipierfreudigen User eine größere Followerschaft aufbauen. Große Brands zeigen, wie es geht: Sowohl GoPro, AirBnb als auch Mercedes verfolgen zu großen Teilen eine UGC-Strategie auf Instagram.

Hoher Aufwand, der sich lohnt

Unlautere Methoden anzuwenden, kann zwar zu einem kurzfristigen Erfolg führen. In den meisten Fällen lohnt es sich aber nicht, denn dieser Erfolg ist kein nachhaltiger. Insbesondere die Follow-Unfollow-Methode stößt den Usern zunehmend sauer auf. Willst du nicht, dass deine Reputation leidet, der Account gesperrt oder gelöscht wird, sei dir dringend dazu geraten, Abstand von der Taktik zu nehmen. Es gibt viele andere einfache Wege, mehr Follower zu bekommen. Diese erfordern zwar einen höheren Aufwand, doch ist eine echte Followerschaft ihn auch wert.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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